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Region Hannover
Mittwoch, 16.09.2020 - 17:07 Uhr

FDP-Regionsfraktion fordert Erweiterung der Kurzstreckenkarte

Politische Beratungen des Nahverkehrsplanentwurfs 2020 der Region Hannover

REGION

Die FDP-Regionsfraktion bringt erneut einen Antrag mit der Forderung nach Einführung einer Kurzstreckenkarte im Bereich des S-Bahn-Angebotes, auf den Bus- und Stadtbahnlinien der üstra AG sowie den Buslinien der regiobus GmbH in die Regionsversammlung ein.

 

Bereits zu Beginn dieser Wahlperiode Ende 2016 war ein Antrag der FDP-Fraktion mit derselben Forderung in den politischen Gremien der Region Hannover diskutiert worden. Ein in der Folge aufgelegter gemeinsamer Änderungsantrag der Fraktionen von FDP und Grünen wurde als Prüfauftrag an die Regionsverwaltung gestellt. Diese sollte klären, inwiefern und mit welchen finanziellen Kosten eine Erweiterung des Geltungsbereichs der GVH-Kurzstreckenkarte nicht nur auf die Verkehrsangebote im S-Bahn-Verkehr, sondern auch im Stadtbahnverkehr sowie bei den Busangeboten der üstra AG und der regiobus GmbH realisierbar wäre. Auch wenn dieser Prüfauftrag damals mehrheitlich in der Sitzung der Regionsversammlung am 7. März 2017 abgelehnt wurde, hatte er bei 31 Ja-Stimmen von insgesamt 85 Stimmen mehr als ein Drittel der Regionsabgeordneten überzeugt. Ein Presseartikel vom 15. September 2020 im Bereich Garbsen und Seelze "Kurzstreckenticket auch für die S-Bahn?" informierte nun über aktuelle Bestrebungen der Stadt Seelze in ihrer Stellungnahme zum Entwurf des Nahverkehrsplans 2020 der Region Hannover. Demgemäß fordert die Stadt Seelze, dass die Kurzstreckenkarte im Großraum Verkehr Hannover (GVH) künftig auch in der S-Bahn genutzt werden können sollte. Die FDP-Fraktion ist davon überzeugt, dass ein solches Angebot die Attraktivität des ÖPNV in der Region Hannover noch einmal deutlich verbessern könnte.

 

"Mehr als dreieinhalb Jahre nach der Ablehnung unseres Antrags zur Prüfung der Erweiterung der GVH-Kurzstreckenkarte möchten wir diesen Antrag erneut einbringen. Wir meinen, dass die Fahrgastzahlen im ÖPNV hierdurch signifikant gesteigert werden können", betont der verkehrspolitische Sprecher Gerhard Kier.

 

Während es bereits seit längerer Zeit das Angebot einer Kurzstreckenkarte im Busverkehr gibt, das zum Preis von 1,60 Euro für Fahrten bis zur fünften Haltestelle nach dem Einstieg und bei der Stadtbahn für Fahrten bis zur dritten Haltestelle nutzbar ist, gibt es im S-Bahn-Verkehr ein solches Angebot bisher nach wie vor noch nicht.

 

Die FDP-Fraktion fordert in ihrem neuerlichen Antrag, dass die Berechtigung der Nutzung einer Kurzstreckenkarte für folgende Verkehrsangebote geprüft wird: In S-Bahnen für die Fahrt bis zu einer Haltestelle nach dem Einstieg, bei Stadtbahnen bis zur vierten Haltestelle (bisher bis zur dritten Haltestelle) nach dem Einstieg, in Bussen bis zur siebten Haltestelle (bisher bis zur fünften Haltestelle) nach dem Einstieg und in den SprintH-Linien der regiobus GmbH bis zur vierten Haltestelle nach dem Einstieg.

 

"Aktuell sind zuletzt - offenbar auch Corona-bedingt - wieder etliche ursprüngliche ÖPNV-Kunden auf das Auto umgestiegen. Mit einer Erweiterung der Nutzungsmöglichkeiten der Kurzstreckenkarte können wir entscheidende Anreize setzen, dass diese Kunden zum erneuten Umstieg auf den ÖPNV motiviert werden. Insbesondere im Bereich des S-Bahn-Verkehrs sehen wir großes Potenzial, da die Kunden hier durch preisgünstige Angebote und verkürzte Fahrtzeiten profitieren", so Gerhard Kier.

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