WGS FreieBurgdorfer: Ingo-Siegner-Grundschule soll in alte Realschule ziehen
Foto: Reinhard Kroll
Die Ratsfraktion WGS FreieBurgdorfer fordert, dem Umzug der Ingo-Siegner-Grundschule in das Gebäude „Vor dem Celler Tor“ höchste Priorität einzuräumen. Einen entsprechenden Antrag hat die Fraktion an Bürgermeister Armin Pollehn und die Stadt Burgdorf gerichtet. Der Antrag soll nach dem Willen der Fraktion direkt in den Bauausschuss am Montag, 24. August 2026, und in den Schulausschuss am Dienstag, 8. September, eingebracht werden. Die Beschlussfassung im Rat soll spätestens am Donnerstag, 17. September, erfolgen.
Die Fraktion beantragt, dass die Verwaltung unverzüglich die Vorentwurfsplanung für den Standort „Vor dem Celler Tor“ auf Grundlage der vorliegenden Machbarkeitsstudie einleitet. Zudem soll die Verwaltung sicherstellen, dass alle aktuellen Bundes- und Landesfördermittel zur Schulsanierung vollumfänglich beantragt werden, um das zeitlich befristete Förderfenster für Burgdorf zu sichern.
Nach Auffassung der WGS FreieBurgdorfer duldet die Modernisierung der Burgdorfer Grundschulen keinen weiteren Aufschub. Angesichts steigender Baupreise und der Haushaltslage der Stadt müsse die Priorität klar bei der Bildungsinfrastruktur liegen. Die sogenannte Alte Realschule sei für Burgdorf ein besonderer Schulstandort und solle auch ein solcher bleiben.
Die Fraktion verweist auf die Machbarkeitsstudie vom September 2025, die nach ihren Angaben die Eignung des Standorts für die Ingo-Siegner-Grundschule bestätigt. Mittlerweile habe sich auch die Schule selbst für einen solchen Umzug ausgesprochen. Ein Verbleib am jetzigen Standort sei nach Einschätzung der Schule keine realistische und gute Option.
Die WGS FreieBurgdorfer kritisieren, dass aus ihrer Sicht bereits 2020 zügig in die Planungen hätte eingetreten werden müssen. Damals habe die Fraktion bereits den Vorschlag unterstützt, dass die Grundschule in das stadtbildprägende Schulgebäude einziehen solle. Wären seinerzeit entsprechende Beschlüsse gefasst und Schritte eingeleitet worden, hätten nach Einschätzung der Fraktion Fördergelder, etwa aus dem Digitalpakt, möglicherweise bereits genutzt werden können. Zudem verweist die Fraktion auf seitdem gestiegene Bau- und Zinskosten.
„Nun hilft es wenig, sich nur darüber zu beklagen, dass man es hätte besser machen können, man muss es auch besser machen“, erklärt die Fraktion. Deshalb sei es nun dringend angeraten, schnellstmöglich dafür zu sorgen, dass der Umzug der Grundschule nicht erst 2034, sondern deutlich früher erfolgen könne.
Jeder weitere Tag des Wartens verteuere das Projekt, argumentieren die WGS FreieBurgdorfer. Zum einen seien gleichzeitig Instandhaltungsmaßnahmen notwendig, zum anderen stiegen Bau- und Sanierungskosten weiter erheblich. Dies belaste den städtischen Haushalt dauerhaft. Der Rat müsse nun ein klares Signal setzen, dass Investitionen in Schulen absoluten Vorrang haben.
Darüber hinaus weist die Fraktion darauf hin, dass aus ihrer Sicht auch der 2017 erneut vom Rat beschlossene Neubau der Gudrun-Pausewang-Grundschule durch bisherige Sanierungsmaßnahmen nicht erledigt sei. Im Bereich der Schulen sei in den vergangenen Jahren zwar einiges erreicht worden, dennoch bestehe weiterhin ein immenser Handlungsbedarf. Bildung und Sicherheit müssten nach Auffassung der WGS FreieBurgdorfer höchste Priorität haben.