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Dienstag, 26.11.2019 - 08:35 Uhr

Mehr Naturschutz auf dem Steinwedeler Friedhof

Das Pflanzteam nach der Arbeit.Aufn.: Dörthe Lahmann

STEINWEDEL

Das Wetter war trocken, aber der Boden durch die Regenfälle der vergangenen Wochen weich genug - ideale Bedingungen für Freiwillige der St. Petri Kirchengemeinde, um Gehölze zu pflanzen. Auf einer Nebenfläche des Steinwedeler Friedhofs sollen sich Strauchreihen zu einer stattlichen Naturhecke entwickeln.

 

Einige Mitglieder der Kirchengemeinde hatten schon lange einen Blick auf diese Fläche geworfen. "Beim Kirchenvorstand liefen sie damit offene Türen ein, denn dieser hatte sich gerade selbst mit der Thematik beschäftigt. Allerdings wird die Fläche zur Bewirtschaftung des Friedhofs benötigt. Nur in den Randbereichen sind Maßnahmen möglich", erläutert Susanne Schmitz vom Kirchenvorstand die Situation. Zudem wurden bei einer genaueren Untersuchung der Wiese im vergangenen Sommer fast 40 verschiedene Wildkräuter ausgemacht. Auf den Vorschlag, eine Naturhecke anzulegen, konnten sich dann alle Beteiligten einigen.

 

"Schnell waren ausreichend Helfer gefunden, die zum Spaten greifen wollten. Der Friedhofsgärtner Carl-Friedrich Bode besorgte die Pflanzen. Für Andere war es Ehrensache, die Aktion mit einem selbstgebackenen Kuchen oder einer wärmenden Suppe zu unterstützen", zeigte sich Schmitz begeistert von der Mithilfe der Gemeinde bei diesem Projekt. Nach nur zwei Stunden waren alle 70 Sträucher im Boden und die Aktion konnte mit einem kleinen Imbiss ausklingen.

 

Bei der Planung der Hecke traf es sich gut, dass der Vorsitzende des Kirchenvorstands, Björn Rohloff, sich auch beruflich mit Naturschutz und Landschaftspflege befasst. So hatte er kurzerhand einen Pflanzplan erstellt. "Bei der Auswahl der Pflanzen wurde darauf geachtet, dass sie heimisch und standortgerecht sind. Von der Schlehe bis zur Frühen Traubenkirsche finden insgesamt sieben Arten Verwendung," erläuterte Rohloff. Eine Naturhecke besteht im Gegensatz zu herkömmlichen Hecken aus unterschiedlichen Gehölzen, ist breiter angelegt und der regelmäßige Schnitt unterbleibt, um positive Effekte für die Fauna zu ermöglichen. Die angelegte Hecke ist 40 Meter lang und wird mit einer Breite von drei Metern Vögeln, Insekten und Kleinsäugern Nahrung, Brut- und Unterschlupfmöglichheit bieten. 

Die Heckenpflanzung soll nur die erste Maßnahme der Kirchengemeinde zur Erhöhung der Artenvielfalt - auch Biodiversität genannt - sein. Die Wirtschaftsfläche des Friedhofs bietet an den Randbereichen ebenso wie das Kirchengelände und der Friedhof selbst noch genügend Möglichkeiten für Pflanzungen und die Ansaat von Blühflächen.

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