DGB-Befragung zeigt Einfluss persönlicher Begegnungen auf politische Meinungsbildung
Der DGB-Kreisverband Region Hannover hat im Rahmen seiner Podiumsdiskussion zur Kommunalwahl 2026 erstmals eine freiwillige und anonyme Vorher-Nachher-Befragung unter den Besuchern durchgeführt. Bei der Veranstaltung diskutierten Kandidaten für das Amt des Regionspräsidenten der Region Hannover über die Zukunft der Region.
Ziel der Befragung war es nach Angaben des DGB, zu untersuchen, ob politische Informationen, sachliche Argumente und die persönliche Begegnung mit den Kandidaten Einfluss auf die Meinungsbildung haben können. Die Ergebnisse seien nicht repräsentativ und stellten keine Wahlprognose dar, sondern spiegelten ausschließlich das Stimmungsbild der Teilnehmer dieser Veranstaltung wider.
Nach Angaben des DGB erklärten rund 61 Prozent der Teilnehmer, dass die Diskussion ihre Meinung deutlich oder zumindest etwas beeinflusst habe. Gleichzeitig verringerte sich die Zahl der unentschlossenen Teilnehmer von sechs auf drei Personen. Auch die Sicherheit der eigenen Wahlentscheidung nahm im Verlauf des Abends zu. Nach Abschluss der Veranstaltung bezeichneten sich 38 der 51 Befragten als „sehr sicher“ bei ihrer Wahlentscheidung.
Im Stimmungsbild zur Frage, wem die Teilnehmer ihre Stimme geben würden, wenn die Wahl am Veranstaltungstag stattfinden würde, blieb Eva Bender von der SPD mit 25 Nennungen sowohl vor als auch nach der Diskussion die meistgenannte Kandidatin. Zugewinne verzeichneten Mizgin Ciftci von Die Linke sowie Robert Reinhardt-Klein von der FDP. Gleichzeitig ging die Zahl der unentschlossenen Teilnehmer zurück.
Bei der Frage, welcher Kandidat im Verlauf des Abends am meisten überzeugt habe, erhielt Eva Bender die meisten Nennungen. Dahinter folgten Mizgin Ciftci und Oliver Junk.
„Uns ging es nicht darum, eine Wahlprognose zu erstellen. Vielmehr wollten wir sichtbar machen, welchen Einfluss politische Information, Argumente und öffentlicher Austausch auf die Meinungsbildung haben können. Die Ergebnisse zeigen, dass persönliche Begegnungen und demokratische Diskussionen auch heute noch einen wichtigen Beitrag zur politischen Orientierung leisten“, sagt Reinhard Nold, Vorsitzender des DGB-Kreisverbandes Region Hannover.
Nold betont zudem die besondere Bedeutung solcher Veranstaltungen: „Gerade in Zeiten, in denen politische Debatten häufig nur noch in sozialen Medien stattfinden, möchten wir zeigen, welchen Wert der persönliche Austausch, sachliche Argumente und demokratische Diskussionen haben. Eine Veranstaltung wie diese bietet die Möglichkeit, die Kandidatinnen und Kandidaten nicht nur über ihre politischen Positionen kennenzulernen, sondern sie auch als Menschen persönlich zu erleben.“
An der Podiumsdiskussion nahmen Eva Bender von der SPD, Oliver Junk von der CDU, Sinja Münzberg von Bündnis 90/Die Grünen, Robert Reinhardt-Klein von der FDP und Mizgin Ciftci von Die Linke teil. Die Moderation übernahm Mathias Quast.
Der DGB-Kreisverband Region Hannover dankt den Kandidaten, dem Moderator sowie den Besuchern für die nach eigenen Angaben engagierte, faire und sachliche Diskussion.