Region Hannover richtet Kulturförderung neu aus
Die Region Hannover hat ihre Kulturförderung für den Zeitraum 2027 bis 2029 verlängert und zugleich neu aufgestellt. Insgesamt stehen künftig jährlich rund 955.000 Euro für unterschiedliche Förderbereiche zur Verfügung. Die Regionsversammlung hat die neue Förderkulisse in ihrer Sitzung im Mai einstimmig beschlossen.
Mit den Mitteln sollen unter anderem Chöre, kulturelle Bildungsangebote, Bildende Kunst, Theaterprojekte sowie kulturelle Einrichtungen in Hannover und dem Umland unterstützt werden. Ziel ist es, Kulturinstitutionen, Künstlern und Kulturakteuren mehr finanziellen Spielraum und langfristige Planungssicherheit zu ermöglichen.
„Ich freue mich über das klare Votum der Regionsabgeordneten für die Kulturförderung in der Region Hannover. Damit erhält die durch die Region finanzierte Kulturszene auch in den nächsten drei Jahren verlässliche finanzielle Rahmenbedingungen und die notwendige Planungssicherheit“, betont Kulturdezernentin Isabella Gifhorn. Kulturförderung stärke demokratische Prozesse, eröffne gesellschaftliche Teilhabe und trage zur Demokratiebildung bei.
Neu zugeschnitten wurden insbesondere die Förderbereiche Kulturelle Bildung sowie Bildende Kunst und Kunstvermittlung. Während die Spielplanförderung künftig mit 75.000 Euro ausgestattet wird, fließen zusätzliche Mittel in neue Schwerpunkte. So ersetzt das neue Förderprogramm Bildende Kunst/Kunstvermittlung das bisherige „Tandem Bildende Kunst“ und soll etablierten wie auch jungen Künstlern neue Möglichkeiten eröffnen. Dafür stehen jährlich 55.000 Euro bereit.
Auch die Kulturelle Bildung wird ausgebaut. Die Region Hannover stellt dafür künftig 150.000 Euro pro Jahr zur Verfügung. Gefördert werden Bildungs- und Vermittlungsangebote aus den Bereichen Darstellende Kunst, Musik, Literatur, Soziokultur, Medienkunst, Fotografie, Film und Museumsarbeit. Erstmals sind dabei alle Schulen in der Region Hannover antragsberechtigt.
Die Chorförderung wird von bislang 50.000 auf künftig 75.000 Euro erhöht. Hintergrund ist die weiterhin hohe Nachfrage und die wachsende Zahl neuer Chöre in der Region. Die Mittel sollen unter anderem für Workshops, Probenarbeit, Stimmbildung, Öffentlichkeitsarbeit und notwendige Anschaffungen eingesetzt werden.
Mit jährlich 250.000 Euro bleibt die Institutionelle Förderung der größte Förderbereich. Unterstützt werden kulturelle Einrichtungen und sogenannte „Dritte Orte“, die Begegnung, Austausch und kulturelle Teilhabe ermöglichen. Zu den bislang geförderten Einrichtungen zählen unter anderem die Kulturfabrik Krawatte in Barsinghausen, die Villa Seligmann oder das Theater zwischen den Dörfern in Wennigsen.
Weitere Schwerpunkte liegen auf Theaterpädagogik sowie Kinder- und Jugendtheater. Für theaterpädagogische Projekte stellt die Region jährlich 150.000 Euro bereit. Hinzu kommen jeweils 100.000 Euro für das Junge Schauspiel am Staatstheater Hannover sowie für das Rabattsystem des Theaters für Niedersachsen.
Weitere Informationen zur Kulturförderung und zu den Antragsschlüssen gibt es unter www.hannover.de/kulturfoerderung-der-region.