Region Hannover

Region Hannover erhält silbernes ADFC-Siegel als fahrradfreundliche Arbeitgeberin

[REGION]

Die Region Hannover darf sich ab sofort fahrradfreundliche Arbeitgeberin nennen. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat die Verwaltung mit dem silbernen Siegel zertifiziert. Die Auszeichnung würdigt das Engagement der Region für ihre rund 3157 Beschäftigten, die den Arbeitsweg oder Dienstgänge mit dem Fahrrad zurücklegen. Mit einem Maßnahmenpaket aus Infrastruktur, Service und Motivation setzt die Region nach eigenen Angaben seit Jahren auf nachhaltige Mobilität.

„Bis 2035 will die Region Hannover klimaneutral sein – das ist eine große, gemeinsame Aufgabe, an der alle mitwirken können“, sagte Jens Palandt, Erster Regionsrat, bei der Übergabe des Zertifikats. „Dass wir jetzt als fahrradfreundliche Arbeitgeberin mit dem silbernen ADFC-Siegel ausgezeichnet werden, macht mich stolz. Es zeigt: Jede und jeder Einzelne kann durch bewusste Entscheidungen im Alltag einen Beitrag leisten – und wir als Arbeitgeberin unterstützen das aktiv mit konkreten Angeboten.“

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Auch Rüdiger Henze, Vorsitzender des ADFC Landesverbands Niedersachsen, würdigte das Engagement der Region. „Die Region Hannover lebt, als Arbeitgeberin, eine nachhaltige Mobilität vor. Dies sieht man an dem hohen Anteil von Serviceangeboten für die Mitarbeitenden im Unternehmen. Mit dem silbernen Siegel würdigen wir dieses Engagement und hoffen, dass andere Arbeitgeber*innen in Niedersachsen diesem Vorbild folgen“, sagte Henze.

Die Region Hannover hat in den vergangenen Jahren nach eigenen Angaben strukturierte Lösungen geschaffen, um das Radfahren für ihre Beschäftigten attraktiver und sicherer zu machen. Auf dem Regionscampus stehen 159 Fahrradbügel mit insgesamt 312 Abstellplätzen zur Verfügung. Davon sind 62 überdacht und 42 in abschließbaren Räumen untergebracht. Ab Frühjahr 2027 sollen am Mobilitätspunkt Maschstraße weitere 128 moderne Stellplätze hinzukommen, darunter Doppelstockparker, eine Fahrradgarage und eine Service-Station.

„Klimaschutz bedeutet für uns nicht nur, Emissionen zu reduzieren, sondern auch, nachhaltige Mobilität für unsere Mitarbeitenden lebbar zu machen. Wir wollen zeigen, dass Klimaschutz und moderne Arbeitsbedingungen Hand in Hand gehen können“, erklärte Cordula Drautz, Dezernentin für Zentrale Dienste der Region.

Zu den Angeboten gehören außerdem kostenlose Reparaturhilfen für Beschäftigte und Kunden sowie eine Servicebox am Empfang mit Luftpumpe, Flickzeug und Multi-Tool. Seit 2023 bietet die Region Dienstrad-Leasing an, das bislang 156 Mal genutzt wurde. Ein Dienstfahrrad-Pool mit Pedelecs, Fahrrädern, Faltrad und einem E-Lastenrad für Transporte soll Beschäftigte zusätzlich motivieren, dienstliche Fahrten mit dem Rad zurückzulegen.

„Außerdem bietet die Region Fahrrad-Reparatur-Workshops für die Mitarbeitenden an, es gibt die Betriebssportgruppe „FahrRad“ und viele Aktionstage rund um das Thema“, berichtete Florian Schmidt, Leiter des Servicebereichs Zentrale Dienste bei der Region. „Die Zertifizierung war eine große Anstrengung für unser Team. Dass wir das silberne Siegel erhalten haben, ist ein toller Erfolg – und gilt für die nächsten drei Jahre. Aber wir ruhen uns nicht darauf aus: Unser Ziel ist es, den Service für unsere Kolleg*innen kontinuierlich zu verbessern und noch mehr Anreize fürs Radfahren zu schaffen.“

Die Zertifizierung fällt zeitlich mit dem Stadtradeln-Wettbewerb zusammen. Noch bis Sonnabend, 20. Juni 2026, sind die Beschäftigten der Region ebenso wie Einwohner aufgerufen, Kilometer mit dem Fahrrad zu sammeln. Im vergangenen Jahr radelten 143 Beschäftigte der Region Hannover in zehn Teams insgesamt 29.550 Kilometer.

Das EU-weite Siegel „Zertifizierter Fahrradfreundlicher Arbeitgeber“ wird in Deutschland exklusiv vom ADFC in den Stufen Bronze, Silber und Gold vergeben. Bewertet werden unter anderem die allgemeine Fahrradfreundlichkeit des Unternehmens, Dienstleistungen, betriebliche Rahmenbedingungen und Motivation für Radfahrer. Die Region Hannover hat sich mit ihrem Maßnahmenkatalog für die Silber-Zertifizierung qualifiziert und zählt damit nach eigenen Angaben zu den ersten kommunalen Arbeitgeberinnen in der Region, die diese Auszeichnung erhalten.

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