Wedemark

ZwergenCampus in Resse startet mit neuem Ganztagskonzept

[RESSE]

An der Grundschule Resse startet ab dem neuen Schuljahr der offene Ganztag in neuer Form. Die Kita Zwergenburg übernimmt als Kooperationspartner die Betreuung am Nachmittag. Schule, Kita und Gemeinde haben das Konzept gemeinsam entwickelt. Im Mittelpunkt stehen die Wünsche der Kinder, flexible Angebote für Familien und eine enge Verzahnung von Unterricht und Betreuung.

Der gesetzliche Anspruch auf Ganztagsbetreuung gilt bundesweit zunächst für die ersten Klassen. In der Wedemark sollen jedoch bereits zum Schuljahr 2026/27 alle Grundschuljahrgänge in den Ganztag einbezogen werden. Resse geht dabei einen besonderen Weg: Nach einer europaweiten Ausschreibung erhielt die Zwergenburg den Zuschlag als Partner für die Ganztagsbetreuung.

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„Am Ende geht es um die Kinder. Für sie haben wir hier eine sehr gute Lösung gefunden“, betont der Erste Gemeinderat Florian Lübeck bei der Vorstellung des Konzeptes. „Wir gewinnen einen erfahrenen Träger, der für eine qualitativ hochwertige pädagogische Betreuung steht. Das ist eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten.“

Auch in der Schule stößt die Zusammenarbeit auf große Zustimmung. „Wir haben uns sehr gefreut, als wir erfahren haben, dass die Kita Zwergenburg den Zuschlag erhalten hat“, erklärt Schulleiterin Christine Jarolin. „Uns verbindet ein gemeinsames pädagogisches Verständnis. Partizipation und Teilhabe der Kinder stehen für uns im Mittelpunkt. Ganztag und Schule wollen wir gar nicht voneinander trennen. Wir verstehen uns als ein Team.“

Dieses Teamverständnis hebt auch Zwergenburg-Geschäftsführerin Jennifer Krämer hervor. „Wir machen nicht Ganztag und die Schule macht Schule. Wir wollen gemeinsam schauen, was die Kinder brauchen. Dabei bleiben wir ständig im Austausch. Die Kinder sollen mitentscheiden und ihren Alltag aktiv mitgestalten.“

Wie wichtig diese Beteiligung ist, zeigte bereits ein gemeinsamer Workshop mit Schülern, Elternvertretungen, Schule und Kita. Die Kinder sammelten Wünsche für das neue Schuljahr und brachten ihre Ideen über den Schülerrat ein. Ganz oben auf der Liste standen Mitbestimmung, freie Spielzeiten und gemeinsame Mahlzeiten.

Künftig erhalten die Kinder ein warmes Mittagessen. Auch dabei sollen sie mitreden können. Gemeinsam mit den Verantwortlichen wählen sie Speisepläne aus und entscheiden zwischen verschiedenen Gerichten. „Die Kinder erleben das Essen als gemeinschaftliche Zeit. Genau das möchten wir fördern“, erläutert Jarolin.

Bei den Nachmittagsangeboten stehen bereits erste Wünsche fest. Fußball gehört zu den Favoriten. Gleichzeitig sollen die Kinder selbst entscheiden können, ob sie an Angeboten teilnehmen oder lieber frei spielen möchten. „Freispiel hat für uns einen hohen Stellenwert“, erläutert Krämer. „Kinder lernen dabei unglaublich viel und genau diesen Wunsch haben sie auch selbst formuliert.“

Rund 85 Prozent der 103 Schüler nehmen bereits am Ganztag teil. Die Familien können flexibel entscheiden, an welchen Tagen und bis zu welcher Uhrzeit ihre Kinder betreut werden. Das Angebot läuft montags bis freitags bis 15:30 Uhr.

Für die Betreuung soll perspektivisch auch das bisherige Hortgebäude genutzt werden. Die Gemeinde führt dazu Gespräche mit der Kirchengemeinde. „Ganztag soll mehr sein als Schule“, erläutert Lübeck. „Deshalb sind zusätzliche Räume wichtig. Sie schaffen andere Möglichkeiten für die Kinder und geben dem Nachmittag einen eigenen Charakter.“

Einen Namen hat das neue Angebot bereits erhalten: „ZwergenCampus“. Damit knüpft die Zwergenburg an ihre bestehenden Einrichtungen an und schlägt zugleich die Brücke zum Schulcampus in Resse. Für alle Beteiligten ist das mehr als ein neuer Name. Es ist der Start in eine gemeinsame Zukunft von Schule, Betreuung und Gemeinde.

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