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Wedemark
Dienstag, 08.09.2020 - 18:07 Uhr

Anwohner sammeln Unterschriften gegen geplante Bebauung im Bereich Wietze-Aue

BISSENDORF-WIETZE

Gegen den geplanten Bau von zwei Mehrparteienhäusern mit jeweils vier Wohneinheiten regen sich massive Widerstände der Anwohner aus Bissendorf-Wietze im Bereich Wietze-Aue, da die Geschosshöhen der geplanten Gebäude zwei beziehungsweise zweieinhalb Geschosse betragen.

 

"Weiterhin ist eine extreme Verdichtung durch Zufahrt und 12 Parkplätze geplant und wie so üblich, sollen natürlich eine Menge Bäume (geplant 16 an der Zahl) der zukünftigen Bebauung zum Opfer fallen", wie die Anwohner mitteilen. 116 Anwohner haben sich in einer Unterschriftenliste gegen das Vorhaben positioniert. "Aus einer Siedlung, welche vorwiegend durch Einfamilienhäuser und Eigennutzern geprägt ist, entsteht nicht zuletzt durch die jetzt geplante Bebauung an der Wietze-Aue immer mehr ein Bebauungsgebiet für Renditeobjekte von Baumogulen. Selbst der Ortsrat wurde erst auf Nachfrage durch die Verwaltung informiert", ärgern sie sich in einer Pressemitteilung.

 

"Nachdem durch einen direkt angrenzenden Nachbarn die geplante Bebauung bekannt geworden war, wurde der Ortsbürgermeister darüber informiert. Der Ortsrat wurde von der Gemeinde nicht über dieses Bauvorhaben informiert, obwohl das so üblich ist. Daraufhin passierte, trotz der Vereinbarung, dass Informationen bei der Gemeinde eingeholt werden sollten, in der Zeit vom 6. bis zum 13. Juli 2020 erst einmal nichts. Erst nach Information des gesamten Ortsrates und Erinnerung an den Ortsbürgermeister konnte dieser am 15. Juli 2020 einen Gesprächstermin mit der Gemeinde Wedemark, Herrn Holger Zorn, Leitung Team Bauplanung und Bauaufsicht, für den 21. Juli 2020 vereinbaren. Dieses Gespräch fand am 21. Juli 2020 in den Räumen der Gemeinde Wedemark mit einigen Mitgliedern des Ortsrates Bissendorf-Wietze statt, da die Teilnehmerzahl aufgrund von Corona-Regelungen auf eine begrenzte Personenzahl festgelegt wurde. Aufgrund der Festsetzung der Teilnehmer durch den Ortsbürgermeister ergab sich folgender Teilnehmerkreis: Daniel Leide, Lydia Bock, Dr. Jochen Wilkens (CDU, 100%), Ronald Fischer (SPD, 100%), Claudia Maibom (BIGW zu 50%) vertreten. Bernd Schützendübel (BIGW) und Angela Klingrad (Grüne) sollten laut Aussage des Ortsbürgermeisters über die Inhalte des Gesprächs informiert werden. Aufgrund dieses Termins wurde von der Gemeinde Wedemark und Susanne Brakelmann, Vorsitzende Ausschuss Bauen und Planen, gegenüber Anfragen mitgeteilt, dass das Bauvorhaben dem Ortsrat intensiv erörtert worden sei und Ortsbegehungen stattgefunden hätten. Das lässt Außenstehende vermuten, dass der Ortsrat in diesen Belangen intensiv beteiligt worden war, was nicht der Fall ist. Von Seiten des Ortsrats ist nach diesem Termin nichts passiert", beschreiben die Anwohner das bisherige Vorgehen.

 

Die direkten Nachbarn des Grundstücks Wietze-Aue 31b, 33 und Anwohner im Bereich der Wietze-Aue wehren sich nun mittels Unterschriftenaktion gegen die betreffende Bebauung. Ein Gespräch zwischen Anliegern und dem Investor, welches auf Empfehlung der Gemeinde Wedemark geführt wurde, "brachte wie erwartet keine Einigung, da hier Rendite im Vordergrund steht", so die Anwohner.

 

Diese betonen, dass "eine Bauleitplanung für den nördlichen Bereich der Burgwedeler Straße, analog der Bebauungspläne für die Gebiete Natelsheideweg/Am Wietzestrand/Bussardweg, die weitere Verdichtung/Zersiedlung des Gebietes, die bereits in der jüngeren Vergangenheit rasant Fahrt aufgenommen hat, verhindern" könne.

 

Die Anwohner wünschen sich in dieser Angelegenheit mehr Unterstützung des Ortsrates und der Gemeinde Wedemark.

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