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Sonnabend, 25.01.2020 - 18:53 Uhr

Feuerwehrkräfte ziehen weg: Ortsfeuerwehr Steinwedel fordert mehr Wohnraum

Weniger Hilfe bei Veranstaltungen im Ort

Ortsbrandmeister Kai Böttcher (links) und sein Stellvertreter Stefan Ringel (rechts) zusammen mit den Beförderten.Aufn.:

STEINWEDEL

"Die Aktiven müssen sich auch mal zwischendurch erholen können", betonte Steinwedels Ortsbrandmeister Kai Böttcher am gestrigen Freitag, 24. Januar 2020, während der Jahreshauptversammlung und kündigte damit an, dass die Feuerwehrmitglieder in Zukunft nicht mehr "auf allen Hochzeiten tanzen würden". Die Einsätze wie auch der Ausbildungs- und Übungsdienst, immerhin seien 4582 Stunden von den 38 aktiven Mitgliedern geleistet worden, würden die Feuerwehrkräfte schon einiges abfordern, so dass die Unterstützung im Ort nun reduziert werde. Worte, die Ortsbürgermeister Jens Utermann sicherlich nicht gerne hörte. Unter den rund 60 Gästen waren zudem der stellvertretende Stadtbrandmeister Heinz-Georg Montag, Brandschutzabschnittsleiter Detlef Hilgert, Michael Grossmann, Leiter des Fachdienstes Ordnung, sowie Ehrenortsbrandmeister Georg Wilhelm Buchholz. Zudem waren Abordnungen der Ortsfeuerwehren aus Lehrte, Aligse, Kolshorn und Immensen wie auch der Partnerfeuerwehr aus Sondheim, deren Partnerschaft in diesem Jahr 40 Jahr alt wird, gekommen.

 

Insgesamt hatte die Ortsfeuerwehr, die zudem aus 16 Mitgliedern in der Jugendfeuerwehr, 12 Mitgliedern in der der Kinderfeuerwehr, 16 Alterskameraden und 145 Förderern besteht, 8035 Stunden im vergangenen Jahr ehrenamtlich geleistet, wie der Ortsbrandmeister in seinem Jahresbericht bekannt gab.

 

51 Einsätze waren zu verzeichnen, darunter 13 Einsätze, die der überörtlichen Löschhilfe galten. Er erinnerte an den mehrstündigen Einsatz, als Hund "Bärchen", der in einem Loch feststeckte, gerettet wurde, aber auch an den Kornfeldbrand südlich von Burgdorf oder aber fünf Unwettereinsätzen.

 

Die Mitglieder der Ortsfeuerwehr konnten zudem im vergangenen Jahr mit Hilfe der Unterstützung des Fördervereins an einer Realbrandausbildung teilnehmen, wofür der Ortsbrandmeister den Unterstützern besonders dankte.

 

Die Ausbildung beschäftigte sich aber auch mit dem Schwerpunkt Wald- und Flächenbrände sowie gemeinsamen Diensten im Zugverband mit der Ortsfeuerwehr Aligse, mit denen die Steinwedeler im vergangenen Jahr 18 Mal gemeinsam ausrückten. In der Kita, der Grundschule wie auch am Gymnasium Lehrte wurde eine Brandschutzerziehung durchgeführt.

 

Deutliche Worte richtet der Ortsbrandmeister schlussendlich auch an Stadt- und Ortsrat, mehr Wohnraum im Ort zu schaffen und ein Neubaugebiet voran zu treiben. Zwar sei mit 38 aktiven in diesem Jahr die Zahl der Aktiven konstant geblieben, doch "wir haben auch schon vier bis fünf Aktive verloren, weil sie vor Ort keinen Wohnraum gefunden haben", so Böttcher, der die Unterstützung der Politik einforderte.

 

An elf Einsatzkräfte konnten neue Dienstgrade verliehen werden: So wurden Oliver Wrede, Maik Thiemroth und Sebastian Peter zum Feuerwehrmann und Kerstin Grosse zur Feuerwehrfrau ernannt. Den Dienstgrad Oberfeuerwehrmann erhielten Silas Wehrmann, Jonas Grosse und Arndt Lahmann. Hauptfeuerwehrmann darf sich nun Adriano Fraterrigo nennen. Erster Hauptfeuerwehrmann ist nun Andre Lück. Zum Hauptlöschmeister wurden Stefan Ringel und Felix Ranft ernannt. 

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