Großeinsatz am Hufeisensee möglicherweise durch missverstandene Schwimmbewegung ausgelöst

Nach dem Großeinsatz am Hufeisensee in Isernhagen gibt es einen möglichen Hinweis darauf, dass sich keine Person in einer hilflosen Lage befunden hat. Ein Schwimmer meldete sich während der Suchmaßnahmen bei der Polizei und erklärte, er sei durch den See geschwommen und habe dabei mehrfach zwischen Brust- und Rückenschwimmen gewechselt.
Nach Einschätzung des Mannes könnte eine Armbewegung beim Rückenschwimmen von einem Beobachter als hilfloses Winken wahrgenommen worden sein. Ob es sich bei ihm tatsächlich um die gesuchte Person handelte, blieb nach Angaben der Polizei jedoch offen.
Der Einsatz hatte am Sonnabend, 18. Juli 2026, gegen 9:37 Uhr begonnen. Ein Zeuge hatte eine Person etwa in der Mitte des Hufeisensees beobachtet. Diese soll einen Arm aus dem Wasser gestreckt haben und kurz darauf nicht mehr zu sehen gewesen sein. Daraufhin wurden umfangreiche Suchmaßnahmen eingeleitet.
Polizeikräfte suchten den Ufer- und Seebereich sowie angrenzende Flächen ab. Unterstützt wurden sie unter anderem von einem Polizeihubschrauber, Booten, einem Sonarboot und Tauchern. Neben der Polizei waren 98 Einsatzkräfte verschiedener Feuerwehren sowie Kräfte der DLRG beteiligt. Zudem waren ein Rettungswagen, ein Notarztwagen und ein Notfallseelsorger vor Ort.
Die gesuchte Person wurde trotz der umfangreichen Maßnahmen nicht gefunden. Die Suche wurde gegen 11:55 Uhr beendet. Nach Angaben der Polizei kann nicht ausgeschlossen werden, dass der Schwimmer den See unbemerkt verlassen hatte.
Die Polizei bewertet es positiv, dass Badegäste mögliche Notlagen aufmerksam beobachten und frühzeitig melden. In solchen Situationen sollte die betroffene Person möglichst im Blick behalten und weitere Hilfe organisiert werden. Zugleich warnt die Polizei davor, sich bei eigenen Rettungsversuchen selbst in Gefahr zu bringen.

