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Verkehrsunfallzahlen in Lehrte und Sehnde leicht gestiegen

[LEHRTE/SEHNDE]

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich des Polizeikommissariats Lehrte einschließlich der Polizeistation Sehnde ist im Jahr 2025 leicht gestiegen. Nach Angaben der Polizei wurden 1454 Verkehrsunfälle registriert, im Vorjahr waren es 1434. Das entspricht einem Anstieg um 1,3 Prozent. Die Folgen der Unfälle mit Blick auf Personenschäden waren insgesamt jedoch leicht rückläufig. 

Im Jahr 2025 wurden 192 Unfälle mit Personenschaden registriert. Im Vergleich zum Vorjahr mit 216 Unfällen entspricht dies einem Rückgang um rund elf Prozent. Bei 15 Unfällen wurden insgesamt 18 Menschen schwer verletzt. Bei 174 Unfällen erlitten 219 Menschen leichte Verletzungen. Insgesamt wurden 240 Personen verletzt, davon 219 leicht und 18 schwer. Drei Menschen kamen bei Verkehrsunfällen ums Leben.

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Der erste tödliche Unfall ereignete sich am 4. Februar 2025 auf der Ramhorster Straße an der Einmündung zur Kreisstraße 134. Dabei wurde ein die Fahrbahn querender Fahrradfahrer von einem Lkw erfasst und tödlich verletzt. Am 12. August stürzte ein 87-Jähriger mit seinem Pedelec auf dem Feldweg Bürgermeister-Fuge-Straße mutmaßlich aufgrund eines Krankheitsfalls. Der Senior zog sich leichte Verletzungen zu, verstarb aber an der Unfallstelle. Am 2. November kam es auf der B65 nördlich des Ortseingangs Sehnde zu einem tödlichen Unfall, bei dem ein Fahrzeugführer aus unbekannten Gründen nach links von der Fahrbahn abkam und gegen einen Straßenbaum prallte. Der Fahrer starb noch an der Unfallstelle.

Von den 18 schwerverletzten Personen war eine Person zwischen 6 und 14 Jahre alt, eine Person zwischen 15 und 17 Jahre, drei Personen gehörten zur Risikogruppe der jungen Fahranfänger zwischen 18 und 24 Jahren, neun Personen waren zwischen 25 und 64 Jahre alt, eine Person war zwischen 65 und 74 Jahre alt und drei Personen waren 75 Jahre oder älter.

Von den 219 Leichtverletzten waren zwei Personen jünger als sechs Jahre, 20 Personen zwischen sechs und 14 Jahre alt, neun Personen zwischen 15 und 17 Jahre, 28 Personen gehörten zur Gruppe der jungen Fahranfänger, 123 Personen waren zwischen 25 und 64 Jahre alt, 21 Personen zwischen 65 und 74 Jahre und 16 Personen 75 Jahre oder älter. In der Gruppe der jungen Fahranfänger wurde ein rückläufiger Wert verzeichnet. Im Vorjahr waren dort noch 44 Leichtverletzte registriert worden.

Auch bei den ungeschützten Verkehrsteilnehmern gab es einen Rückgang. 111 verletzte Unfallbeteiligte gehörten zu dieser Gruppe, im Vorjahr waren es 129. Verletzt wurden 67 Radfahrer, 21 Fußgänger und 14 Kradfahrer. Bei zehn Unfällen unter Beteiligung von E-Scootern wurden neun E-Scooter-Fahrer leicht verletzt.

Die Zahl der Verkehrsunfallfluchten ging zurück. Von den 1454 Verkehrsunfällen wurden 400 Unfallfluchten registriert, im Vorjahr waren es 431. Das entspricht einem Rückgang um rund 2,6 Prozent. Von den 400 Fällen konnten 151 aufgeklärt werden. Die Aufklärungsquote lag damit bei knapp 38 Prozent. Bei Unfallfluchten mit Personenschaden stieg die Aufklärungsquote von 47,37 auf 54,55 Prozent.

24 Unfälle endeten an einem Straßenbaum, jeweils zwölf davon in Lehrte und Sehnde. Die Zahl der Schulwegunfälle sank von drei auf zwei. In Steinwedel lief ein elfjähriges Kind hinter einem Bus auf die Straße, ohne auf den Verkehr zu achten. Ein 70-jähriger Pkw-Fahrer, der als Verursacher geführt wird, überholte den stehenden Bus mit nicht angepasster Geschwindigkeit. In Immensen wurde ein siebenjähriges Kind von einem Auto erfasst, als es bei Grün eine Lichtsignalanlage überquerte.

Bei Verkehrsunfällen standen 18 Personen unter Alkoholeinfluss, im Vorjahr waren es 28. Bei zehn Personen wurde Drogen- oder Medikamenteneinfluss festgestellt, im Vorjahr waren es fünf. Ohne Unfallbezug wurden in Lehrte und Sehnde 33 Fahrzeugführer unter Alkoholeinfluss sowie 23 Fahrer unter Drogeneinfluss angetroffen.

Jörg Neugebauer, Leiter Einsatz- und Streifendienst des Polizeikommissariats Lehrte, bezeichnet 18 schwerverletzte und drei getötete Personen als traurige Bilanz. Auffällig sei zudem, dass bei zehn gemeldeten E-Scooter-Unfällen insgesamt neun Personen verletzt wurden. Die Dunkelziffer dürfte nach Einschätzung der Polizei vermutlich höher sein. E-Scooter hätten sich in den Innenstädten etabliert, stellten aufgrund fehlender gesetzlicher Vorgaben für Schutzausrüstung aber ein nicht zu unterschätzendes Verletzungsrisiko dar. Zudem seien achtlos zurückgelassene E-Scooter häufig ein Ärgernis, ein Hindernis und damit auch ein Unfallrisiko.

Positiv bewertet die Polizei den Rückgang der Verkehrsunfälle mit Personenschaden bei ungeschützten Verkehrsteilnehmern. Besonders der Rückgang bei Radfahrerunfällen mit 67 verletzten Personen nach 80 im Vorjahr sei ein deutlicher positiver Trend in Lehrte und Sehnde. Durch die Fortführung polizeilicher Kontroll- und Aufklärungsmaßnahmen solle diese Entwicklung weiter vorangetrieben werden.

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