
Die Freiwillige Feuerwehr Burgdorf war an diesem Wochenende nicht nur als Unterstützung beim Burgdorfer Schützenfest gefragt — die extreme Hitze sorgte auch abseits des Festplatzes für Einsätze. Insgesamt drei Mal alarmierte die Leitstelle die Einsatzkräfte am 27. und 28. Juni 2026.
Den Auftakt machte am Sonnabend, 27. Juni, gegen 12:51 Uhr ein Keller im Grenzacker. Durch ein defektes Absperrventil stand das Wasser auf rund 50 Quadratmetern etwa zehn Zentimeter hoch. Der 1. Dienstzug rückte mit sieben Einsatzkräften an — Einsatzleitwagen, Rüstwagen, Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug und Wasserschadensanhänger — und pumpte den Keller mit einem Wassersauger aus. Nach 54 Minuten war der Einsatz beendet.
Deutlich aufwendiger war der zweite Einsatz des Tages. Um 17:42 Uhr meldete die Leitstelle einen Gasgeruch an der Zintener Straße: Ein außenstehender Erdgastank hatte sich durch die Sonneneinstrahlung so stark erhitzt, dass sich das Sicherheitsventil öffnete und Gas abströmte. 16 Einsatzkräfte des 1. Dienstzuges evakuierten die umliegenden Häuser und kühlten den Tank mit zwei C-Rohren, einem B-Rohr und anschließend zwei Monitoren herunter. Bis zur Freigabe der Einsatzstelle vergingen mehr als zwei Stunden.
Am heutigen Sonntag, 28. Juni, um 15:04 Uhr folgte der dritte Alarm: In der Grupenstraße brannte es im Wohnzimmer. Ein Handyladegerät hatte eine Decke entzündet — doch der Bewohner konnte die Decke rechtzeitig selbst ablöschen und so Schlimmeres verhindern. Die Ortsfeuerwehr rückte mit 29 Einsatzkräften und acht Fahrzeugen zur Kontrolle aus; unterstützt wurden sie von der Feuerwehr Dachtmissen, der Feuerwehr Hülptingsen, Polizei und Rettungsdienst. Die Wohnung wurde nachkontrolliert, nach 41 Minuten rückte die Feuerwehr wieder ein.
Bereits an mehreren Tagen des Schützenfestes hatte die Feuerwehr das Festzelt mit Wasser besprüht, um die Temperaturen für Schützen und Besucher erträglich zu halten — ein ehrenamtlicher Einsatz, der vom Schützenvorstand ausdrücklich gewürdigt wurde.