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Lehrte
Freitag, 09.07.2021 - 13:55 Uhr

Schwimmabteilung des Lehrter SV verschiebt ihr Jahrhundertjubiläum

Fest- und Ehemaligenabend soll später stattfinden

Die erste Schwimmsportveranstaltungen in Lehrte fanden auf dem heutigen Schwanenburg-Gelände statt.Aufn.: Lehrter SV

LEHRTE

Am vergangenen Wochenende wäre es soweit gewesen: Die Schwimmabteilung des Lehrter SV hätte zu den Feierlichkeiten ihres 100-jährigen Jubiläums eingeladen, doch machte die Corona-Pandemie bereits im Frühjahr einen Strich durch die Rechnung. Die Abteilungsleitung setzt auf eine Neuauflage unter günstigeren Bedingungen.

 

Bei dem anstehenden Jubiläum hätte nicht nur die Jahreszahl beeindruckt: Gegründet am 1. Juli 1921 als eigenständiger Schwimmklub, ist die heutige LSV-Sparte die zweitälteste Abteilung im Lehrter SV und zugleich der älteste schwimmsporttreibende Verein in dem bis 1974 existierenden Landkreis Burgdorf wie auch dem heutigen Kreisschwimmverband Hannover-Land. Nach dem hohen Zuspruch bei der 90-Jahr-Feier 2011 hatten die LSV-Verantwortlichen für das diesjährige Jubiläum neben den sportlichen Veranstaltungen auch wieder einen Fest- und Ehemaligenabend geplant. "Das war angesichts der Coronazahlen zu Jahresbeginn dann aber frühzeitig Makulatur", berichtet Abteilungspressesprecher Wolfgang Philipps.

 

Zu den Akten gelegt werden sollen die Feierlichkeiten nicht, allerdings soll es keine Neuauflage unter rigiden Abstandsregeln geben. Das traditionelle Sommerschwimmfest im Lehrter Freibad ist unter erheblichen Coronaauflagen wie getrennten Mannschaften inzwischen sogar zur Austragung gekommen, doch für Fest- und Ehemaligenabend wäre das keine Option gewesen: "Dann machen wir das lieber später", hofft Abteilungsleiter Heinrich Tann auf eine Normalisierung der Lage, zumal hierfür auch eine längerfristige Planung vonnöten sei.

 

Zu erzählen gäbe es beim Jubiläum schließlich reichlich, wie der noch in Restexemplaren erhältlichem Festschrift zum 90-jährigen Jubiläum unschwer entnommen werden kann: So wurde 1921 in der Schwanenburg-Badeanstalt das erste Sportbecken von Vereinsmitgliedern in Eigenarbeit erricht. In Ermangelung eines Hallenbades wurde bis 1970 sogar fast nur im Sommer geschwommen, wobei es für die "Vereine ohne Winterbad" (VoW), wie es von Verbandsseite hieß, sogar lange Jahre separate Titelkämpfe gab. "Einige Abteilungsmitglieder sind regelrecht im Freibad groß geworden", weiß Wolfgang Philipps zu berichten und das Wiedersehen wollen sich die aktuellen und wie auch ehemaligen Aktiven nicht nehmen lassen.