Isernhagen

Feuerwehr Isernhagen H.B. wählt neue Stellvertreterin und zieht Bilanz

[ISERNHAGEN HB]

Zur 136. Jahreshauptversammlung lud die Freiwillige Feuerwehr Isernhagen H.B. am gestrigen Sonntag, 21. Dezember 2025, in das Feuerwehrhaus an der Burgwedeler Straße ein. Im Mittelpunkt standen traditionell die Jahresberichte aus den Abteilungen sowie Ehrungen und Ernennungen. Nachdem das Führungskommando der Stützpunktfeuerwehr im vergangenen Jahr bereits für sechs Jahre bestätigt worden war, mussten die Aktiven diesmal dennoch erneut an die Wahlurne, weil das Amt des stellvertretenden Ortsbrandmeisters neu zu besetzen war. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Feuerwehrmusikzug mit Unterstützung aus Kleinburgwedel.

Den Auftakt machte die Nachwuchsarbeit. Kinderfeuerwehrwartin Tanja Plesse berichtete über die Kinderfeuerwehr „Löschwölfe“, die im Jahr 2025 insgesamt 20 Dienste absolviert habe. Mit 21 Mitgliedern seien dabei 1.312 Dienststunden zusammengekommen. Das Jahr habe mit einer Flämmchenabnahme begonnen, außerdem habe es eine Faschingsfeier im Gerätehaus gegeben, zu der rund 80 Kinder gekommen seien. In den Diensten seien Themen wie persönliche Schutzausrüstung, Hydranten und die Frage, wo Hilfe zu bekommen ist, wenn man im Ort ein Problem hat, aufgegriffen worden. Besonders hob Tanja Plesse einen Erste-Hilfe-Dienst hervor, nach dem die Kinder gewusst hätten, dass sie grundlegende Hilfe leisten können. Zum Jubiläum der Kinderfeuerwehr habe es einen gemeinsamen Grillabend mit Aktiven und Eltern gegeben, verbunden mit einer Übernachtung im Gerätehaus. Am nächsten Tag sei es bei gutem Wetter mit dem Boot auf das Wasser gegangen. Bei den Maispielen habe die Kinderfeuerwehr den Sonderpokal gewonnen. Im November habe ein Besuch bei der Flughafenfeuerwehr für Aufregung gesorgt, nicht zuletzt wegen der Sicherheitskontrollen, bevor es auf das Vorfeld und zu den Großlöschfahrzeugen ging, bei denen „die Kinder kaum die Größe der Räder überschritten haben“. Der letzte Dienst habe das Jahr mit Basteln, Kinderpunsch und Keksen beendet. Plesse dankte zum Schluss ihrem Team sowie der Einsatzabteilung und der Jugendabteilung, die die Kinderfeuerwehr tatkräftig unterstützt hätten.

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Jugendfeuerwehrwart Marcel Knölke knüpfte daran an und beschrieb ein Jahr, das mit dem Rückbau des Lebkuchenhauses und Übernahmen aus der Kinderabteilung begonnen habe. In der Ausbildung seien Grundlagen der Feuerwehrarbeit vermittelt worden, von Fahrzeugkunde über Schlaucharten bis zum Einsatz eines Standrohres, außerdem habe es Dienste zur technischen Hilfeleistung und zur Ersten Hilfe gegeben. Im März hat die Jugendfeuerwehr die Bowlingworld in der Wedemark besucht, gesponsert durch die Gemeindejugendfeuerwehr. Bei den Maispielen in Fuhrberg ist die Jugendfeuerwehr mit zwei Gruppen angetreten, getrennt nach Jungen und Mädchen, und Knölke betonte: „Wir sind eher im Team stark, durchmischt, geschlechterübergreifend.“ Man habe das genutzt, am Miteinander zu arbeiten. Zum Programm hätten auch Bootfahren am See, die Unterstützung beim Schützenfest und eine Herbstfahrt in den Harz mit 27 Personen gehört. Zudem seien Jugendflamme eins und zwei vorbereitet worden, ehe wieder ein Lebkuchenhaus gebaut wurde. Knölke sprach von einer spürbaren Entwicklung in der Nachwuchsarbeit mit 24 bis 30 Jugendlichen im neuen Jahr. Insgesamt nannte er 43 Dienste mit 7.450 Dienststunden. Sein Fazit verband Knölke mit einem Dank an das Team: „Das geht nur zusammen, jeder einzelne hilft. Ohne euch ist das gar nicht zu leisten“, und ergänzte: „Dafür mein herzliches Dankeschön.“

Ortsbrandmeister Tobias Plesse griff den Nachwuchsblock auf und zeigte sich „hoffnungsvoll“. Die ältesten Jugendlichen seien erst 13 Jahre alt, und dieses zeige deutlich das „Corona-Tal“, welches noch durchschritten werden müsse. Er sprach von „höchstem Dank und Anerkennung“ für die Kinder- und Jugendfeuerwehr, die viele Termine absolviert und unzählige Stunden geleistet haben.

