Burgdorf
Freitag, 07.05.2021 - 14:03 Uhr

Amnesty-Gruppe blickt in Burgdorf auf 60 Jahre Amnesty International zurück

BURGDORF

Die Amnesty-Gruppe Hannover Nordost will mit einer Ausstellung zum 60-jährigen Bestehen der Organisation deren Arbeit und die Geschichte der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte ins Bewusstsein heben und würdigen.

 

Die Vollversammlung der Vereinten Nationen verabschiedete am 10. Dezember 1948 die "Allgemeine Erklärung der Menschenrechte" - eine revolutionäre Deklaration, die in 30 Artikeln allen Menschen auf der Erde die gleichen Rechte zuerkennt und damit das Bild einer Welt skizziert, in der alle frei und friedlich miteinander leben können. Sie wurde bis auf acht Enthaltungen einmütig verabschiedet, am Ende mit stehenden Ovationen.

 

1961 brachte der britische Rechtsanwalt Peter Benenson mit dem Zeitungsartikel "Die vergessenen Gefangen" einen Stein ins Rollen: Dieser Artikel über politische oder Gewissensgefangene mit vier Beispielen, mit der Aufforderung an die Leser, Appellbriefe an die Regierungen zu schreiben, wurde von 30 großen Zeitungen weltweit nachgedruckt und führte tatsächlich zur Freilassung der Genannten. Daraus entstand die Kampagne "Appeal for Amnesty" (Appell für Amnestie), die nach kurzer Zeit zur Gründung der Organisation "Amnesty International" führte, auf der Grundlage der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte. So kann in diesem Jahr auf 60 Jahre Arbeit gegen Menschenrechts-Verletzungen wie willkürliche Inhaftierungen wegen oppositioneller Meinungen, Folter, Todesstrafe und anderes zurückgeblickt werden,  wie die Amnesty-Gruppe Hannover Nordost mitteilt und fügt hinzu: "Nicht mit Stolz, sondern in dem Bewusstsein, dass es weiterhin sehr viel zu tun gibt; unsere Gruppe setzt sich seit 46 Jahren für die Menschenrechte ein."

 

In einer umfangreichen Plakat-Foto-Ausstellung werden Menschen und Situationen gezeigt, die Zeugnis von der Entwicklung seit 1948 geben. Die Texte und Bilder setzen Schlaglichter, die an Meilensteine und an Rückschläge erinnern und aufmerksam machen sollen, "welche Rechte heute (zu) selbstverständlich geworden sind und welche noch nicht".

 

Die Ausstellung wird vom 21. bis 24. Mai in der Magdalenen-Kapelle gezeigt, die täglich zwischen 14 und 18 Uhr geöffnet sein wird, wenn die Corona-Bedingungen es zulassen. "Leider ist das zur Zeit noch unklar", so die Organisatoren. Sobald dieses feststehe, werde darüber über die Medien wie auch unter Opens external link in new windowamnesty-hannover.de/gruppen/burgdorf-burgwedel oder bei Scena Opens external link in new windowscena-burgdorf.de informiert. 

 

Update: Die Ausstellung kann vom 21. bis 24. Mai, jeweils 14 bis 18 Uhr besichtigt werden. Anmeldungen werden per Mail an Opens window for sending emailhannovernordost(at)amnesty-hannover.de entgegen genommen.

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