KRH bündelt Urologie an drei Standorten unter gemeinsamer Leitung
Das Klinikum Region Hannover (KRH) baut seine urologische Versorgung neu auf und bündelt die Standorte Großburgwedel, Gehrden und Siloah unter einer gemeinsamen medizinischen und kaufmännischen Leitung. Nach Angaben des Klinikverbunds ist zum 1. Juli mit dem Aufbau einer konzernweiten Urologie begonnen worden. Mit mehr als 8.000 stationären Patienten pro Jahr entsteht damit eine der größten urologischen Einrichtungen Deutschlands.
Mit der neuen Struktur verfolgt das KRH nach eigenen Angaben den Leitgedanken seiner Medizinstrategie 2030: Die Grundversorgung soll wohnortnah erfolgen, hochspezialisierte Behandlungen hingegen an wenigen Standorten gebündelt werden.
„Die Einführung von Leistungsgruppen und die zunehmende Spezialisierung in der Medizin erfordert es, dass wir unsere Versorgungsangebote nicht mehr allein bezogen auf unsere einzelnen Krankenhausstandorte denken und entwickeln“, erklärt KRH-Geschäftsführer Medizin Dr. Matthias Bracht. Künftig sollen medizinische Fachgebiete standortübergreifend organisiert werden.
Die Urologien der Standorte Gehrden und Siloah arbeiten bereits seit mehreren Jahren eng zusammen. Über die Fachgruppe Urologie wurde auch das KRH Klinikum Großburgwedel schrittweise eingebunden. Nach Angaben des KRH soll die neue Organisationsstruktur die Behandlungsqualität in der gesamten Region weiter verbessern.
Medizinischer Leiter der neuen Konzernurologie und neuer Chefarzt am Standort Großburgwedel ist Prof. Dr. Alexandre Pelzer. Er leitete bislang bereits die Urologien in Gehrden und im KRH Klinikum Siloah. „Für die Region Hannover ist dieser Schritt hin zu einer konzernweiten Urologie ein Meilenstein in der Gesundheitsversorgung“, sagt Pelzer.
Die kaufmännische Leitung übernimmt PD Dr. Tim Kaufeld zusätzlich zu seiner bisherigen Funktion als Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor des KRH Klinikums Großburgwedel.
Ein Schwerpunkt der neuen Struktur ist der weitere Ausbau robotergestützter Operationen mit dem Da-Vinci-System. Während diese Technik bereits an den Standorten Gehrden und Siloah eingesetzt wird, soll künftig auch Großburgwedel entsprechend ausgestattet werden. Dann stehen der Konzernurologie insgesamt drei Operationsroboter zur Verfügung. Nach Angaben des KRH sind bereits sechs speziell für das System zertifizierte Operateure im Klinikverbund tätig.
Der bisherige Chefarzt der Urologie in Großburgwedel, Dr. Joachim Stein, ist zum 30. Juni in den Ruhestand verabschiedet worden. Er hatte die Entwicklung der gemeinsamen Konzernurologie gemeinsam mit Prof. Pelzer vorbereitet.