Für die Einsatzabteilung berichtete anschließend Gruppenführer Benjamin Bartling stellvertretend für die sechs Gruppenführer. Er sprach von einem Jahr „voll Gemeinschaft und gelebter Kameradschaft“ und davon, dass man mit der Truppe „mit gutem Gewissen in Einsätze fahren“ könne. Die Ausbildung sei vielseitig gewesen, zum ersten Mal sei der gemeinsame Dienst mit der Ortsfeuerwehr N.B. anders gestaltet worden, nicht als Einsatzübung, sondern als Stationsausbildung. Ein besonderer Höhepunkt sei eine Übung mit DLRG und Deutschem Roten Kreuz gewesen, bei der Wasserrettung vor Beginn der Badesaison auf der Agenda stand. Realistische Opfer seien gerettet worden, „zum Glück“ habe man das im Sommer so nicht gebraucht. Zudem haben sich die Einsatzkräfte bei Einsatzübungen mit Schule und Hortgebäude auseinandergesetzt, um sich vor Ort gut auszukennen. Schwerpunkte habe es auch in der technischen Hilfeleistung gegeben, inklusive Diensten, in denen an realistischen Lagen geübt werden konnte. Bartling sprach von einem erfolgreichen Jahr, in dem die Ortsfeuerwehr gut gewachsen sei, und dankte allen Unterstützern.

Den Blick auf die weiteren Abteilungen ergänzte Tobias Plesse mit dem Bericht zum Musikzug. Hans-Jürgen Krohn habe die Leitung übernommen, und Plesse dankte für die Begleitung der Ortswehr, auch den Unterstützern aus Kleinburgwedel. Der Austausch helfe, die Spielfähigkeit zu sichern und die gemeinsame Leidenschaft fortzuführen. Beim Tag der offenen Tür und beim Laternenumzug sei der Musikzug dabei gewesen. Für die Alterskameraden berichtete Hans-Jürgen Plesse. Die Altersabteilung habe 15 Termine mit einer Beteiligung von 93 Prozent absolviert, „eigentlich immer“ seien alle da gewesen, zusammen seien 286 Dienststunden angefallen, vor allem als Treffen am Montagabend zum Klönschnack. Er sprach zugleich an, dass im Feuerwehrhaus weiterhin ein Aufzug fehle und öffentliche Gebäude eigentlich barrierefrei sein sollten. Sein Fazit: „Wir sind eine große Familie.“

Im Jahresrückblick der Ortswehr legte Tobias Plesse anschließend Zahlen vor. In der Einsatzabteilung habe es drei Zugänge gegeben, zudem drei Übernahmen aus der Jugendfeuerwehr. Bei den Fördernden seien 20 Aufnahmen verzeichnet worden, fünf Austritte, außerdem nannte Plesse sechs Verstorbene. Zum Stichtag Sonntag, 21. Dezember 2025, zählte die Ortsfeuerwehr 72 Aktive, 19 Mitglieder in der Altersabteilung, vier Ehrenmitglieder, 21 Kinder, 21 Jugendliche und fünf Musiker. Dazu kämen 270 fördernde Mitglieder, darunter zwei Firmen, insgesamt 408 Mitglieder.

Einsatztechnisch nannte Plesse 24 Brandeinsätze, 23 Einsätze der technischen Hilfeleistung und einen ABC-Einsatz. Bei den insgesamt 48 Einsätzen sind 641 Einsatzstunden geleistet worden. Besonders hob er einen Verkehrsunfall mit mehreren Fahrzeugen und eingeklemmten Personen auf der Autobahn 7 hervor. Ein Kabelbrand in einem Supermarkt in F.B. habe mehrere Feuerwehren über eine Stunde beschäftigt. Die Brandbekämpfer hatten unter anderem mit Wärmebildkameras gesucht und schließlich die Ursache gefunden. „Ohne Technik wäre das nicht möglich gewesen“, so der Ortsbrandmeister. Beim Scheunenbrand im Mai seien sechs Ortsfeuerwehren während der Mittagsstunden im Einsatz gewesen, dort habe sich gezeigt, welche Schlagkraft auch um diese Uhrzeit abrufbar ist. Plesse sprach von einem „phänomenalen“ Bild dessen, „was an Substanz gerettet wurde“, und davon, dass viele Atemschutzgeräteträger gut organisiert durchgewechselt hätten. Außerdem erwähnte er Mülltonnenbrände im April, einen Kellerbrand in N.B. im Oktober sowie drei Einsätze, bei denen Personen im Wasser gemeldet worden waren, aber jeweils niemand aufgefunden wurde. Er betonte, dass es zum Glück in deisem Jahr keine Ertrinkungstoten gegeben habe, und verwies auf eine gute Zusammenarbeit unter anderem mit Feuerwehren aus Langenhagen und der DLRG. Besonders deutlich wurde er auch beim Thema Kohlenmonoxid: Ein CO-Warnmelder habe in H.B. die Sinnhaftigkeit solcher Geräte gezeigt und „mehrere Menschenleben gerettet“. In dem Fall seien Messwerte zwischen 40 und 2000 ppm festgestellt worden, 33 ppm sei der Grenzwert.

