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Freitag, 02.07.2021 - 16:50 Uhr

Sicherheitsmerkmale der Euro Scheine

Wie unterscheidet man Echtgeld von Falschgeld?

Aufn.:

REGION

Umgangssprachlich auch "Blüten" genannt, gibt es im europäischen Zahlungsraum nach wie vor Falschgeld, das im Umlauf ist. Zwar sind die Zahlen rückläufig, aber dennoch werden immer wieder gefälschte Scheine und Münzen in Umlauf gebracht. Aber wie kann man denn nun Falschgeld von Echtgeld unterscheiden? Fest steht: Nur wer echtes Geld und dessen Merkmale gut kennt, kann auch Falschgeld erkennen. Und: Man muss auch kein Experte sein um die wichtigsten Sicherheitsmerkmale von Bargeld zu erkennen. Mit ein paar Opens external link in new windoweinfachen Tricks weiß man genau, ob man eine "Blüte" oder Echtgeld in Händen hält.

 

2020 wurden 460 000 gefälschte Euro-Banknoten aus dem Verkehr gezogen. Das sind so wenige wie nie zuvor. Bei ungefähr zwei Drittel der Fälschungen handelte es sich um Banknoten von € 20 und € 50. So sind die Euro-Banknoten mehr denn je ein verlässliches und sicheres Zahlungsmittel.

 

Wahrscheinlichkeit

Es ist sehr unwahrscheinlich, dass man eine gefälschte Banknote in Händen hält. Im Vergleich zu den über 25 Milliarden umlaufenden Euro-Banknoten ist die Zahl der Falschnoten äußerst niedrig und somit auch die Wahrscheinlichkeit, dass man eine solche in der Brieftasche hat. Die rückläufigen Zahlen für die Fälschungen lassen sich auf die immer besseren Sicherheitsmerkmale von Banknoten zurückführen. Ein weiterer Punkt ist, dass sehr viel im Zahlungsverkehr mittlerweile online abgewickelt wird und das physische Geld nicht mehr den gleichen Stellenwert hat, den es einmal hatte.

 

Auch die Digitalisierung von unserem Geld schreitet stetig voran. Es gibt die "Wallet" App, die wie eine digitale Brieftasche funktioniert und man kann mittels Fingerabdruck Überweisungen tätigen. Andererseits kann man aber beispielsweise in Opens external link in new windowOnline Casinos Echtgeld setzen und Kryptowährungen werden zwar immer beliebter sind selbst im Internet nicht überall als Währung vertreten. So ist das Verhältnis vom analogen zum digitalen Geld immer wieder Schwankungen unterworfen. Eines steht aber fest: Geld regiert die Welt. Und die Einsatzmöglichkeiten auch digitaler Zahlungsmittels werden immer umfassender und komplexer.

 

Fühlen – Sehen – Kippen

Im digitalen Bereich gibt es zahlreiche Maßnahmen, um Zahlungen und Geldtransaktionen sicher zu machen. Die Euro Banknoten sind auch fälschungssicher und mit wenigen Tricks kann man ganz einfach erkennen, ob es sich um "Blüten" oder Echtgeld handelt: "Fühlen-Sehen-Kippen". Viele Geldfälscher gehen meist sehr laienhaft vor und geben sich nicht sehr viel Mühe beim Fälschen. Nur wenige schaffen eine sehr professionelle Nachahmung, denn die vielen kleinen Echtheitsmerkmale machen das Fälschen relativ aufwändig und schwierig.

 

Fühlen

Echtes Banknotenpapier besteht zu 90% aus Baumwolle und hat so eine ganz besondere Haptik. Es fühlt sich fest und griffig an. Es ist außerdem sehr viel reißfester und auch ein bisschen weicher als ein normales Papier. Auf der Vorderseite gibt es an einigen Stellen ein fühlbares Relief. Bei Euro Scheinen der ersten Generation sind es die Abkürzungen "BCE ECB EZB EKT EKP" die für die Europäische Zentralbank stehen. Zu finden sind diese Zeichen am oberen Rand. Die neue Europa-Geldschein Serie hat einen erweiterten Schriftzug "BCE ECB E?? EZB EKP EKT EKB B?E EBC" an der linken Seite. Ebenfalls ertasten kann man die erhöhten kurzen Linien am rechten und linken Rand. Mit diesen einfachen Tricks erkennt man Fälschungen anhand der Haptik also schon sehr leicht.

