Lehrte
Mittwoch, 10.04.2024 - 13:13 Uhr

Krankenhausplanungsausschuss gibt grünes Licht für Regionales Gesundheitszentrum in Lehrte

Für das Klinikum soll 2026 ein Regionales Gesundheitszentrum kommen.Aufn.:

LEHRTE

Die Stadt Lehrte kann 2026 ein Regionales Gesundheitszentrum (RGZ) gründen. Hierfür habe der Krankenhausplanungsausschuss in seiner turnusgemäßen Sitzung am heutigen Mittwoch grünes Licht gegeben, wie Niedersachsens Gesundheitsminister Dr. Andreas Philippi mitteilt: "Die Umsetzung der Medizinstrategie 2030 läuft in hohem Tempo. Ich freue mich, dass mit dem heutigen Beschluss eine weitere Etappe erreicht wurde hin zum Ziel, den Menschen in der Region Hannover dauerhaft eine qualitativ hochwertige und gut erreichbare Gesundheitsversorgung anbieten zu können. Das Land wird diesen Prozess der Region Hannover auch in Zukunft wohlwollend und konstruktiv begleiten, wie auch die weiteren Modernisierungs- und Zentralisierungsvorhaben in Niedersachsen", so Gesundheitsminister Philippi.

 

Mit dem heutigen Beschluss sieht der Fahrplan dergestalt aus, dass das Krankenhaus Lehrte nach vollständiger Verlagerung der stationären Kapazitäten nach Großburgwedel in 2026 als RGZ-Standort mit sechs Betten für den Fachbereich Innere Medizin, zwei Betten für Hals-Nasen-Ohren und zwei chirurgischen Betten zugelassen wird. Bis dahin verbleibt Lehrte als Krankenhausstandort. Regionale Gesundheitszentren kombinieren ambulante und stationäre Gesundheitsangebote und sind als "große Arztpraxen" und/oder "kleine Krankenhäuser" zukunftsweisende Mischformen wohnortnaher Gesundheitsversorgung.

 

Steffen Krach, Regionspräsident und Vorsitzender des Aufsichtsrats der Klinikum Region Hannover GmbH: "Die Entscheidung des Krankenhausplanungsausschusses ist ein wichtiger Schritt für die Umsetzung unserer Medizinstrategie. Der Beschluss zeigt vor allem: Die Menschen können sich darauf verlassen, dass wir die Strategie so umsetzen, wie wir es versprochen haben. Das RGZ wird die Gesundheitsversorgung vor Ort verbessern und davon werden die Menschen profitieren. Mit diesem Ziel und dem heutigen Beschluss im Rücken werden wir die Planung nun fortsetzen."

 

Des Weiteren stand die regelhafte Fortschreibung des Krankenhausplans auf der Tagesordnung. Das Gremium befindet hier über Anträge zur Aufnahme von neuen Stationsbetten, die Umwidmung von Krankenhausbetten innerhalb von Fachabteilungen oder die Herausnahme von nicht betriebenen Betten. Vertreten im Krankenhausplanungsausschuss sind neben dem Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung die Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Spitzenverbände Niedersachsen, die Niedersächsische Krankenhausgesellschaft, die Verbände der gesetzlichen Krankenkassen in Niedersachsen, die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung, der Landesausschuss des Verbandes der privaten Krankenversicherung sowie - mit beratender Stimme - die Ärztekammer Niedersachsen, die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen sowie das Ministerium für Wissenschaft und Kultur.