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Sonnabend, 23.01.2021 - 13:29 Uhr

ALDI-Ansiedlung: Verein für Dorferhaltung lehnt digitale Einwohnerversammlung ab

ALIGSE

"ALDI plant in 300 Meter Entfernung von der Wohnbebauung in Aligse ein Logistikzentrum. Etwa 120.000 Quadratmeter Ackerfläche sollen versiegelt werden. Das ist ein Fünftel mehr als die gesamte Fläche des MegaHubs (100.000 Quadratmeter). Auch die Hallengröße übersteigt - selbst im ersten Ausbauschritt - alles, was das Stadtgebiet Lehrte bisher gesehen hat: 44.500 Quadratmeter Halle mit Kühlhaus + 25.000 Quadratmeter in weiteren Ausbauschritten = 69.500 Quadratmeter. Zum Vergleich: Die neue Halle an der Mielestraße ist etwa 20.000 Quadratmeter groß", beschreibt der Verein für Dorferhaltung und Umweltschutz e.V. über die die geplante Ansiedlung eines Logistikzentrum der ALDI Regionalgesellschaft. Die zuletzt von ALDI vorgeschlagene digitale Einwohnerversammlung lehnt der Verein ab.

 

In einer Pressemitteilung schreibt der Verein: "Die Politik (Ortsrat und Stadtrat) hat einstimmig beschlossen, einen Fehler von 2017 nicht zu wiederholen. Damals war - ohne ausreichende Information der betroffenen Bevölkerung und ohne jede Diskussion mit den Betroffenen - die öffentliche Auslegung der Unterlagen beschlossen worden. Wir begrüßen deshalb ausdrücklich den politischen Beschluss zur Durchführung einer Einwohnerversammlung vor der öffentlichen Auslegung der Planunterlagen. Auf massiven Druck der Firma ALDI auf Politik und Verwaltung wird jetzt überlegt, diese Einwohnerversammlung digital durchzuführen. Dies widerspricht der Intention, allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern den neuen vorhabenbezogenen Bebauungsplan vorzustellen und ihnen die Möglichkeit zu geben, kritische Fragen zu stellen, und einen Diskussionsprozess anzustoßen. Denn: Nicht alle Bürgerinnen und Bürger haben die Voraussetzungen, an einer digitalen Veranstaltung teilzunehmen. Sie werden ausgeschlossen".

 

Selbst wenn eine digitale Einwohnerversammlung technisch störungsfrei organisierbar wäre: "Alle in Videokonferenzen Erfahrenen wissen: Ein Vortrag per Bildschirm ist ermüdend, eine Diskussion wird erschwert", so der Verein. Darüber hinaus würden die Entscheidungsträger nur in einer Präsenzveranstaltung bei einer persönlichen Anwesenheit aller interessierten Bürgerinnen und Bürger, die Stimmungslage zu dem geplanten Logistikzentrum erfahren.

 

Der Verein für Dorferhaltung und Umweltschutz e.V. bittet aus diesen Gründen "eindringlich alle Fraktionen im Lehrter Rat, an einer Präsenzveranstaltung festzuhalten und dem Druck der Firma ALDI auf den politischen Prozess nicht nachzugeben. Die Planunterlagen liegen erst seit November 2020 vor, es besteht kein politischer Zeitdruck."

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