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Mittwoch, 11.01.2017 - 17:40 Uhr

Hoppenstedt will deutsche Apotheken vor Benachteiligung schützen

Aufn.:

REGION. 

Seit einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im Oktober 2016 sind deutsche Apotheken gegenüber ihrer europäischen Konkurrenz benachteiligt. Mit Kerstin Merker von der Europa-Apotheke Langenhagen und Simon Brinkmann von der Kastanien-Apotheke in der Wedemark sprach der CDU-Bundestagsabgeordnete Dr. Hendrik Hoppenstedt über die politischen Pläne, dies zügig zu ändern.

 

"Für deutsche Apotheken gilt bei verschreibungspflichtigen Medikamenten eine Preisbindung, die durch das EuGH-Urteil nun jedoch legal von ausländischen Versandapotheken unterlaufen werden kann. Was auf den ersten Blick positiv für die Patienten klingen mag, ist in Wirklichkeit eine Gefahr für die gute Versorgung in ganz Deutschland. Kleine Vor-Ort-Apotheken können mit Rabattaktionen ausländischer Versandhändler nämlich nicht mithalten.

 

Das führt zu der bizarren Situation, dass deutsche Apotheken, die dem Gemeinwohl verpflichtet sind und neben dem Nacht- und Notdienst auch noch eine wohnortnahe Versorgung sicherstellen, gegenüber der profitorientierten ausländischen Konkurrenz nicht bestehen können", erklärt Hoppenstedt.

 

Deshalb unterstütze er die Forderung von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU), den Versandhandel mit verschreibungspflichtigen Medikamenten zu verbieten. Dazu sollen das Arzneimittelgesetz, das Apothekengesetz, das Betäubungsmittelgesetz und die Apothekenbetriebsordnung geändert werden.

 

Hoppenstedt möchte den Gesetzentwurf, sobald dieser an den Deutschen Bundestag übergeben wurde, mit der gebotenen Sorgfalt, aber auch möglichst zügig beschließen: "Unsere Apotheken müssen geschützt werden!"

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