Neben den Einsätzen prägten zahlreiche Dienste das Jahr. Plesse nannte 48 Übungsdienste mit 1.533 Stunden, 75 Gerätedienste für Pflege, Wartung und Instandhaltung mit 1.131 Stunden, 33 Verwaltungsdienste, bei denen nach seiner Darstellung noch etliche Zettel fehlten, sowie 53 sonstige Veranstaltungen mit 1.844 Stunden. Für die Einsatzabteilung ergäben sich so 4.729 Stunden, für die gesamte Ortsfeuerwehr 13.722 Stunden im Jahr 2025. Er betonte, dass hierin Musiker, Sitzungen und Besprechungen, Lehrgänge, Vor- und Nachbereitungen, Ausbildungen, Objektbegehungen, Besorgungsfahrten und weitere Tätigkeiten nicht enthalten seien und die tatsächliche Zahl deutlich höher liege. Zu den weiteren Veranstaltungen zählte er unter anderem den Tag der offenen Tür, die Teilnahme am Schützenfest, den Laternenumzug und die Lichterfahrt der Isernhagener Feuerwehren.

Auch die Aus- und Fortbildung nahm Raum ein. Plesse verwies auf Lehrgänge auf Gemeindeebene, darunter drei modulare Grundausbildungen, zwei modulare Truppausbildungen, vier Realbrand-Ausbildungen und eine Ausbildung in der Absturzsicherung. Auf Regionsebene seien unter anderem drei Sprechfunker ausgebildet worden, ein Atemschutzgeräteträger und vier Maschinisten. Auf Landesebene nannte er einen Ausbilder in der Feuerwehr sowie zwei Gruppenführerlehrgänge. Hinzu kämen eine Führerscheinausbildung, acht Rettungsschwimmausbildungen bei der DLRG, drei Geländefahrtrainings beim Technischen Hilfswerk Burgdorf und drei JuLeiCa-Ausbildungen sowie Erste-Hilfe-Schulungen. Plesse verband diese Bilanz mit Dankesworten an das Team Technik, die Atemschutzgerätewarte und ihre Teams, an die Gruppenführer und Stellvertreter sowie an Dirk Agena für die Durchführung von Ausbildungsdiensten, an Schriftführer Nikolaus Ahlers für „einen Berg Arbeit“ in der Verwaltung, an alle in der Kinder- und Jugendarbeit sowie an das Team des Ordnungsamtes für die Zusammenarbeit.

In der Versammlung ging es auch um Veränderungen in der Führung der Ortsfeuerwehr. Plesse berichtete, dass die Zeit die Planungen „schnell eingeholt“ habe. Auf Gemeindeebene seien zünftig zwei stellvertretende Gemeindebrandmeister vorgesehen, um sich breiter aufzustellen, wie es andere Kommunen schon länger handhabten. Björn van Veen von der Ortsfeuerwehr Altwarmbüchen ist seit Donnerstag, 18. Dezember, stellvertretender Gemeindebrandmeister. Aus dem Votum des Gemeindekommandos heraus habe er selbst kandidiert, um als zweiter stellvertretender Gemeindebrandmeister zu fungieren. „Ohne Rückhalt hätte ich mich nicht zur Wahl gestellt“, sagte Plesse und machte deutlich, dass „dauerhaft zwei Jobs auf einmal“ nicht gingen, der „Zukunftsplan“ der Ortsfeuerwehr aber nun eher in Gang gesetzt und umgesetzt werde. Anlass dafür ist auch der Abschied von Dirk Agena, der sein Amt zum Mittwoch, 31. Dezember, abgibt. Agena sagte dazu: „Ich bin gerne Feuerwehrmann, mache gerne mit“, und zugleich habe er festgestellt, „was für ein toller Laden es ist“. Er erklärte: „Man hört auf, wenn’s am schönsten ist“, er fühle sich „saumäßig wohl“, es gebe „so viele gute Leute, so viele gute Ideen“, und nun wolle er „den Rückzug antreten“. Er betonte, das sei nicht unkoordiniert, und sagte: „Uns geht’s ja um was. Wir mögen diesen Laden.“ Den Nachfolgern wünschte er, „dass es super läuft“, und erinnerte daran, dass er als Zugführer des dritten Zuges in der Kreisfeuerwehrbereitschaft weiter Führungstätigkeiten ausübt. Zum Abschluss sagte Agena „allen Danke“, wofür es lang anhaltenden stehenden Applaus gab. Tobias Plesse kommentierte den Abschied mit den Worten: „Wir lassen dich auch nicht raus.“

