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Mittwoch, 18.11.2020 - 12:27 Uhr

Gegen Armutsgefährdung: SoVD übergibt Forderungen an Politik

"Wie groß ist dein Armutsschatten?"

SoVD-Landesvorsitzender Bernhard Sackarendt (rechts) und Landesgeschäftsführer Dirk Swinke überreichten Sozialministerin Dr. Carola Reimann die Forderungen des Verbandes.Aufn.: Lennart Helal

REGION

Vorläufiger Höhepunkt der Kampagne "Wie groß ist dein Armutsschatten?": Vertreter der Sozialverbands Deutschland (SoVD) haben am vergangenen Mittwoch, 11. November 2020, vor dem Niedersächsischen Landtag unter Einhaltung der coronabedingten Schutz- und Hygienemaßnahmen demonstriert und der Sozialministerin Dr. Carola Reimann ihre Forderungen zur Bekämpfung von Armutsgefährdung überreicht.

 

Immer mehr Menschen in Niedersachsen sind von Armut bedroht - viele von ihnen wissen es allerdings nicht. Um für dieses Thema zu sensibilisieren, hat der SoVD in Niedersachsen die Kampagne "Wie groß ist dein Armutsschatten?" gestartet. "Die vergangenen Monate haben gezeigt, dass aufgrund der Pandemie noch viel mehr Menschen armutsgefährdet sind und die Problematik wirklich jeden etwas angeht", betonte der SoVD-Landesvorsitzende Bernhard Sackarendt während der Aktion vor dem Landtag. Deshalb sei die Politik jetzt zum dringenden Handeln aufgefordert.

 

Wie das gelingen könnte, zeigen die Forderungen, die Niedersachsens größter Sozialverband an die Sozialministerin Dr. Carola Reimann übergab: Unter anderem müssten der Niedriglohnsektor eingedämmt, der soziale Wohnungsbau ausgebaut und Pflegeleistungen konsequent anerkannt werden. "Nur so kann verhindert werden, dass Menschen später in Armut rutschen", ist sich Sackarendt sicher. Die Politik dürfe hier nicht länger die Augen verschließen.

 

Auch die Sozialministerin sieht dringenden Handlungsbedarf - vor allem durch die Corona-Krise verschärften sich Probleme wie unter einem Brennglas. "Wir versuchen in vielen Punkten Dinge zu bewegen", so Reimann. Dabei seien vor allem flächendeckende Tariflöhne, eine Kindergrundsicherung und die Deckelung des Eigenanteils in der Pflege wichtig.

 

Mehr Informationen zu der Kampagne gibt es unter Opens external link in new windowwww.armutsschatten.de.

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