Freibier, Verdienstnadeln und neue Majestäten: Kleinburgwedel startet ins Schützenfest 2026
Foto: Bastian Kroll
Ein randvolles Festzelt, 250 Gäste und ein Schuss des Vorderladers: Der Schützenverein Kleinburgwedel von 1905 e.V. hat am Samstagabend das Schützenfest 2026 offiziell eröffnet. Um 20:07 Uhr rief der 1. Vorsitzende Nick Bienio in die Runde: „Der Festplatz ist bereit, das Festzelt ist voll — lasst uns fröhlich und harmonisch feiern.“ Den Abend nutzte der Verein nicht nur zur Proklamation der neuen Majestäten und zur Bekanntgabe der Wettbewerbsergebnisse, sondern ehrte auch neun verdiente Mitglieder mit Nadeln des Kreisschützenvereins Burgdorf und des Niedersächsischen Sportschützenverbandes.



Grußworte: Großes Lob für Kleinburgwedel
Unter den rund 250 Gästen befanden sich Bundestagsabgeordneter Dr. Hendrik Hoppenstedt, Burgwedels Bürgermeisterin Ortrud Wendt, Pastor Jens Blume, der Präsident des Kreisschützenverbandes (KSV) Burgdorf, Werner Bösche, Henning Kühl von der Arbeitsgemeinschaft Burgwedeler Schützenvereine sowie Vertreter der Schützenvereine aus Wettmar, Thönse, Engensen, Großburgwedel und Fuhrberg.
Ortrud Wendt lobte den Verein in warmen Worten. Was das Social-Media-Team leiste, sei „richtig großes Kino“ — damit bekomme man Lust aufs Schießen. Ihr Fazit zum Ort: „Kleinburgwedel kann Schützenfest, viel besser als andere.“ Hier werde Zusammenhalt gelebt und — als eigenes Kleinburgwedeler Naturgesetz — auch Freibier ausgeschenkt. „Nick, du kannst stolz sein auf deine Leute hier.“ Pastor Jens Blume erhielt bereits Applaus, bevor er ein Wort gesagt hatte; er wünschte, dass alle das Fest genießen könnten und dabei niemand zu Schaden komme. KSV-Präsident Werner Bösche wünschte ein stimmungsvolles Fest und empfahl mit Blick auf das warme Wetter für den Montag: „ein lockeres Ausdünsten.“
Zusammenhalt in schwerer Zeit
Ortsbürgermeister Lars Wöhler hob in seinem Grußwort hervor, was Kleinburgwedel ausmache: Wenn es darauf ankomme, dann packe das Dorf an — und das sei hier nicht selbstverständlich, sondern Teil der Dorfgemeinschaft. Er verwies dabei auf eine Tragödie, die den Ort zuletzt bewegt hatte — ein Kleinkind war in einem Pool ertrunken —, und überbrachte den Dank der betroffenen Familie für die Unterstützung aus der Nachbarschaft. „Sowas macht einen Ortsbürgermeister einfach stolz.“
Proklamation: Sechs neue Majestäten
Den Höhepunkt des Abends bildete die Proklamation der neuen Majestäten. Wöhler verkündete zunächst die Kinderwettbewerb-Ergebnisse — 19 junge Schützen hatten teilgenommen, und die Kinderkönigin Charlene Rieckenberg (Teiler 26) schieße noch gar nicht so lange im Verein. Hinter ihr platzierten sich Emma Schiermann (T29), Hendrik Ennen (T35) und Johanna Ennen (T44). Die Proklamation der weiteren Majestäten übernahm anschließend Nick Bienio.
Ein besonderer Moment gehörte Philipp Kienast: Nach zahlreichen Versuchen in den Vorjahren gewann er im Wettbewerb um das Junge Volk — mit einem Teiler von 16,0 hauchdünn vor Luisa Gollnau (16,2). Dahinter folgten Paul Jonas Hennigs (T19) und Annemarie Bähre (T25).
Schützenkönig wurde Klaus-Jürgen Seeger (30 Ringe/Teiler 46) vor Denis Bessler (30/76), Kevin Reinecke (30/93) und Sven Glasemann (30/171). Die Schützenkönigin heißt Catharina Bienio (30/34), gefolgt von Dominika Bessler(30/53), Jessica Bartzke (30/55) und Tyra-Joyce Uhlig (30/74).
Beim Bürgerkönig gewann der Ehemann knapp vor der Frau: Sascha Glombik sicherte sich mit Teiler 17 den Titel vor Sonja Glombik (T18). Die weiteren Platzierten: Jessica Bartzke (T19) und Dominika Bessler (T26). Bei den Jungschützen siegte Luca-Marie Schiermann (30/59) vor Johanna Rüter (30/62), Paul Jonas Hennigs (30/63) und Ebba Rüter (30/76).
Im Rahmen des Kommersabends erhielt Paul Jonas Hennigs außerdem seine Kette als Stadtjuniorenkönig — überreicht von Henning Kühl und Bürgermeisterin Ortrud Wendt.
Neun Ehrungen durch KSV und NSSV
KSV-Präsident Werner Bösche ehrte insgesamt neun Mitglieder des Vereins. Die höchste der verliehenen Auszeichnungen, die Verdienstnadel in Silber des Niedersächsischen Sportschützenverbandes (NSSV), ging an Eva Schiermann. Mit der Verdienstnadel in Bronze des NSSV wurden Lisa Speckmann und Marion Follmann ausgezeichnet. Die Ehrennadel in Bronze des Kreisschützenvereins Burgdorf erhielten Iwona Wöhler, Nicole Oldhafer, Sven Glasemann, Jonathan Stöckmann, Patrick Gawens und Marco Heller.
Wettbewerbsergebnisse
Die Ergebnisse der Sonderwettbewerbe wurden ebenfalls beim Kommersabend bekanntgegeben. Den Dorfpokal gewann das Team „Schneewitchens Team“ (SV Kleinburgwedel) mit 399 Ringen vor den „Flintenweibern I“ (396 Ringe). Zur Siegermannschaft gehörten Kerstin Sonnefeld (100 Ringe), Inga Sonnefeld (100), Luca Schiermann(100), Walter Sonnefeld (99) sowie als Ersatz Erik Sonnefeld (95).
Den Behnke-Pokal gewann Kevin Reinecke mit 10,8 Teilern. Dahinter folgten Sarah Körnig (38,9), Denis Lohmann (42,4), Luca Marie Schiermann (47,0), Johanna Rüter (58,8), Nick Bienio (62,0), Dominika Bessler (63,6) und Paul Jonas Hennigs auf Platz 8.
Beim Niedersachsenpferd, bei dem fünf Schüsse gewertet werden, setzte sich Inga Sonnefeld durch, vor Wolfgang Schiermann (2.). Die Plätze 3 bis 5 belegten gleichwertig Hayden Reinecke, Philipp Kisnast und Fabian Seeger.
Die Festscheibe gewann Stella Schünemann-Heller mit 12,0 Teilern vor Heiko Rosenhagen (17,0), Klaus-Jürgen Seeger (18,6), Denis Bessler (18,7) und Isabella Ocker (24,7).
Den Fairnesspokal gewann das Team Rosenhagen Metallbau mit Mirko Redlich, Heiko Rosenhagen, Peter Wetzel, Marcel Schude und als Ersatz Kerill Ustimenko.
Nick Bienio schloss den Abend mit einem Dank an alle Sponsoren, die geholfen hätten, „ein solches Fest einfacher zu gestalten“ — und ließ DJ Kai die Nacht übernehmen.















































