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Freitag, 02.07.2021 - 13:31 Uhr

Wohnen der Zukunft – qualitativ, umweltbewusst und smart

Aufn.: justinedgecreative / Pixabay

REGION

Die Ausstattungsbranche für private Wohnlandschaften unterliegt einem ständigen Wandel. Auch die Corona-Pandemie wird den Konsum und damit den Wohnraum der Zukunft beeinflussen. Qualitative Möbel, Nachhaltigkeit, Sparsamkeit und der Minimalismus gepaart mit Multifunktionalität dürften die kommenden Wohntrends maßgeblich prägen. Insbesondere durchdachte Lösungen für mehr Klimaschutz mit einem Höchstmaß an Komfort gewinnen an Beliebtheit.

 

Die Klimabilanz kurbelt ganzheitliches Umdenken an

Während der Pandemie mussten viele Haushalte mit weniger Einkommen leben. Für viele Menschen ging das mit einem massiven Umdenken einher. Die Lebenshaltungskosten wurden sorgfältig unter die Lupe genommen, um Sparpotenzial zu ermitteln und den finanziellen Druck zu mindern. Angesichts steigender Mietkosten blicken viele kritisch auf die Wohnraumgröße. Schließlich kostet jeder unnötige Quadratmeter bares Geld, das alternativ in Reisen, Altersvorsorge oder andere wichtige Lebensbereiche investiert werden könnte.

 

Doch Geld allein, ist nicht der einzige Beweggrund für eine wohnliche Reduzierung auf das Wesentliche. Auch hinsichtlich der persönlichen Ökobilanz steht der private Wohnraum auf dem Prüfstand. Unter anderem haben die Grünen beziehungsweise ein „Spiegel“-Interview mit dem Fraktionsvorsitzenden Anton Hofreiter eine hitzige Debatte über Einfamilienhäuser ausgelöst. Sie würden viel Fläche für sich beanspruchen und hätten ökologische Folgen. Während die einen nicht auf ihr Eigenheim verzichten wollen, machen sich andere Gedanken über klimafreundlicheres Wohnen. Generationen- und Opens external link in new windowMehrfamilienhäuser sowie Geschossbauten stellen eine echte Alternative dar.

 

Nachhaltige Möbel für jeden Geldbeutel

Doch nachhaltiges Wohnen beschäftigt nicht nur diejenigen, die über einen Umzug in ein kleineres Zuhause nachdenken oder ökologisch sinnvoll bauen beziehungsweise kaufen möchten. Auch der Kauf neuer Möbel kann einen Unterschied für das Klima machen. Bereits die Bevorzugung heimischer Hersteller mit kurzen Transportwegen trägt zum Umweltschutz bei. Das Angebot ist dahingehend groß und hält für jeden Bedarf und jedes Budget passende Alternativen bereit. Dass beispielsweise nachhaltige Küchen kein Vermögen kosten müssen, beweist der Kölner Betrieb mit seinen Opens external link in new windowEWK Qualitätsküchen. Diese werden aus nachhaltigen Materialien in Deutschland hergestellt. Unter anderem kommt PEFC zertifiziertes Holz zum Einsatz. PEFC steht für Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes und ist ein internationales Waldzertifizierungssystem, das die nachhaltige Waldbewirtschaftung fördert und beim umweltfreundlichen Möbelkauf als sinnvolle Orientierung dient.

 

Kleiner, praktischer, besser?

Wohnraumknappheit und steigende Mieten führen außerdem zu einem Trend in Richtung multifunktionaler Einrichtungen. Clevere Stauraumlösungen sparen wertvolle Quadratmeter und machen das Leben auf wenig Fläche komfortabel. Innovative Möbel, die sich mit wenigen Handgriffen an den aktuellen Bedarf anpassen lassen und mehrere Funktionen miteinander verbinden, dürften sich auch in Zukunft großer Nachfrage erfreuen. Esstische mit integrierter Aufbewahrung, wandlungsfähige Regale, die auf Knopfdruck neue Räume schaffen und ein Homeoffice, das nach dem Arbeitstag in einem ultraflachen Wandsystem verschwindet, sind dahingehend nur die Spitze des Eisbergs.

 

Smarte Technik für mehr Sparsamkeit

Auch an technischer Innovation mangelt es nicht, um Nachhaltigkeit im Alltag zu leben. Während smarte Kühlschränke dabei unterstützen, kostbare Energie zu sparen und Fehlkäufen vorbeugen, erleichtern intelligente Wasserhähne den sparsamen Umgang mit der kostbaren Ressource. Moderne Wasserhähne in der Küche machen beispielsweise den Kauf von Trinkwasser in Plastik- oder Glasflaschen unnötig und smarte Badarmaturen können den Wasserbedarf zur Körperpflege massiv reduzieren.

 

In einem Beitrag über Opens external link in new windowsmarte Wasserhähne des Energieversorgers EnBW Energie Baden-Württemberg wird zum Beispiel der Smart Faucet Wasserhahn des US-Herstellers Moen erwähnt. Das Produkt lässt sich nicht nur berührungslos per Handgeste steuern, sondern auch per Sprachbefehl. Nutzer können dank Sprachsteuerung genau vorgeben, welche Wassermenge der Wasserhahn abgeben soll und benötigen dafür keinen Messbecher. Das spart sowohl Wasser als auch Energie beim Erhitzen. Darüber hinaus erlaubt eine Smartphone-Anbindung die Erstellung von Wasserprofilen mit individuellen Temperatur- und Mengenangaben wie für das hygienische Händewaschen: „Wasser zum Benetzen der Hände, Pause von 20–30 Sekunden zum Einschäumen, Abspülen“, fasst EnBW zusammen.

 

Tipp: UBA-Umweltatlas „Bauen, Wohnen, Haushalte“

Die Ideen und Optionen für nachhaltiges Wohnen lassen keine Wünsche offen. Warum sich das Umdenken in diese Richtung lohnt, unterstreichen Daten des Umweltbundesamts: Wie die Umweltbehörde online berichtet, befasst sich der Opens external link in new windowmultimediale UBA-Umweltatlas „Bauen, Wohnen, Haushalte“ mit den Themen nachhaltig Bauen und umwelt- sowie klimafreundlich Wohnen. Verbraucher finden in sechs Rubriken weiterführende Informationen und praktische Tipps für Bereiche wie Bauweisen, Flächeneffizienz und Wasserverbrauch. Die technische Umsetzung des Projekts erfolgte im Rahmen eines Forschungs- und Entwicklungsvorhabens.