Wedemark

Radarsystem an der Realschule weckt Interesse in Hannover

[MELLENDORF]

Ein Radarsystem am Schulzentrum Mellendorf stößt auch außerhalb der Wedemark auf Interesse. Bei einem Ortstermin am Campus W informierte sich Hannovers Bildungs- und Kulturdezernentin Eva Bender über das Pilotprojekt, mit dem die Gemeinde seit einigen Wochen einen neuen Ansatz gegen Vandalismus testet.

Hintergrund sind jährliche Schäden durch Vandalismus von rund 130.000 Euro im Schulzentrum Mellendorf. Diese Zahl hat die Verantwortlichen zum Handeln bewegt. Das Radarsystem soll die Sicherheit erhöhen und zugleich den Datenschutz gewährleisten.

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Gemeinsam mit Bürgermeister Helge Zychlinski und dem Ersten Gemeinderat Florian Lübeck schaute sich Eva Bender die Technik direkt im Einsatz an. „Wir erleben hier einen Ansatz, der Sicherheit und Datenschutz konsequent zusammenbringt. Solche Lösungen schauen wir uns in Hannover genauer an und prüfen, ob sie für eigene Liegenschaften geeignet sind“, erklärte Bender nach dem Termin.

Das System am Schulzentrum Mellendorf arbeitet ohne Kamerabilder und ohne Erfassung personenbezogener Daten. Es erkennt ausschließlich Bewegungsmuster im Raum. Menschen, Tiere oder bewegte Objekte wie Äste im Wind werden dabei technisch unterschieden.

Außerhalb der Nutzungszeiten überwacht das System den Schulhof. Wird eine Bewegung erkannt, erfolgt zunächst eine automatische Lautsprecherdurchsage mit dem Hinweis, das Gelände zu verlassen. Bleibt eine Reaktion aus, wird ein Sicherheitsdienst informiert.

„Uns ging es darum, nicht länger nur über Lösungen zu sprechen, sondern sie im Alltag zu testen. Wir wollten es einfach machen.“, erklärte Lübeck. „Erst der praktische Einsatz zeigt, ob eine Technologie wirklich funktioniert und Akzeptanz findet.“

Die bisherigen Erfahrungen fallen nach Angaben der Gemeinde positiv aus. Seit Einführung des Systems wurden deutlich weniger unbefugte Aufenthalte auf dem Gelände registriert. „Die Entwicklung bestätigt unseren Ansatz. Wir sehen einen klaren Rückgang unerlaubter Bewegungen auf dem Schulhof“, so Lübeck weiter. Entscheidend sei die Kombination aus Wirksamkeit und Datenschutz.

Auch Bürgermeister Helge Zychlinski betonte den praktischen Nutzen des Projekts für die kommunale Infrastruktur. Der Schutz öffentlicher Einrichtungen sei eine dauerhafte Aufgabe, bei der neue technische Lösungen helfen könnten.

In der Landeshauptstadt Hannover wird derzeit geprüft, ob und wie vergleichbare Systeme künftig an eigenen Schulen eingesetzt werden können. Damit entwickelt sich das Pilotprojekt am Campus W zu einem Beispiel, das über die Gemeindegrenzen hinaus Beachtung findet. Die Wedemark liefert damit praktische Erkenntnisse für den Umgang mit Vandalismus, Datenschutz und moderner Sicherheitstechnik.

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