Burgwedel
Donnerstag, 06.12.2018 - 16:36 Uhr

Zu viele Gegentore verhindern besseres Ergebnis für den HHB

BURGWEDEL

Der Handball Hannover-Burgwedel (HHB) hat auch das Heimspiel am Mittwochabend gegen die Mecklenburger Stiere Schwerin verloren. Wie schon zu oft in den letzten Wochen kassierte der Handball-Drittligist über 30 Gegentore. Trotz starker Leistungen des Torhüterduos Mustafa Wendland und Pascal Kinzel waren 35 Schweriner Treffer zu viel. Der HHB unterlag mit 30:35 (13:15).

 

Die Partie der Burgwedeler war ein Spiegelbild des letzten Auftretens beim SV Anhalt Bernburg. 30 Tore müssen im Handball zu einem Sieg reichen, wer 35 Gegentreffer hinnehmen muss, kann ein Spiel nicht gewinnen. Somit halfen auch zehn Feldtore des überragenden Florian Freitag nicht, um die Gäste aus Mecklenburg-Vorpommern zu bezwingen. Nach ausgeglichener erster Halbzeit, in der sich die Gäste erst kurz vor dem Pausenpfiff ein wenig ansetzen konnten, verlief die Partie auch in Halbzeit 2 ausgeglichen. Die Stiere konnten sich zwar einen kleinen Vorsprung erarbeiten, die Gastgeber versuchten aber alles, um im Spiel zu bleiben. Vier Mal hatte der HHB die Chance, bei einer Zweitoreführung von Schwerin auf einen Treffer zu verkürzen, doch jedes Mal konnten diese Chancen nicht genutzt werden. Entweder leisteten sich die Gastgeber technische Fehler, Fehlpässe oder schlossen viel zu schnell und unvorbereitet ab. Die Stiere waren zur Stelle und erzielten per Tempogegenstoß einen leichten Treffer und hielt die Gastgeber auf Distanz. Selbst zwei Minuten vor dem Ende hatten die Gastgeber noch die Möglichkeit auf einen Punkt, doch auch die letzte Chance wurde leichtfertig verspielt. Wie schon in Bernburg kassierte der HHB auch gegen Schwerin in der letzten Minute noch zwei Tore. Das Ergebnis mit fünf Toren Differenz fällt somit unterm Strich auch noch zu hoch aus und spiegelt den Spielverlauf nicht wirklich wieder.

 

Trainer Claas Wittenberg wird sich etwas einfallen lassen müssen, um die Burgwedeler Abwehr schnellstmöglich zu stabilisieren. Auch wenn der Angriff des HHB spielerisch noch viel Lust nach oben hat und viele Tore gegen Schwerin aus Einzelaktionen resultierten, ist die Defensive eindeutig die Schwachstelle des HHB. Im Schnitt haben die Spieler um Kapitän Kay Behnke in den 14 Saisonspielen 29,8 Gegentore hinnehmen müssen. Das ist der drittschlechteste Wert der Liga und unterstreicht die aktuellen Probleme des HHB. Wenn sich hier nicht schnell etwas tut, wird man die Abstiegszone zeitnah nicht verlassen können. In den vergangenen Jahren war die Abwehr immer das Prunkstück des HHB. 25 Gegentore sind hier der Wert, an dem sich die Mannschaft messen muss. Das Torhüterduo Mustafa Wendland und Pascal Kinzel treffe dabei noch die wenigste Schuld. Beide spielten gegen Schwerin jeweils eine Hälfte und verhinderten mit einigen Paraden Schlimmeres. Der Umstand, dass der HHB gegen die Stiere über die Außen- und die Kreisposition nur vier Tore erzielen konnte und über die erste Welle so gut wie gar nicht erfolgreich war, kam noch erschwerend hinzu. Die Gäste waren über die Außen 14 Mal erfolgreich und erzielte auch einige Tore per Tempogegenstoß. Dass der HHB-Rückraum gestern einen guten Tag erwischt hatte und 24 der 30 Burgwedeler Tore beisteuern konnte, nutzt da auch nichts. Unterm Strich zählen nur Siege und die fehlen den Burgwedelern aktuell.

 

Schon am kommenden Sonnabend, 8. Dezember 2018, haben die Burgwedeler Spieler die nächste Gelegenheit zu zeigen, dass sie es besser können. Mit dem HC Empor Rostock empfängt der HHB den aktuellen Tabellenführer der 3. Liga Nord. Die Rollen sind verteilt. Der HC Empor ist klarer Favorit, der HHB nur Außenseiter. Alles andere als ein deutlicher Sieg der Gäste wäre eine Überraschung. Die Gastgeber können befreit und ohne Druck aufspielen. Anwurf der Partie HHB gegen HC Empor Rostock ist am Sonnabend um 19 Uhr in der Sporthalle auf der Ramhorst in Burgwedel.

 

HHB: Mustafa Wendland (1.-30. Minute), Pascal Kinzel (30.-60.) - Florian Freitag (10), Christian Hoff (1), Julius Mücke, Marius Kastening (1), Lennart Koch (2), Luca Born, Kay Behnke (6), Nenad Bilbija (8/2), Philip Reinsch und Steffen Dunekacke (2).

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