VUN Vereins- und Unternehmer Netzwerk in der Region Hannover für Laatzen, Pattensen und Hemmingen
Interessengemeinschaft Wettmarer Unternehmen
Stadtmarketing Burgdorf
Burgwedel
Freitag, 27.08.2021 - 14:13 Uhr

FDP-Bürgermeisterkandidat Ulrich Friedrich informierte sich bei der de-dsb GmbH

Thorsten Rödel (links) zusammen mit Ulrich Friedrich, FDP-Bürgermeister-Kandidat.Aufn.:

BURGWEDEL

Gerade wurde die Burgwedeler IT-Firma "de-dsb GmbH" nach der ISO 9001 zertifiziert. Der Bürgermeisterkandidat der FDP Burgwedel, Ulrich Friedrich, hat den Geschäftsführer der de-dsb GmbH und IT-Sicherheitsexperten, Thorsten Rödel, deshalb besucht, um mit ihm über Digitalisierung und Wirtschaftsförderung in Burgwedel zu sprechen.

 

"ISO 9001 ist die internationale Norm für Qualitätsmanagementsysteme. Mit der erfolgreichen Zertifizierung sind wir als Qualitätsanbieter für IT-Sicherheit anerkannt. Wer uns mit IT-Dienstleistungen beauftragt, kann sicher sein, eine professionelle und dem aktuellen Stand der Technik entsprechende Leistung zu erhalten", erklärt Rödel. "Auch für die finanzielle Förderung von kleinen und mittelständischen Unternehmen bei der Digitalisierung nach dem Programm 'Digital Jetzt' des Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) müssen zertifizierte Unternehmen eingebunden werden. "Wir wollen und werden weiter wachsen", ergänzt Thorsten Rödel.

 

Auf die Frage des Bürgermeister-Kandidaten der FDP, Ulrich Friedrich, welche Hürden es auf dem Wachstumsweg gäbe, wird Rödel sehr nachdenklich. "Ich habe drei Jahre gebraucht, um geeignete Büroflächen in Burgwedel erwerben zu können. Und ich musste das Objekt kaufen, ein Anmieten war nicht möglich. Wir waren nicht mehr neu am Markt. Doch welches junge Unternehmen kann sich schon den Kauf einer Betriebsimmobilie leisten", fragt Rödel.

 

Wie die Stadt bei der Objektsuche konkret helfen könne, wollte Ulrich Friedrich noch wissen. Rödel schlägt vor, dass die Wirtschaftsförderung sich intensiver um die Burgwedeler Firmen kümmern müsse. Die Stadt müsse wissen, wer expandieren, wer seinen Standort verlagern oder wer sich verkleinern wolle.

 

Ob die Stadt eine Bevorratung mit Gewerbeflächen betreiben solle, um Abwanderungen expansionswilliger Firmen verhindern zu können, wollte Ulrich Friedrich noch wissen. "Da laufen Sie bei mir offene Türen ein", antwortete der Fuhrberger Thorsten Rödel." Ich selbst werde über kurz oder lang auch vor der Frage stehen, ob ich an unserem Burgwedeler Standort festhalten kann. Aber ohne Expansionsmöglichkeit sehe ich leider schwarz".

 

Auf den Hinweis von Bürgermeister-Kandidat Ulrich Friedrich, dass die de-dsb GmbH bei einer Standortverlagerung unter Umständen Aufträge der Stadt Burgwedel verlieren könnte, schüttelte Rödel nur den Kopf. "Wir erhalten keine Aufträge von der Stadt und soweit ich das beurteilen kann, vergibt die Stadt auch an andere Burgwedeler IT-Firmen keine Aufträge. Darüber sind wir sehr enttäuscht".

 

"Als Bürgermeister werde ich die Wirtschaftsförderung der Stadt neu ausrichten. Die Wirtschaftsförderung wird sich schwerpunktmäßig um die Betreuung ortsansässiger Firmen kümmern, deren Wünsche erfragen und Anregungen aufnehmen. Ich werde eine Bevorratung mit Gewerbeflächen auf den Weg bringen und gezielt Start-ups anwerben. Mit dem Ausbau des Glasfasernetzes hat die Stadt einen wichtigen Schritt für die örtliche Wirtschaft getan. Aber wir brauchen kein Glasfasernetz, wenn uns die Firmen davonlaufen", so Ulrich Friedrich.

 

Zum Dank für das Gespräch überreichte Friedrich Thorsten Rödel ein Glas Honig einer Imkerin aus Burgwedel. "Dass ich die örtlichen Firmen bei der Auftragsvergabe stets im Blick habe, ist für mich eine Selbstverständlichkeit", schließt Friedrich seine Stellungnahme.