Die Wahl des stellvertretenden Ortsbrandmeisters leitete Gemeindebrandmeister Marc Perl. Als Unterstützer fungierte sein Stellvertreter Björn van Veen. Von 72 Aktiven waren 43 anwesend. Als Vorschlag für den Rat der Gemeinde Isernhagen setzte sich als alleinige Kandidatin Svantje Jensen durch, das Ergebnis lautete zwei Enthaltungen, vier Nein-Stimmen und 37 Ja-Stimmen. Da sie als Gruppenführerin nun aufhört, wurde ein Nachfolger gewählt: Alexander Puchinger besetzt nun ihren Posten. Emil Nolle wurde zudem als stellvertretender Gerätewart eingesetzt.

Es folgten Grußworte aus Politik und Organisationen. Gemeindebürgermeister Tim Mithöfer dankte für das, „was ihr hier jedes Jahr leistet“, und hob die Arbeit beim Scheunenbrand besonders hervor. Er sprach von einem „Riesen Dankeschön“, weil die Feuerwehr den Job „immer gut“ mache und viele Mitglieder „immer noch einen oben drauf“ setzen. Mithöfer erklärte, warum die Feuerwehr Isernhagen so wichtig sei, und nannte als Kern Zusammenarbeit, miteinander reden und Ideen einbringen. Besonders betonte er die Bedeutung von Kinder- und Jugendfeuerwehr: Dort entstünden innere Stärke und Selbstbewusstsein, Werte würden in der Mannschaft vermittelt, und das sei „so wertvoll“, weil es so sonst von niemandem aufgefangen oder dargestellt werden könne. Die Vorsitzende des Ausschusses für Feuerwehr, Katastrophenschutz, öffentliche Sicherheit und Integration, Stefanie Rennspieß, würdigte die Stützpunktfeuerwehr als Rückgrat der Gemeinde, die immer da sei. Sie sprach davon, dass die Feuerwehr „ein Stück weit die Basis“ für Wohlstand in der Gemeinde sei, und verwies auf die Brandschutzbedarfsanalyse, die das Bewusstsein für die Wichtigkeit der Feuerwehr gezeigt habe. Ihren Dank richtete sie besonders an das Leitungspersonal, vor allem an die Gruppenführer, die gewährleisteten, dass Einsätze verantwortungsvoll abgearbeitet würden.

Ortsbürgermeister Simon Müller überbrachte die Grüße des Ortsrates und sprach den Dank für Engagement und Einsatzbereitschaft aus. Er nannte die Feuerwehr einen „24/7, 365-Tage-Job“ und betonte, dass es nicht nur um das Tagesgeschäft gehe, sondern auch um die Dorfgemeinschaft, etwa bei Osterfeuer, Laternenumzug oder Lichterfahrt. Zugleich dankte er den Familien, die die Arbeit mittrügen. Für die Jugendfeuerwehr übergaben Müller und Mithöfer einen Sonderzuschuss über 500 Euro von Ortsrat und Gemeinde für eine geplante größere Sommerfahrt.

Brandschutzabschnittsleiter Volker Kluth dankte insbesondere für die Bereitschaftsübung und sagte, man habe das Gefühl, „der gesamte dritte Zug kommt aus H.B.“ Lukas Czeszak vom Technischen Hilfswerk (THW) Burgdorf sprach von einer guten Zusammenarbeit und der Erwartung, dass diese auch nach den Wahlen so fortgesetzt werde. Gemeindebrandmeister Marc Perl erklärte, er gehe von einem guten Team aus und freue sich auf die Zusammenarbeit, weil viele Aufgaben zu bewältigen seien. Er sprach außerdem die Umstellung auf neue Dienstgrade an, mit dem Ziel eines einheitlichen Bildes, auch für Alters- und Ehrenabteilungen. Zur Brandschutzbedarfsanalyse schilderte er einen vernünftigen Austausch, bei dem man „auch mal den Erklärbär rausgeholt“ habe, damit Politik und Verwaltung Verständnis entwickeln. Dabei sei wichtig, „das Fraktionelle“ zurückzustellen, um nicht „zum Spielball von anderen Kräften“ zu werden. Zum Thema Aufzug sagte Perl, es stehe auf der Agenda, es gebe aber viele Projekte, und er warb um Geduld, ein Dauerzustand solle es nicht sein.

