Lehrte
Sonntag, 14.08.2022 - 18:56 Uhr

Betrunkener Lkw-Fahrer verursacht mehrere Unfälle und greift Einsatzkräfte an

Ein betrunkener 44-Jähriger hat in der Nacht vom gestrigen Sonnabend, 13. August 2022, auf den heutigen Sonntag, 14. August am Steuer eines Lkw mehrere Unfälle gebaut. Der letzte Unfall beförderte ihn selbst und sein Gefährt in einen Straßengraben. Bei der anschließenden Festnahme griff er die Einsatzkräfte tätlich an.

Nach derzeitigen Erkenntnissen der Autobahnpolizei Garbsen und des Polizeikommissariats Hannover-Lahe begann die folgenreiche Trunkenheitsfahrt des Mannes gegen 23:15 Uhr am Park- und Rasthof "Lehrter See Nord" der A2. Beim Rangieren mit seinem Gespann aus Lkw und Anhänger rammte er mehrfach einen neben ihm stehenden Sattelzug, der wiederum auf einen weiteren Lastwagen geschoben wurde. Alle drei Fahrzeuge wurden dabei beschädigt. Anschließend floh der 44-Jährige mit dem Lkw vom Rastplatz auf die Autobahn, wobei er über zwei Begrenzungspoller fuhr. Auf der A2 in Richtung Dortmund fuhr er so starke Schlangenlinien, dass er mehrfach gegen die Seiten- und Mittelschutzplanke prallte.

 

Dabei wurde einer der Reifen seines Gespanns beschädigt und rutschte von der Felge. Der 44-Jährige ließ sich davon aber nicht beirren und setzte die Fahrt fort. Die freiliegende Felge beschädigte dadurch die Oberfläche der Fahrbahn. Gegen 23:45 Uhr fuhr er dann im Bereich Hannover-Lahe von der Autobahn ab. Die auf dem Asphalt kratzende Felge sprühte so starke Funken, dass die Böschung im Seitenraum Feuer fing.

 

Von der Abfahrt der A2 fuhr der Sattelzug geradewegs in den Moorwaldweg, wo er in einen Graben prallte und dort zum Stehen kam. Mehrere Verkehrsteilnehmer und Zeugen wollten dem 44-jährigen Fahrer, der sich noch im Führerhaus befand, helfen. Dieser reagierte nach Angaben der Polizei jedoch äußerst aggressiv und griff einen 22-jährigen Ersthelfer an und verletzte ihn leicht.

 

Auch die hinzueilenden Einsatzkräfte der Polizei wurden von dem Mann angegriffen, konnten ihn jedoch schlussendlich sichern. Er wurde mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gebracht, um abzuklären, ob er sich bei den Unfällen verletzt hatte. Des Weiteren wurde dort sein Atemalkoholwert gemessen. Dieser betrug 2,09 Promille. Um den tatsächlichen Alkoholisierungsgrad des Mannes feststellen zu können, wurde ihm eine Blutprobe entnommen.

 

Der Mann muss sich nun wegen zahlreicher Delikte verantworten. Es stehen der Gefährlicher Eingriff in den Straßenverkehr, die Gefährdung des Straßenverkehrs, die Verkehrsunfallflucht, eine Körperverletzung sowie Widerstand und tätlicher Angriff auf Polizeivollzugsbeamte im Raum.

Der entstandene Gesamtschaden kann von der Polizei zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden.

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