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Freitag, 20.03.2020 - 14:28 Uhr

Wolf wird zu einer steigenden Gefahr für Tierhalter in der Region Hannover

Schäfer Michael Kage, Landwirt Harmut Scholz und Oliver Brandt (von links).Aufn.:

OBERSHAGEN/REGION

Der Abgeordnete Oliver Brandt, stllvertretender Fraktionsvorsitzender der CDU-Fraktion in der Regionsversammlung, hatte jüngst zu einem Ortstermin in Obershagen eingeladen, um sich darüber zu informieren, wie sich die aktuelle Situation mit dem Wolf im nördlichen Gebiet der Region Hannover darstellt. Bei diesem Vor-Ort-Gespräch waren CDU Regions- und Ortsratsabgeordnete, der Schäfer Michael Kage, Hans-Otto Thiele (Vorsitzender Jägerschaft), Eckhard Baars (Kreisjägermeister) weitere Gäste sowie Umwelt-Dezernentin Christine Karasch mit dabei. Kernthema des Termins war die Frage, wie Nutztierhalter ihre Tiere effektiv vor Wölfen schützen können.

 

Aus Sicht des Obershagener Schafszüchters Kage sei vor allem die Anschaffungen von Herdenschutzhunden sinnvoll. Kage hat sich zum Schutz vor Wölfen sechs Pyrenäenberghunde, die seiner Erfahrung am besten vor Wölfen schützen, zugelegt.

 

"Der Wolf wird zu einer steigenden Gefahr für Tierhalter in der Region Hannover. Bisher wurden rund 80 Nutztiere in der Region Hannover gerissen und ich gehe davon aus, dass diese Zahl noch deutlich steigen wird. Deshalb halte ich die Anschaffung von Herdenschutzhunden zum Schutz der Nutztiere für absolut sinnvoll und vorbildhaft", so der Abgeordnete Oliver Brandt.

 

Die Kosten für einen ausgebildeten Herdenschutzhund liegen bei knapp 5.000 Euro. Der Niedersächsische Landesbetrieb für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) unterstützt die Anschaffung eines solchen zertifizierten Hundes mit einem 80-prozentigen Zuschuss. "Es ist richtig, dass der Kauf eines solchen Hundes von staatlicher Seite gefördert wird. Leider ist diese Förderung noch immer sehr bürokratisch, das sollte einfacher gemacht werden. Der Schutz vor dem Wolf hat höchste Priorität, also sollte das Geld für erfolgreiche Schutzmaßnahmen schnell und einfach fließen", so Brandt.

 

Des Weiteren regt Brandt an, die maximale Anzahl von Wölfen für einen bestimmten Bereich festzulegen. "Eine Begrenzung der Wölfe wird sicherlich dazu beitragen, dass die Akzeptanz für den Wolf in der Bevölkerung steigt. Wir sollten nicht warten, bis die Emotionen in der Bevölkerung hochkochen", so Brandt abschließend.

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