Ein emotionaler Moment war die Verabschiedung von Dirk Agena aus der vorderen Führungsfunktion. In der Versammlung wurde seine Laufbahn mit zahlreichen Funktionen in der Jugendfeuerwehr und in der Ortswehr genannt, insgesamt mehr als 27 Jahre Kommandoarbeit. Agena verabschiedete sich sichtlich bewegt mit den Worten: „Danke Leute.“ Tim Mithöfer ordnete den Schritt mit Blick auf die fast drei Jahrzehnte ein und sagte, Agena sei „mit Herz und Seele Feuerwehrmann“. Die Goldene Ehrennadel der Gemeinde Isernhagen zeige das. Der Gemeindebürgermeister verlies vor der Versammlung die Entlassungsurkunde. Mithöfer sagte dazu, es gehe „ein ganz Großer“ aus der vorderen Feuerwehrfunktion zurück „in die Reihe der Mannschaft“.

Neu als feuerwehrkräfte verpflichtet wurden Bennet Plesse, Susanne Pahlen und Tanja Plesse. Im Rahmen der Versammlung wurden außerdem neue Dienstgradabzeichen ausgegeben. Zu Feuerwehrmann beziehungsweise Feuerwehrfrau wurden Bennet Plesse und Susanne Pahlen ernannt. Den Dienstgrad Oberfeuerwehrmann beziehungsweise Oberfeuerwehrfrau erhielten Yasmin Blume, Jens Germer und Emil Nolle, zum Hauptfeuerwehrmann wurde Frederik Haffke ernannt. Erster Hauptfeuerwehrmann wurden Patrick Ammich, Alexander Pahlen, Dennis Römich und Colin Zölzer. Den Dienstgrad Brandmeister beziehungsweise Brandmeisterin bekamen Tanja Plesse, Mark Krause, Alexander Böck, Alexander Puchinger und Ron Jankowski, zu Oberbrandmeistern wurden Michel Staubach und Tobias Bernatek ernannt.

Ebenso wurden weitere Hochwasser-Ehrennadeln 2023 des Landes Niedersachsen verliehen, weil 31 Einsatzkräfte aus Isernhagen H.B. sechs Tage im Dauereinsatz rund um den Jahreswechsel 2023/2024 gewesen waren. Für langjährige Mitgliedschaft in der Feuerwehr wurden durch Volker Kluth das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen für 25 Jahre an Thorsten Meißner und Vincent Kroll sowie für 50 Jahre an Otto Krull verliehen. Ein Abzeichen für 70 Jahre sollte Heinrich Heimberg erhalten, der nicht anwesend war. Zudem erhielten Tobias Bernatek für zehn Jahre Kommandozugehörigkeit die silberne Ehrennadel der Gemeinde Isernhagen und Benjamin Bartling für fünf Jahre die bronzene Ehrennadel.

Zum Ende der Versammlung griff Tobias Plesse ein Thema auf, das die Ortsfeuerwehr seit dem Umzug begleitet: der fehlende Aufzug im Feuerwehrhaus. Seit sieben Jahren sei „nichts passiert“, sagte Plesse. Tragehilfe werde gern geleistet, aber nur bei Personen in Notlagen, nicht bei Mitgliedern oder Gästen. Er sprach dabei auch die Würde der Menschen an, die getragen werden müssen, und warb dafür, dazu weiter im Gespräch zu bleiben.

Mit Blick auf das kommende Jahr zog er ein Fazit: Einsatztechnisch sei 2025 „ein normales Jahr“ gewesen, terminlich jedoch „eine Katastrophe“, weil es Tage mit bis zu sechs verschiedenen Terminen gegeben habe, an denen „alle vier Autos in verschiedene Richtungen“ fahren. Hier seien Grenzen erreicht, Abstimmung auf allen Ebenen sei nötig. Plesse dankte den Aktiven für „beachtliches Engagement und Professionalität“ und verband das erneut mit einem Dank an Familien und Arbeitgeber, die dieses Ehrenamt möglich machten.

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