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Mittwoch, 26.05.2021 - 08:47 Uhr

Selbstgebautes Hochbeet – eine besondere Geschenkidee

REGION

Blumen verschenken war einmal. Wie wäre es stattdessen mit einem ganzen Beet? Ob nun als Aufmerksamkeit zwischendurch oder als Geschenk zum nächsten Muttertag: Hochbeete sind eine interessante Geschenkidee. Sie bringen auf kleinem Raum große Ernteerfolge. Das auch in Gärten mit schlechtem Boden, denn sie sind vor Schädlingen geschützt und werden mit qualitativer Erde befüllt. Zum Unkrautjäten muss man sich dank ihrer Bauform kaum noch bücken und auch der Nachhaltigkeit machen sie alle Ehre. Organische Abfälle lassen sich in ihren wärmespeichernden Lagen prima verwerten. Nicht nur für den Garten, sondern auch für den Balkon eignet sich die beliebte Beetform.

 

Hochbeet verschenken – diese Möglichkeiten gibt es

In der Coronakrise hat der Garten als persönlicher Rückzugs- und Beschäftigungsort zuletzt noch einmal an Bedeutung gewonnen. Umso beliebter sind Hochbeete geworden, denn mit ihnen lässt sich das ganze Jahr über hervorragend gärtnern. Hochbeete gibt es in jeder nur erdenklicher Form. Neben Holz und Kunststoff eignen sich zum Beispiel auch Steine oder Mischungen aus allen dreien als Ausgangsmaterialien. Welche Form am besten geeignet ist, hängt vom geplanten Standort ab. Für Balkone baut man am besten Kästen aus Kunststoff oder Holz, die anschließend mit den für das Hochbeet typischen Lagen befüllt werden. Abhängig vom Material legt man sich vor dem Bauen am besten einen passenden Kleber zu. Verbindungen zwischen verschiedenen Materialen halten verstärkt durch Klebstoff beispielsweise besser. Die mit beliebtesten Formen des Hochbeets sind Modelle aus Holz und Klinkersteinen, weil sie optisch Akzente setzen. Ist die Entscheidung dafür gefallen und ein geeigneter Platz gewählt, brauchen Heimwerker

  • Kies oder Schotter für das Fundament
  • Mauerwerkssperren, damit aus dem Boden keine Feuchtigkeit ins Mauerwerk steigt.
  • Klinker oder Pflastersteine
  • Noppenfolien für die Innenwandverkleidung
  • Bodengitter wie Maulwurfsperren zum Schutz vor Schädlingen
  • organisches Füllmaterial im Sinne kompostierbarer Gartenabfälle, nährstoffreicher Erde sowie ausreichender Holz- und Rasenschnitt-Abfälle

Geschenk-Tipp: Wer zusätzlich zum fertig gebauten Beet gemeinsame Zeit verschenken möchte, kann die Konstruktion gemeinsam mit dem Empfänger bepflanzen.

 

Vorbereitung ist alles

Die Vorbereitung eines Hochbeets beginnt bei der Standortwahl. Idealerweise werden Hochbeete als lange Rechtecke angelegt, deren Längsachse in Nord-Süd-Ausrichtung auf Freiflächen liegt. Ein gleichmäßig ebener und zugleich durchlässiger Untergrund aus lockerer Erde. Das Fundament bereitet man vor, indem man einen kleinen Graben mit einer Tiefe von etwa 20 und einer Breite von rund 10 Zentimetern auskoffert und mit einigen Zentimetern Schotter befüllt. Anschließend gibt man Gartenbaubeton hinein und legt eine erste Pflasterbahn darauf, damit das Hochbeet wirklich standhaft ist. Eine zusätzlich eingebrachte Mauerwerkssperre kann nicht schaden. Gegebenenfalls befestigt man die Folie mit Kunststoff-Spezialkleber an der ersten Pflasterbahn. Neben der Vorbereitung des Fundaments kümmert man sich vorab am besten darum, die nötigen Füllstoffe zu beschaffen. Der Aufbau besteht aus

  • Kaninchendraht in der ersten Schicht
  • Äste und Zweigen in der zweiten Schicht
  • Gras und Gehäckseltem in der dritten Schicht
  • Laub in der vierten Schicht
  • Kompost in der fünften Schicht
  • einer letzten Schicht aus hochwertiger Gartenerde

 

Welcher Pflanzplan?

Die falsche Bepflanzung zählt zu den häufigsten Fehlern beim Anlegen von Hochbeeten. Deshalb sollte beim Verschenken nicht nur das Vorbereiten, Mauern und Befüllen, sondern auch der Pflanzplan durchdacht werden. Nach Empfehlung sollten speziell im ersten Jahr, aber auch später nicht wahllos Gemüse-Sorten und Blumen angepflanzt werden. Da verschiedene Pflanzen verschiedene Nährstoffe bevorzugen, achtet man am besten auf eine ausgewogene Auswahl. Unmittelbar nach dem Bau des Beets sind genügend Nährstoffe in der Erde. Im Laufe der Zeit nimmt der Nährstoffgehalt allerdings sukzessive ab. Relevant ist bei der Entscheidung für einen Pflanzplan vor allem die Unterscheidung zwischen Stark-, Mittel- und Schwachzehrern. Unmittelbar benachbarte Pflanzen sollten nicht dieselben Nährstoffe aus der Erde ziehen, damit das Beet nicht auslaugt. Zum Beispiel vertragen sich

  • Zwiebeln hervorragend mit Erdbeeren, Gurken, Möhren und Roter Bete.
  • Kartoffeln bestens mit Spinat und Kohlrabi.
  • Bohnen ideal mit Radieschen und Salaten.
  • Sellerie-Stauden optimal mit Kohl, Tomaten und Lauch.

Auch die Jahreszeit spielt beim Bepflanzen eine Rolle. Im Mai lassen sich beispielsweise gut Auberginen, Paprika, Tomaten und Zucchini anpflanzen. Im Juni folgen Karotten, Brokkoli, Blumenkohl und Kohlrabi. Herbstsalate und Grünkohl warten bis August und im September werden Sellerie und Rucola gepflanzt. Vorsicht: Aufgrund des Nährstoffgehalts empfiehlt es sich, den gesamten Inhalt des Hochbeets regelmäßig zu erneuern. Spätestens alle sieben Jahre raten Experten zum Austausch sämtlicher Lagen.