 

Sehen

Bei der "Sichtkontrolle" der Geldscheine ist es immer wichtig, dass man die Banknote gegen das Licht hält. Dann kann man die Sicherheitsmerkmale ganz einfach überprüfen. Die "Europa" – eine Heldin aus der griechischen Mythologie – kann man auf jedem Euro Schein sehen. Es ist ein Schattenbild mit entsprechender Wertzahl. Bei der ersten Euro-Serie sieht man das Motiv in Umrissen inklusive der Wertzahl. Ein weiteres sichtbares Zeichen ist der Sicherheitsfaden. Dieser erscheint als dunkler Streifen, wenn man den Euro-Schein gegen das Licht hält. Auf diesem Sicherheitsfaden wird das Wort Euro inklusive der Wertzahl sichtbar. Ab 20-Euro Scheinen aufwärts gibt es außerdem das Porträt-Fenster. Dieses befindet sich im oberen Bereich des Hologrammstreifens und in einem durchsichtigen Fenster sieht man das Gesicht der "Europa".

 

Kippen

Beim Kippen der Euro-Scheine macht auch ein Hologramm das Fälschen sehr schwierig. Bei Banknoten der Europa-Serie zeigt der silberne Streifen auf der Vorderseite rechts das Porträt der mythologischen Gestalt "Europa", das €-Symbol, das Hauptmotiv des Scheins und die Wertzahl der Banknote. Diesen optischen Kipp-Effekt nennt man Opens external link in new windowHologramm. Die 100- und 200-Euro-Scheine haben noch einen zusätzlichen Schutz: das "Satelliten-Hologramm" rechts oben auf der Vorderseite. Wenn man den Schein neigt, bewegen sich kleine Euro-Symbole um die Wertzahl.

 

Ein weiterer Effekt, den man auch beim Kippen sieht, ist die Smaragdzahl: Dieses Sicherheitsmerkmal besitzen die Scheine der Europa-Serie links unten. Wenn man die Banknote kippt, verändert sich die Farbe. Ein heller schimmernder Balken wandert auf- beziehungsweise abwärts. Genau diese Smaragdzahl und das Porträt-Fenster der neuen Euro-Serie machen es Fälschern fast unmöglich, den Euro Schein professionell zu fälschen.

 

Auch Lupe oder UV-Licht helfen bei der Geldschein-Analyse. In die Euro-Geldscheine wurden auch Fasern eingearbeitet, die unter UV-Licht leuchten.

 

Gefälschte Münzen

Man könnte meinen, auf Grund des geringen Wertes der Münzen zahlt sich eine Fälschung nicht aus. Dennoch werden jährlich um die 40.000 gefälschte Münzen aus dem Verkehr gezogen. Hier erkennt man den Unterschied zum Echtgeld meist in einer abweichenden Farbtönung. Echte Euro-Münzen sind außerdem leicht magnetisch, sprich, man kann sie auch leicht wieder vom Magneten ablösen. Fälschungen hingegen sind gar nicht magnetisch oder kleben so fest am Magneten, dass man sie kaum mehr wegbekommt. Auch die Prägung und das Münzbild sind bei echten Münzen klar und eindeutig. Fälschungen wirken dagegen oft schwammig und haben Unebenheiten.

 

Richtig handeln im Fall des Falles

Sollte der eher unwahrscheinliche Fall auftreten, dass man tatsächlich Falschgeld in seinem Portmonee findet, sollte man dies umgehend Opens external link in new windowder Polizei übergeben. Bei Unsicherheit ob es sich tatsächlich um "Blüten" handelt, hilft auch jedes Geldinstitut sehr gerne weiter. Keinesfalls darf man Falschgeld weiter verwenden und damit bezahlen. Man macht sich hierbei strafbar und bei Verstößen sind Geldstrafen in Höhe von 100.000 Euro oder Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren möglich. Leider gibt es für das eingezogene Geld dann auch keinen Ersatz von der Opens external link in new windowEuropäischen Zentralbank. Deshalb sollte man immer schon beim Entgegennehmen von Geld auf die Sicherheitsmerkmale achten.