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Uetze
Freitag, 21.06.2019 - 16:02 Uhr

Eichenprozessionsspinner in der Gemeinde Uetze

Aufn.:

UETZE

Seit Anfang Juni dieses Jahres wird in der Gemeinde Uetze vermehrt der Befall von Bäumen mit den Raupen eines besonderen Schmetterlings, des sogenannten Eichenprozessionsspinners (EPS), festgestellt. Die Haare der Raupen enthalten ein Nesselgift, welches bei Hautkontakt oder beim Einatmen physische Reaktionen bis hin zu heftigen allergischen Symptomen auslösen kann. Bis zum Zeitpunkt der Verpuppung Ende Juni/Anfang Juli bilden die Raupen Haare aus, welche auch danach noch im Boden und in der Umgebung gefährlich sein können.

 

Wie erkenne ich den EPS?

Oft wird der EPS mit der Gespinstmotte verwechselt, die jedoch harmlos ist. Die Gespinstmotte besiedelt vor allem Hecken und Sträucher und hüllt sie zu großen Teilen mit einem silbrig weißen Gespinst ein. Die Raupen sind grünlich gelb mit markanten schwarzen Punkten.

 

Der EPS überzieht nie ganze Bäume, sondern legt die sackartigen Nester in Astgabeln oder am Stamm von Eichen oder Hainbuchen an. Die Raupen sind zunächst gelblich braun, werden dann aber graublau bis schwarz. Sie ziehen in teils großen Gruppen über die Gehölze (Prozession) und fressen sie kahl.

 

An wen kann ich mich wenden?

Bei Verdachtsfällen wird um Mitteilung an die Gemeinde Uetze möglichst mit einem Foto des Befalls und Angaben zum Fundort per Mail an Opens window for sending emaileps(at)uetze.de gebeten. Telefonisch kann die gemeinde Uetze über die Hotline 05173/970-00 informiert werden.

 

Wie können Sie sich schützen?

- Meiden Sie die befallenen Gebiete und ggf. abgesperrten Bereiche.

- Bedecken Sie alle Körperflächen (Nacken, Hals, Arme und Beine usw.) beim Aufenthalt in befallenen Gebieten.

- Raupen und das Gespinst nicht berühren. Vermeiden sie jeden Kontakt.

- In der Nähe von befallenen Bäumen nicht ins Gras oder auf den Boden setzen.

- Nach Kontakt mit den Raupenhaaren sofortiger Kleiderwechsel, dann Duschbad und Haarwäsche.

- Kleidung bei 60 °C mit viel Wasser waschen, um das Nesselgift der Raupenhaare zu vernichten / auszuspülen.

- Auf Holzernte- oder Pflegemaßnahmen an Bäumen verzichten, solange Raupennester des Eichenprozessionsspinners erkennbar sind.

- Die Bekämpfung nur von Fachleuten mit Vollschutzanzug und Atemschutz durchführen lassen.

 

Verantwortlichkeiten

Grundsätzlich ist auf Privatgrundstücken der jeweilige Eigentümer für die Bekämpfung des EPS verantwortlich. Sofern jedoch für das kommende Jahr eine groß angelegte Bekämpfungsmaßnahme erforderlich sein sollte, besteht gegebenenfalls die Möglichkeit, diese gesammelt auf öffentlichen und privaten Flächen unter Koordination durch die Gemeinde Uetze durchführen zu lassen.

 

Wer bekämpft den EPS

Grundsätzlich können nur spezialisierte Firmen die Raupen bekämpfen. Fragen Sie daher bitte bei Schädlingsbekämpfungsfirmen nach der entsprechenden Qualifikation. Im Jahr 2019 ist noch das aktive Absaugen der Raupen mit Spezialgerät möglich. Für das kommende Frühjahr muss möglicherweise der Einsatz von Spritzmitteln eingeplant werden. Die Gemeinde Uetze wird demtentsprechend informieren.

 

Wo finde ich weitere Informationen

Die Gemeinde Uetze wird auf der Homepage der Gemeinde Uetze alle notwendigen Informationen zusammentragen und aktualisieren. Dort sind auch Flyer und Hinweisschilder als Download verfügbar. Weiterhin werden Beispielbilder bereitgestellt, so dass eine erste Einschätzung vom Befall anhand typischer Spuren und Fraßbilder selbst vornehmen werden kann.

Zu diesem Artikel relevante Dateien zum Download:

Typ

Name

Größe

130123_flyer_eichenprozessionsspinner.pd...

1.8 MByte

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