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Burgdorf
Sonnabend, 10.07.2021 - 15:49 Uhr

"Kreuzweg für die Schöpfung" von Gorleben nach Garzweiler kam durch Burgdorf

Halt auch an der Pankratiuskirche

Helmar Butzin empfing die Pilger "standesgemäß" in Pfadfinderuniform.Aufn.:

BURGDORF

Der "Kreuzweg für die Schöpfung" von Gorleben nach Garzweiler kam am heutigen Sonnabend, 10. Juli 2021, durch Burgdorf. Die Pilger tragen ein Kreuz, das vom Gorlebener Gebet gestiftet wurde, über 470 Kilometer zu Fuß ins Rheinische Braunkohlerevier.

 

Unterstützt wird der Kreuzweg von christlichen Gruppen und Institutionen, aber auch von vielen Initiativen der Klima- und Umweltbewegung, wie beispielsweise der Klimaallianz oder den "fridays for future" aus Lemgo. Er ist offen für alle, auch ohne Anmeldung, die Lust haben, ein Stück des Weges mitzulaufen - ob eine Stunde, einen Tag, eine Woche. Nähere Informationen gibt es auf Opens external link in new windowwww.kreuzweg-gorleben-garzweiler.de.

 

Die Etappe von Celle nach Burgdorf war zwar geprägt von anhaltendem Regen, was aber den Pilgern die Laune nicht verderben konnte. Und die Strecke war ausgesprochen abwechslungsreich: das unerwartete Treffen mit einem bekannten Dokumentarfilmer, ein Storchennest in Nienhagen, ein Pastor, der mitten auf der Landstraße stoppt, um mit ihnen zu sprechen.

 

In Burgdorf kam die Gruppe im Pfadfinderheim Sorgensen unter, Helmar Butzin empfing "standesgemäß" in Pfadfinderuniform - und löste damit bei manchem Pilger Jugenderinnerungen aus. Am heutiogen Morgen wurde dann an der Pankratiuskirche Halt gemacht. Danach ging es weiter nach Hannover, wo Landesbischof Meister die Pilger empfing.

 

Schon 1988 gab es einen Kreuzweg für die Schöpfung - damals von Wackersdorf, dem geplanten Standort einer Wiederaufbereitungsanlage, zum Brennpunkt Gorleben. In diese Tradition stellt sich der heutige Kreuzweg: Er will auf den inneren Zusammenhang der verschiedenen Konflikte hinweisen, die Verbindung zwischen den verschiedenen Gruppen stärken - ob es sich um kirchliche Gruppen oder Klimaaktivisten handelt. "Daher führt der Weg vorbei an Brennpunkten der Zerstörung von Schöpfung: Am AKW Grohnde, den Fleischfabriken von Tönnies, den neuen Gaskraftwerken in Datteln und Herne. Aber auch die wirtschaftlich und politisch Verantwortlichen werden besucht: die RWE-Zentrale in Essen, die mit den Tagebauen Garzweiler und Hambach die größte CO2-Schleuder Europas betreibt, oder die Staatskanzlei in Düsseldorf", wie die Pilger beschreiben.

 

"Unser gemeinsames Ziel ist Klimagerechtigkeit - egal ob es gegen Braun- oder Blutkohle, Gas oder Atom geht", meint die Theologin Cornelia Senne. "Klimagerechtigkeit - in christlicher Sprache meint das Bewahrung der Schöpfung und ein gutes Leben für alle in Fülle."