Region Hannover

Neuer Entwicklungsplan soll Zukunft des Steinhuder Meeres sichern

[REGION]

Für das Steinhuder Meer liegt der zweite Teil des Seeentwicklungsplans vor. Darin benennen das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser, der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) sowie die Region Hannover konkrete Maßnahmen, um den größten See Niedersachsens langfristig als Naturraum und Erholungsgebiet zu erhalten.

Der Plan baut auf einer 2022 veröffentlichten Bestandsaufnahme auf und formuliert nun Entwicklungsziele sowie Handlungsempfehlungen. Im Mittelpunkt stehen die Verringerung von Nährstoffeinträgen, die Entschlammung des Sees, das Wasserstandsmanagement sowie Maßnahmen an Zuflüssen und Feuchtgebieten.

Hier für den täglichen Newsletter anmelden

Ein Schwerpunkt ist die Reduzierung der Phosphorbelastung. Nach den Berechnungen gelangen derzeit rund 2.000 Kilogramm Phosphor pro Jahr in den See. Langfristig soll dieser Wert auf etwa 520 Kilogramm jährlich sinken. Vorgesehen sind unter anderem eine Einstau-Aue am Winzlarer Grenzgraben, ein Rückhaltebecken am Großenheidorngraben sowie weitere Maßnahmen zur Reinigung von Oberflächenwasser aus Steinhude und Großenheidorn.

Auch die Entschlammung soll fortgesetzt werden. Während derzeit jährlich rund 52.000 bis 64.000 Kubikmeter neuer Schlamm entstehen, wurden in den vergangenen Jahrzehnten durchschnittlich 30.000 bis 40.000 Kubikmeter pro Jahr entfernt. Künftig soll sich die Entnahme an der tatsächlichen Neubildung orientieren, um die Schlammmenge langfristig stabil zu halten.

Darüber hinaus sieht der Plan vor, die Datengrundlage zum Wasserhaushalt des Steinhuder Meeres deutlich zu verbessern. Dafür sollen unter anderem hydrologische Modelle, Grundwasserdaten und Messungen an den Zuflüssen erstellt werden. Der dafür veranschlagte Aufwand liegt bei rund 450.000 Euro.

Die im Plan beschriebenen Maßnahmen dienen zunächst als fachlicher Arbeitsrahmen. Zuständigkeiten sollen nun geklärt, Fördermöglichkeiten geprüft und die einzelnen Projekte schrittweise vorbereitet werden. Genehmigungen und Einzelentscheidungen sind für die Umsetzung weiterhin erforderlich.

Beide Teile des Seeentwicklungsplans sowie weitere Informationen zum Zustand des Steinhuder Meeres sind unter www.hannover.de/entwicklung-steinhuder-meer abrufbar. Im Herbst sollen die Ergebnisse außerdem bei der Naturpark-Konferenz vorgestellt werden.

Download als PDF

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Schaltfläche "Zurück zum Anfang"