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Montag, 12.07.2021 - 19:53 Uhr

Augengesundheit im Homeoffice

REGION

Seit der Coronakrise arbeitet ein Großteil aller Deutschen im Homeoffice. Laut der DAK beklagt jeder Dritte seitdem gesundheitliche Probleme, wie sie durch einen ungeeigneten Arbeitsplatz auftreten können. Vor allem Rücken- und Kopfschmerzen sind in diesem Kontext zu nennen. Aber auch auf die Augen wirken sich unvorteilhafte Heimarbeitsplätze negativ aus. Experten geben Tipps, um die Augengesundheit von Arbeitnehmern im Homeoffice zu verbessern.

 

Wieso der Heimarbeitsplatz auf die Augen geht

Nach wiederholten Aufrufen zum Homeoffice hat sich die Zahl aller Homeoffice-Arbeitsplätze im Laufe der Corona-Pandemie verdoppelt. Der Homeoffice-Boom hat viele Vorteile, aber auch einige Schattenseiten. Als Herausforderung hat sich neben der bürointernen Vernetzung insbesondere die angemessene Gestaltung der Heimarbeitsplätze herausgestellt. Vor allem für den Rücken und die Augen ist das Homeoffice an wenig ergonomischen Arbeitsplätzen eine Belastungsprobe. Was die Augengesundheit betrifft, ist ständige Bildschirmarbeit sogar in ergonomisch gestalteten Büros ein Problem, da sie oft zu einer Flüssigkeitsunterversorgung der Augen führt. Dadurch haben Irritationen, Viren und Bakterien ein leichteres Spiel. Seit dem Homeoffice-Boom verbringen die meisten Arbeitnehmer sogar noch mehr Zeit vor Computerbildschirmen. Zugleich sucht man augenfreundliche Heimarbeitsplätze wie Nadeln im Heuhaufen. Als größte Belastungen für die Augen gelten in diesem Kontext

  • Platzmangel
  • schlechtes Licht
  • fehlende Sehabwechslung
  • falsche Bildschirme und Bildschirmeinstellungen
  • fehlerhaft aufgestellte Computer

Durch gezielte Gegenmaßnahmen wird das Homeoffice ohne größeren Aufwand augenfreundlicher.

 

Sehhilfen für entspanne Seherlebnisse

Kaum etwas entlastet die Augen am Arbeitsplatz besser als eine passende Sehhilfe. Arbeitsplatzbrillen sind genauestens auf die typische Seherfahrung im Büroalltag abgestimmt. Sie berücksichtigen die verschiedenen Sehdistanzen beim Blick auf den Schreibtisch, den PC und den Kalender an der Wand. Dadurch ermöglichen sie präzisere Seheindrücke und sorgen dafür, dass die Augen bei der Arbeit seltener ermüden. Meist sind sie außerdem mit UV- und Blaulicht-Filtern ausgestattet. Letztere Filterleistung blockiert das Blaulicht, das Bildschirme in hohem Maß abstrahlen. Experten gehen davon aus, dass jenes Lichtspektrum Probleme wie Schlafschwierigkeiten hervorrufen kann.

 

Brillen-Tipp: Optiker bieten Blaulichtfilter für so gut wie alle Brillengläser an. Auch beliebte Modelle mit Gleitsichtgläsern gibt es bei Online-Anbietern mit Filter-Beschichtung.

 

Arbeit im richtigen Licht

Die Augen brauchen Tageslicht, um optimal zu funktionieren. Künstliches Licht belastet sie spürbar. Eines der größten Probleme, was Büroarbeitsplätze betrifft. Um konzentriert und augenfreundlich im Homeoffice zu arbeiten, liegt der Arbeitsplatz idealerweise am Fenster. Seitlich einfallendes Tageslicht mindert störende Blendeffekte und Spiegelungen. Weil sich der Lichteinfall abhängig von der Tageszeit verändert und dadurch Reflektionen auftreten können, stattet man die Fenster am besten mit Jalousien aus. So lässt sich der Lichteinfall ideal regulieren. Je trüber der Tag, desto sinnvoller sind für optimale Lichtverhältnisse zusätzliche Tageslichtlampen auf dem Schreibtisch.

 

Beleuchtungs-Tipp: Für Büroarbeitsplätze empfehlen Experten eine Beleuchtungsintensität von mindestens 500 Lux.

 

Abstand halten

Die natürliche Seherfahrung ist der Blick in die Weite. Kurze Sehdistanzen, wie sie im Büro zum Alltag gehören, waren früher kein Teil des Sehalltags. Daher ist es zur Entlastung der Augen speziell bei der Bildschirmarbeit wichtig, für angemessene Abstände zu sorgen. Mindestens 60 Zentimeter sollte der Monitor von den Augen entfernt sein. Außerdem liegt die Oberkante des Bildschirms am besten auf Augenhöhe. Beim Blick auf den Computer gilt ein leicht nach unten abfallender Winkel als Optimum. Bei der Einrichtung eines Heimarbeitsplatzes können beengte Platzverhältnisse diese Vorgaben zur Herausforderung machen. In Räumen, die zu wenig Platz zur Einhaltung der Abstandsregeln bieten, richtet man Arbeitsplätze lieber gar nicht erst ein.

 

Da bleibt kein Auge trocken

PC-Arbeit trocknet die Augen aus. Wer den halben Tag lang konzentriert auf den Monitor starrt, blinzelt seltener, wodurch die Tränenproduktion zurückgeht. Die regelmäßige Befeuchtung der Augen mit künstlichen Tränen gestaltet den Büroalltag automatisch augenfreundlicher. Im Homeoffice können Arbeitnehmer das Risiko für Augentrockenheit noch weiter reduzieren, indem sie

  • Zugluft vermeiden.
  • Klimaanlagen und Heizungen angemessen regulieren.
  • ausreichend lüften.
  • auf ausreichende Luftfeuchtigkeit achten.
  • jede halbe Stunde eine Entspannungspause machen.
  • aktiv blinzeln.
  • Augenyoga ausprobieren.
  • viel Wasser trinken.
  • regelmäßig Frischluft tanken.

Augenfreundliche Heimarbeit mit der richtigen Einstellung

Seit dem Homeoffice-Boom beschweren sich einige Arbeitnehmer über der Qualität ihrer Arbeitsmittel. Minderwertige Bürostühle, Schreibtische und digitale Geräte können auch gesundheitliche Probleme bereiten. Für die Augengesundheit gelten beispielsweise Bildschirme als empfehlenswert, die sich per Software um einen Blaulichtfilter ergänzen lassen. Auch die Regulierbarkeit der Helligkeit, der Schriftgröße und der Kontraste sollte gegeben sein. Zu den optimalen Einstellungen zählen

  • 24 (True Color) oder 32 Bit für Farbdarstellungen.
  • ein Gamma-Wert (Darstellung Schatten und Farbe) um die 2,2.
  • Schärfekorrekturen wie ClearType (Windows) zur Verbesserung der Lesbarkeit.
  • Farbtemperatur-Einstellungen als Kompromiss zwischen Helligkeit und Blauanteil.
  • Kontrasteinstellungen nach individueller Sehkraft mithilfe eines Testbilds.