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Dienstag, 16.11.2021 - 11:07 Uhr

Preisträger von NABU-Fotowettbewerb "Naturnaher Garten" sind ausgewählt

Den 1. Preis erhielt Sonja Wolken für dieses Bild.Aufn.:

BURGDORF/LEHRTE/UETZE

Im Frühjahr lud der NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze zu einem Fotowettbewerb "Naturnaher Garten" ein. "Bis zum Einsendeschluss am 1. September wurden viele schöne Fotos zu diesem Thema eingeschickt", teilt der NABU mit. Das Ziel des Fotowettbewerbs war, den Blick für das entstehende Leben in einem naturnahen und somit auch artenreichen Garten zu schärfen. Die Jury hatte es nicht leicht, die drei Preisträger zu bestimmen, konnte sich aber letztendlich einig werden.

 

Der erste Preis, eine fachkundige Beratung bei der Gartengestaltung, geht an Sonja Wolken. "Ihr Bild beeindruckt durch eine ungewöhnliche Perspektive und die besonderen Lichtverhältnisse. Zu sehen sind darauf sogar die Trichter vom Ameisenlöwen. Der Ameisenlöwe ist eine räuberische Insektenlarve. Er baut diese Trichter im sandigen Boden. Wenn Beute dort hineinläuft, kommt sie nicht wieder heraus, weil sie mit dem lockeren Sand zum Trichtergrund rutscht. Das Bild vereint so zwei Merkmale, die für einen ökolgisch wertvollen Garten wichtig sind: Offene und nicht komplett versiegelte Flächen mit blühenden Wildblumen", so der NABU.

 

Der zweite Preis, eine private Gruppen-Führung durch den Heilpflanzengarten in Celle, geht an Ingrid Maibaum-Nierentz. Hier fand die Jury den Blick in die Ferne sehr schön. Das Beet im Vordergrund hat besonders viele Insektenfreundliche Pflanzen aufzuweisen, zum Beispiel ungefüllte Stockrosen, Kugellauch, Akelei, Flockenblume, Frauenmantel, Glockenblume, Kanadische Goldrute, Rittersporn und Ringelblumen.

 

Der dritte Preis, ein hochwertiges Gartenbuch mit dem Themenschwerpunkt "Naturnahes Gärtnern", geht an Stefanie Eckler. Dieses Bild werde dem Untertitel des Wettbewerbes "Wilde Gärten" besonders gerecht.

 

Eine größere Auswahl der Fotobeiträge ist auf der Internetseite des NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze unter Opens external link in new windowwww.nabu-burgdorf-lehrte-uetze.de/fotowettbewerb-preistraeger.html zu finden.

 

Mit diesem Fotowettbewerb wollte der Naturschutzverein auch die wachsende Bedeutung von naturnahen Gärten in die Öffentlichkeit bringen. "Jeder Quadratmeter Natur zählt. Einige Einsender von Fotobeiträgen äußerten sich dann auch besorgt über die wachsende Zahl von sogenannten 'Schottergärten'. Diese bieten keinerlei Lebensraum für Insekten oder Kleinstlebewesen. Über den Grund für die zunehmende Popularität solcher 'Gärten' kann nur spekuliert werden. Pflegeleichter als zum Beispiel Staudenbeete sind sie auf keinen Fall. Sie haben mehr Nach- als Vorteile: Schotter muss oft von weit her gebracht werden, bevor er auf den Vorgarten gekippt wird. Unter dem Schotter wird im Garten eine Vlies- oder Folienschicht verlegt, die 'Unkräuter' unterdrücken soll. Nach einigen Jahren kommt die Folie hervor und wird sichtbar. Die Schottersteine werden im Laufe der Zeit verschleppt oder aber durch Algen, Laub und Staub verdreckt. Die Reinigung ist sehr aufwändig, da der Schotter in manchen Fällen komplett ausgetauscht werden muss. Auch das Jäten solcher Schotterflächen ist mühsam", so der NABU.

 

Um dieses Thema soll es im nächsten Frühjahr 2022 bei einem geplanten Vortragsabend vom NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze gehen. "Vielleicht wird es dabei gelingen, einige Teilnehmer für mehr Natur im Garten zu begeistern", hofft der NABU. Im Frühherbst soll es dann noch mal einen Vortragsabend mit praktischen Tipps rund um das Anlegen eines Naturgartens gehen. Beide Vorträge sind zur Zeit noch in Planung und sollen rechtzeitig zum Erscheinen des neuen NABU-Programmheftes dort zu finden sein.

 

Vorab sind auf auf der Internetseite des NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze speziell zum Thema "Schottergärten" und die Umsetzung von naturnahen Alternativen drei Infoblätter als PDF zum Downloaden zu finden. Eine Broschüre mit wertvollen Informationen zu diesem Thema ist unter Opens external link in new windowdiesem Link oder auch in gebundener Form bei der Stadt Burgdorf beziehungsweise auf Anfrage beim NABU Burgdorf, Lehrte, Uetze erhältlich.