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Sehnde
Montag, 28.12.2020 - 12:01 Uhr

Karl-Heinz Kracht geht nach 50 Jahren "im Dienste der Iltener" in Rente

Karl-Heinz Kracht war am Heiligen Abend zum letzten Mal "Gastgeber" in Ilten.Aufn.:

ILTEN

Am Heiligen Abend hatte er seinen letzten Arbeitstag "auf der Tanke" in Ilten: Karl-Heinz Kracht ging nach mehr als 20 Jahren im Verkaufsraum der HEM-Tankstelle an der Sehnder Strasse in den mehr als verdienten Ruhestand.

 

Seit Januar 1999 trat er regelmäßig die Frühschicht um 3.30 Uhr an und verkaufte im Betrieb seiner Tochter und seines Schwiegersohnes nicht nur Benzin, Diesel, Kaffee und Brötchen. Karl-Heinz Kracht war auch der erste Gesprächspartner des Tages für zahllose Kundinnen und Kunden, die frühmorgens auf dem Weg zur Arbeit einen ersten "Boxenstop" einlegten. An seinem Tresen trafen sich Iltens Handwerker und tauschten sich über die anstehenden Aufträge aus. "Kalle" kannte sie alle.

 

Er wurde geschätzt, weil er den meisten Gästen nicht als Tankwart, sondern noch als Inhaber und exzellenter Koch des Hotels "Hubertus" in Erinnerung war.

 

Das "Hubertus" war sein Lebenswerk. Von 1970 an betrieb er das Gasthaus, das er von seinem "Stiefgroßvater" Adam Katzmann übernommen hatte, mehr als 25 Jahre lang mit seiner Frau Ilse. Im Hubertus und später auch in der "Tanke" war er ein perfekter Gastgeber, urteilen viele Iltener. Statt eines Rumpsteaks fand sich ein "Steak à la Chateaubriand" auf der Karte des Restaurants Hubertus. Statt einer Currywurst bereitete Kracht lieber einen "Toast Orientalischer Art" für Gäste mit einem etwas schmaleren Budget zu. Sogar im Verkaufsraum der Tankstelle führte er eine gewisse Kultur ein und ignorierte Kunden auch schon einmal, wenn sie nicht den Anstand besaßen, beim Bezahlen de Tankinhaltes wenigstens einen Guten Morgen zu wünschen.

 

Als Rentner wird er nun gemeinsam mit seiner Frau Ilse seinen Hobbys nachgehen können. Das Angeln ist seit Jahrzehnten eine Passion. Und das Kochen bereitet ihm und seinen Gästen nach wie vor große Freude. Und sollte die Langeweile den "Öpi" allzu sehr plagen, ist er weiterhin gern gesehen als Aushilfe "auf der Tanke", verriet Tochter Melanie.

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