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Region Hannover
Donnerstag, 19.09.2019 - 18:51 Uhr

Forum Brennstoffzelle der Regions SPD: "Wasserstoff - Treibstoff für die Verkehrswende?"

REGION

Das am 18. September 2019 auf Einladung der SPD-Regionsfraktion Hannover durchgeführte Forum "war ein voller Erfolg", so die Sozialdemokraten. Vor 100 Teilnehmerinnen und Teilnehmern wurde mit hochkarätigen Fachleuten engagiert und lebhaft über die Zukunft der Mobilität diskutiert. Eine der Fragestellungen war dabei: "Sind die zukünftigen Antriebsysteme von Pkw, Bus und Bahn elektrisch?".

 

In städtischen Bereich wird die E-Mobilität mittelfristig deutlich ansteigen. Das betrifft sowohl den motorisierten Individualverkehr, wie auch den ÖPNV. Aber wie steht es mit der Versorgung des ländlichen Raumes und generell für Langstrecken? Ist dafür der Antrieb mit Wasserstoff angetriebener Brennstoffzelle die Lösung?

 

Neben Prof. Dr. Hanke-Rauschenbach von der Uni Hannover stellten Jens Asmuth, ja-Gastechnology GmbH aus Burgwedel, Ferry Franz, Toyota Berlin, Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, und Elke van Zadel, regiobus/ÜSTRA, ihre Vorstellungen dazu vor.

 

Wasserstoff als Konkurrenz zur Batterie und zu synthetischen Kraftstoffen? Der Antrieb mit einer Brennstoffzelle ermöglicht weitere Fahrten zwischen 500 bis 700 Kilometer und schnelleres Tanken in drei bis fünf Minuten. Wegen des geringeren Gewichtes, wäre eine Ausstattung für Bus und Bahn sowie LKWs auch attraktiver als reine Batterien. Es gebe jedoch viel zu tun: die Fahrzeuge müssten deutlich günstiger in der Anschaffung werden. Zurzeit sind auch die Baukosten der Wasserstofftankstellen extrem hoch. Regiobus setzt zurzeit im städtischen Bereich auf Elektrobusse, werde aber auch einen "Wasserstoff-Bus" zu Erprobungszwecken demnächst einführen. Bei der ÜSTRA kommt - neben Elektrobussen - auch ein Hybridbus zum Einsatz.

 

Bund und Länder haben die Zeichen der Zeit erkannt und entwickeln auf allen Ebenen entsprechende Förderprogramme. Diese finanzielle Unterstützung ist unumgänglich für eine zügige Weiterentwicklung der Brennstofftechnologie.

 

Fazit:

Es gab eine hohe Akzeptanz für "Wasserstoffautos" bei den teilnehmenden Expertinnen und Experten sowie dem Publikum. Neue mutige Projekte müssten in der Region angegangen werden, um die Verkehrswende auch mit Wasserstoff und Elektromobilität zu fördern. Auf die Bundesebene müsse dahingehend eingewirkt werden, dass Steuern und Umlagen (EEG), für mit regenerativ angetriebene Fahrzeuge gesenkt beziheungsweise abgeschafft werden. Alle Teilnehmenden hatten deutlich gemacht, dass ohne deutliche finanzielle Förderung der verstärkte Einsatz von E-Mobilität und Brennstoffzellen nur schwer möglich werde und das mittelfristige Ziel, einer deutliche CO2-Reduzierung, nicht umsetzbar sei.

 

Als ein erstes konkretes Resultat der Veranstaltung hat die SPD-Regionsfraktion einen Besuch bei der JA-Gastechnology GmbH in Burgwedel verabredet, um sich weiter zu informieren.

 

"Die SPD-Regionsfraktion wird sich dafür einsetzen, dass dieses Antriebssystem zukünftig deutlich mehr zum Einsatz kommen kann als jetzt", so die Fraktionsvorsitzende Silke Gardlo.

 

"Wir sehen das als wichtigen Baustein, um unserem Ziel einer klimaneutralen Region Hannover einen Schritt näher zu kommen", sagte der umwelt- und klimapolitische Sprecher der SPD-Regionsfraktion, Peter Heberlein, abschließend.

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