Burgdorf
Mittwoch, 31.03.2021 - 11:25 Uhr

St. Nikolaus setzt Zeichen gegen das Segnungsverbot gleichgeschlechtlicher Paare

"Ein Zeichen setzen für Veränderung - Segen für alle"

Wie hier an der katholischen St. Nikolaus Pfarrkirche in Burgdorf werden Regenbogenfahnen als Zeichen der Solidarität gehisst.Aufn.:

BURGDORF/UETZE

Seit dem vergangenen Wochenende wehen auch an der katholischen St. Nikolaus Pfarrkirche in Burgdorf und St. Matthias in Uetze Regenbogenfahnen als Zeichen der Solidarität und Unterstützung der bundesweiten Initiative, die sich gegen das Segnungsverbot gleichgeschlechtlicher Paare einsetzt. Zwischenzeitlich gibt es in der katholischen Kirche und nicht nur in Deutschland einen Aufschrei gegen das Dekret der Glaubenskongregation. Neben dem Zentralkomitee der deutschen Katholiken (ZdK) reagieren auch zahlreicher Bischöfe, Priester und hunderte Theologen.

 

Am 15. März 2021 hatte die Glaubenskongregation des Vatikans das Segnungsverbot gleichgeschlechtlicher Paare erneut bestätigt. Die katholische Lehre betrachtet die Ehe als lebenslange Verbindung zwischen Mann und Frau und als Teil von Gottes Plan, der zum Ziel hat, neues Leben hervorzubringen. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften seien dazu nicht bestimmt, sie könnten daher von der Kirche auch nicht gesegnet werden.

 

Das stößt bei zahlreichen Katholiken auch in Burgdorf und Uetze auf Unverständnis. Das Segnen hat in der katholischen Kirche eine lange Tradition. "Wieso ist es erlaubt, Fahrzeuge, Tiere und Gebäude zu segnen, aber keine gleichgeschlechtlichen Paare, die sich auf eine verbindliche Partnerschaft einlassen wollen?", diese Frage stellt Carola Hoffmann, stellvertretende Vorsitzende des Pfarrgemeinderates. Forderungen nach einer ernsthaften und zutiefst wertschätzenden Hinwendung der katholischen Kirche zu Schwulen und Lesben werden derzeit von zahlreichen Theologen und Laien immer lauter. Schlichte Verbote ohne einsichtige Begründungen lassen sich heute nicht mehr widerstandslos durchsetzen.

 

Der Pfarrgemeinderat der St. Nikolaus Pfarrgemeinde fordert daher die Glaubenskongregation zum Umdenken auf. "Wir wollen eine Kirche, die für die Menschen da ist."

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