Zweiter Anlauf: Rat bekräftigt den Wunsch nach dem BU-Kennzeichen
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Der Rat der Stadt Burgdorf hat am heutigen Donnerstagabend, 18. Juni 2026, erneut für die Wiedereinführung des Kfz-Kennzeichens „BU“ gestimmt. Mit 17 Ja-Stimmen, 2 Nein-Stimmen und 8 Enthaltungen nahm er einen Antrag der WGS FreieBurgdorfer an.
Es ist nicht das erste Mal, dass Burgdorf diesen Beschluss fasst. Bereits 2019 hatte der Rat mit deutlicher Mehrheit für das BU-Kennzeichen votiert — doch die Umsetzung scheiterte an der Region Hannover, die die Freigabe verweigerte. Nun unternahm die Fraktion WGS FreieBurgdorfer einen neuen Anlauf und sah dafür guten Grund: Eine Bundesratsinitiative zur Kennzeichenliberalisierung sowie die Befürwortung regionaler Kennzeichen durch die Ministerpräsidentenkonferenz haben die politische Ausgangslage nach Einschätzung der Fraktion grundlegend verändert.
Der Beschluss enthält drei Teile: Die Stadt bekräftigt ihren Beschluss von 2019, die Verwaltung wird aufgefordert, erneut an die Region Hannover heranzutreten — und falls dort keine Einigung absehbar ist, soll eine Petition an die Niedersächsische Landesregierung gerichtet werden, um die Bundesratsinitiative zur Kennzeichenliberalisierung aktiv zu unterstützen. Den Antrag eingereicht hatten Rüdiger Nijenhof als Fraktionsvorsitzender und Dirk Bierkamp als verkehrspolitischer Sprecher der WGS.
Im Rat fand die Idee breite Zustimmung. Anika Lilienthal (FDP) kommentierte: „Sehr gut.“ Thomas Wortmann (CDU) schloss sich an. Kritisch äußerte sich Matthias Paul (SPD): Das BU-Kennzeichen sei letztlich ein historischer Zufall und gegenüber anderen Kommunen im Altkreis nicht gerecht. Es war damals ei9n Kreiskennzeichen und nicht nur für die Stadt Burgdorf. Dieses sich nu zu eigen zu machen, sei „rückwärts gewandt“. Man würde sich als Stadt Burgdorf gegenüber den anderen Kommunen des damaligen Altkreises Burgdorf nicht gerecht verhalten. Er sprach sich dafür aus, das Ergebnis der Bundesratsinitiative abzuwarten, anstatt im Alleingang vorzupreschen.
Ob und wann das BU-Kennzeichen kommt, liegt nun wieder bei der Region Hannover — und gegebenenfalls beim Land.