Vier Kandidaten wollen sich für Wassel einsetzen
Vier SPD-Kandidaten aus Wassel wollen Verantwortung für die Zukunft ihres Heimatortes übernehmen und für den Ortsrat kandidieren. Sie stehen nach eigenen Angaben für demokratische Werte, gesellschaftlichen Zusammenhalt und eine Politik, die nah an den Menschen ist. Dabei bringen sie unterschiedliche berufliche Erfahrungen, ehrenamtliches Engagement und eine enge Verbundenheit mit dem Ort mit.
An der Spitze der Liste steht Ulrike Dohrs. Die 68-jährige Rentnerin arbeitet weiterhin in Teilzeit als Medizinische Fachangestellte und kennt nach eigenen Angaben die Sorgen und Anliegen vieler Menschen aus ihrem beruflichen und ehrenamtlichen Umfeld. Von 2008 bis 2012 war sie Vorstandsmitglied im MTV Wassel. Darüber hinaus engagiert sie sich in mehreren Fördervereinen. Seit 2011 gehört sie dem Ortsrat Wassel sowie dem Stadtrat an.
Für Ulrike Dohrs ist das Ehrenamt eine tragende Säule des gesellschaftlichen Lebens. Sie sieht in Vereinen, Initiativen und dem freiwilligen Engagement vieler Bürger die Grundlage für ein lebendiges Dorfleben. Gleichzeitig beobachtet sie mit Sorge gesellschaftliche Entwicklungen, die den Zusammenhalt gefährden.
„Demokratie und Gemeinschaft sind das Herzstück unseres Zusammenlebens. Gerade in einer Zeit, in der gesellschaftliche Debatten oft von Polarisierung geprägt sind, brauchen wir mehr Miteinander statt Gegeneinander. Wir müssen Menschen zusammenbringen, zuhören und gemeinsam Lösungen entwickeln. Wassel lebt von den Menschen, die sich für ihren Ort einsetzen“, sagt Ulrike Dohrs.
Auf Platz zwei kandidiert Lars Wilhelm. Der 52-jährige Koch steht für eine offene, vielfältige und tolerante Gesellschaft. Für ihn gehört es zu den zentralen Aufgaben kommunaler Politik, das demokratische Miteinander zu stärken und Ausgrenzung entschieden entgegenzutreten.
„Ich möchte, dass Sehnde und damit auch Wassel ein Ort bleibt, an dem Vielfalt selbstverständlich ist. Menschen sollen unabhängig von Herkunft, Religion oder Lebensweise respektiert werden. Deshalb positioniere ich mich klar gegen rechte Ideologien und jede Form von Menschenfeindlichkeit. Unsere Stadt muss bunt, offen und lebenswert bleiben“, betont Lars Wilhelm.
Besonders wichtig ist ihm, dass Politik nicht nur verwaltet, sondern die Menschen einbezieht und ihnen das Gefühl vermittelt, gehört zu werden.
Mit Anette Grohsmüller kandidiert eine Frau, die viele Jahre als Buchhalterin tätig war und seit Februar 2025 im Ruhestand ist. Die 65-Jährige nutzt die gewonnene Zeit unter anderem für ihr ehrenamtliches Engagement als Kassenprüferin in einem Förderverein. Sie weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig das Ehrenamt für das gesellschaftliche Leben in einem Ortsteil wie Wassel ist.
Anette Grohsmüller liegt besonders die Lebensqualität aller Generationen am Herzen. Sie möchte dazu beitragen, dass Wassel sowohl für Familien mit Kindern als auch für ältere Menschen attraktiv bleibt.
„Wassel ist ein Ort mit hoher Lebensqualität und einer starken Gemeinschaft. Mir ist wichtig, dass das auch in Zukunft so bleibt. Wir brauchen gute Rahmenbedingungen für Familien, attraktive Angebote für junge Menschen und gleichzeitig eine Umgebung, in der ältere Menschen gerne und selbstbestimmt leben können. Wassel soll ein Ort bleiben, an dem man sich zuhause fühlt“, erklärt sie.
Vervollständigt wird das Team durch Vincenzo Tesse. Der 61-jährige Diplom-Ingenieur und Vertriebsleiter in der Chemieindustrie ist es durch seine berufliche Tätigkeit gewohnt, komplexe Herausforderungen zu analysieren, unterschiedliche Interessen zusammenzuführen und tragfähige Lösungen zu entwickeln. Diese Erfahrungen möchte er nun stärker in die kommunalpolitische Arbeit einbringen.
Mit Sorge blickt Tesse auf zunehmende Demokratieverdrossenheit in Teilen der Gesellschaft sowie auf den wachsenden Einfluss extremistischer Strömungen. Für ihn ist eine lebendige Demokratie keine Selbstverständlichkeit, sondern eine Aufgabe, die jeden Tag neu gestaltet werden muss.
„Rechtsextremismus, Ausgrenzung und Demokratieverdrossenheit gefährden unser Zusammenleben. Deshalb möchte ich dazu beitragen, Menschen für demokratische Prozesse zu begeistern und sie zur Mitgestaltung zu ermutigen. Die Zukunft unseres Ortes darf nicht von wenigen bestimmt werden, sondern muss gemeinsam gestaltet werden. Jeder kann einen Beitrag leisten“, sagt Vincenzo Tesse.
Die Kandidaten verbindet die Überzeugung, dass eine starke Dorfgemeinschaft die Grundlage für eine erfolgreiche Entwicklung Wassels ist. Sie setzen auf Dialog, Transparenz und Bürgernähe. Gleichzeitig wollen sie die Interessen des Ortsteils vertreten und sich für die Anliegen der Bürger einsetzen.
„Unser Ziel ist ein lebenswertes Wassel mit einer starken Gemeinschaft, aktiven Vereinen, guten Entwicklungsmöglichkeiten für alle Generationen und einer demokratischen Kultur, die von Respekt und gegenseitiger Unterstützung geprägt ist. Dafür möchten wir uns gemeinsam einsetzen“, erklären die Kandidaten abschließend.