Das stille Gedenken am Volkstrauertag hat aktuelle Bedeutung
Burgdorfer Erinnerungsarbeit ist lebendig, menschlich und verbindend
Foto: Georg Bosse
Als am gestrigen Sonntag, 16. November 2025, Punkt 10.30 Uhr die St. Pankratiusglocken läuteten, begann in der Burgdorfer KulturWerkStadt die bewegende Erinnerungsarbeit zum diesjährigen Volkstrauertag.
Der Eröffnung durch die 1. stellvertretende Bürgermeisterin Andrea Buhndorf schlossen sich von Schülern vorgetragene musikalische sowie textliche Beiträge der „Gymbuben“ des Gymnasiums Burgdorf respektive der Rudolf-Bembenneck-Gesamtschule (RBG) an. Im Anschluss daran ging es zur traditionellen Gedenkstunde am Ehrenmal in den Stadtpark.
Am Volkstrauertag wird in Deutschland an die Opfer vergangener sowie jetziger Kriege und Krisen gedacht. Beispielsweise beginnend mit den Toten und Leidtragenden der zwei Weltkriege, den Betroffenen des Terroranschlages in Paris vor zehn Jahren bis hin zu den Opfern in Afrika, im Nahen Osten und in der Ukraine.
Dazu Stadtjugendpfleger Horst Gohla in seiner Ansprache: „Wir gedenken der Opfer von Gewaltherrschaft, Terror und Vertreibung – damals und heute. Wir gedenken der jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger aus Burgdorf, die verfolgt und ermordet wurden. Und wir denken an die Zivilisten in der Ukraine, Israel und Gaza sowie an Menschen auf der Flucht, die hier in Burgdorf eine neue Heimat gefunden haben.“
Flankiert von Abordnungen der Freiwilligen Feuerwehr, der Burgdorfer Schützengesellschaft von 1563 sowie der Reservisten- und Marinekameradschaft sagte Gohla weiter: „Der Friede, in dem wir leben, ist nicht selbstverständlich, denn der Krieg ist wieder nach Europa zurückgekehrt.“ Der Frieden müsse immer wieder neu erlernt, bewahrt und verteidigt werden.
Gegen Unrecht und Ausgrenzung braucht es lautstarke Haltung mit Mut und Mitgefühl für das, was zählt. „Für Frieden und Toleranz. Für eine Gedenk- und Erinnerungskultur – lebendig, menschlich und verbindend“, so Horst Gohla.
Nachdem die designierte sozialdemokratische Bürgermeisterkandidatin Andrea Buhndorf das Totengedenken gesprochen hatte, wurde von Mitgliedern der Schützengesellschaft der Kranz am Ehrenmal niedergelegt.
Die Gedenkstunde im Stadtpark wurde vom Musikzug der Freiwilligen Feuerwehren Burgdorf und Hänigsen musikalisch würdig umrahmt.


















