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Donnerstag, 06.02.2020 - 16:24 Uhr

Sicherheitsmaßnahme: Unterricht der 5. bis 10. Jahrgänge am Gymnasium fällt aus

Baugrube zu dicht am Bestandsgebäude - Gymnasialtrakt vorsichthalber gesperrt

Zu dicht am Bestandsgebäude: Die Baugrube des Gymnasium-Anbaus entspricht nicht den Normen.Aufn.: Gemeinde Wedemark

Der Unterricht der Klassen 5 bis 10 am Gymnasium Mellendorf fällt morgen, Freitag, 7. Februar 2020, aus. Die Baugrube des Gymnasium-Anbaus ist nicht DIN-gerecht ausgeführt und zu dicht an das bestehende Gebäude herangebaggert worden. Die Gemeindeverwaltung sperrte daraufhin den Gymnasialtrakt. Der Unterricht der IGS und Realschule sowie der Oberstufe des Gymnasium findet weiterhin statt.

MELLENDORF

Weil bei den Tiefbauarbeiten am Gymnasiumsanbau in Mellendorf zu dicht an den Gymnasialtrakt herangegraben wurde, entschied die Gemeindeverwaltung nach Bekanntwerden heute, die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums bereits mittags nach Hause zu schicken und diesen Schultrakt zu sperren. Auch am morgigen Freitag, 7. Februar 2020, fällt der Unterricht für die Klassen 5 bis 10 aus. Der 11. Und 12. Jahrgang wird weiter beschult. Die IGS, die Realschule und die Facharbeitsräume sind nicht betroffen. Aller Voraussicht nach kann am Wochenende der Mangel behoben werden und ab Montag wieder Unterricht für alle Schülerinnen und Schüler stattfinden.

 

"Die Meldekette hat einwandfrei funktioniert", zeigt sich Bürgermeister Helge Zychlinski erleichtert. Bei einer Sitzung mit Vertretern aus Gemeinde- und Schulverwaltung machte er am heutigen Mittag deutlich, dass die Sicherheitsmechanismen gegriffen hätten. Sobald dem Architekturbüro aufgefallen sei, dass die Baufirma die Baugrube zu dicht an den Gymnasialtrakt herangegraben haben könnte, hätten die Architekten unmittelbar eine Bodengutachterin eingeschaltet sowie einen Statiker hinzugezogen. Die Gutachterin habe schließlich festgestellt, dass tatsächlich geltende Normen nicht eingehalten worden seien und deshalb eine potenzielle Gefahr für das Bestandsgebäude bestünde. "Noch ist nichts verrutscht", macht Helge Zychlinski deutlich, die Gutachterin könne allerdings nicht ausschließen, dass das unter ungünstigen Umständen passieren könnte. "Sowie wir von der möglichen Gefahr informiert wurden, haben wir als Vorsichtsmaßnahme sofort alle Schulverwaltungen vor Ort kontaktiert sowie die Schließung des Gymnasiums angeordnet", berichtet der Bürgermeister weiter.

 

Inzwischen ergriffen der Statiker und die Bodengutachterin zusammen mit der Bauverwaltung der Gemeinde weitere Sofortmaßnahmen. Zunächst erweiterte der Bauhof der Gemeinde die Bauzaun-Absperrung des Gebietes, so dass Schülerinnen und Schüler auf sicherer Distanz zur Baugrube gehalten werden. Zur Absicherung der Gebäudemauern liegen mittlerweile Winkelstützen am Ort bereit. Die Fachleuteprüfen, wie sie konkret eingesetzt werden. "Wir akzeptieren nur Lösungen, die von allen Fachleuten getragen werden können", macht Bürgermeister Helge Zychlinski klar. Er gehe derzeit davon aus, dass die ausführende Baufirma die notwendigen Stabilisierungsmaßnahmen am Wochenende durchführen werde und der Unterricht am Montag wieder für alle Jahrgänge des Gymnasiums wie gewohnt durchgeführt werden könne. Das entscheide sich Freitagmittag, stellt Bürgermeister Zychlinski in Aussicht. Dann werde die Öffentlichkeit selbstverständlich über die bekannten Kanäle informiert.

 

Die Eltern werden durch die Schulleitung des Gymnasiums direkt informiert. Fragen beantwortet die Schulleitung unter den Rufnummern 05130/581120 und 05130/581125.

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