Sehnde

CDU informiert sich über Avacon Data Center in Sehnde

[SEHNDE]

Eine Delegation der CDU hat das Avacon Data Center in Sehnde besucht und sich über Technik, Sicherheit, Nachhaltigkeit und die Bedeutung des Rechenzentrums für den Wirtschaftsstandort informiert. Geschäftsführer Christoph Seffner stellte den Gästen die Anlage vor und erläuterte deren Betrieb.

An dem Besuch nahmen der Bundestagsabgeordnete Tilman Kuban, die Landtagsabgeordnete Heike Köhler, der Sehnder CDU-Bürgermeisterkandidat Dr. Marco Schinze-Gerber sowie Heike Beneke, Spitzenkandidatin für den Rat im Wahlbereich 2, teil.

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Nach Angaben von Avacon wurden rund 40 Millionen Euro in das Rechenzentrum investiert. Auf einer Serverfläche von 2.000 Quadratmetern können bis zu 28.000 Kundenserver betrieben werden. Die Anschlussleistung beträgt 3,5 Megawatt. Mehrere Glasfaserverbindungen mit jeweils 100 Gigabit pro Sekunde sorgen für eine leistungsfähige Anbindung.

Das Rechenzentrum werde rund um die Uhr überwacht. Stromversorgung, Kühlung, Netztechnik und Glasfaseranbindungen seien redundant ausgelegt. Regelmäßige Tests, Wartungen und Audits dienten der Sicherstellung einer hohen Verfügbarkeit.

„Mit dem Avacon Data Center verfügt Sehnde bereits über eine zentrale Zukunftstechnologie. Sichere Daten, leistungsfähige Netze und eine verlässliche digitale Infrastruktur entscheiden zunehmend darüber, wo Unternehmen investieren und Arbeitsplätze entstehen“, sagte Dr. Marco Schinze-Gerber.

Avacon setzt nach eigenen Angaben auf das sogenannte Server Housing. Das Unternehmen stellt Flächen, Serverschränke, Energieversorgung, Kühlung und Netzanschlüsse bereit, während die Kunden ihre eigene Technik installieren und die Kontrolle über ihre Daten behalten.

Die Daten würden in Sehnde gespeichert und verarbeitet. Nach Angaben des Unternehmens gelten dabei deutsche und europäische Datenschutzstandards. Zugriffe durch Dritte seien ausgeschlossen.

„Wir können stolz darauf sein, dass Sehnde Standort eines solchen Rechenzentrums ist. Hier verbinden sich Datensouveränität, Sicherheit und wirtschaftliche Entwicklung. Das stärkt unsere Stadt und zeigt, welches Potenzial in Sehnde steckt“, erklärte Schinze-Gerber.

Das Rechenzentrum wird laut Avacon mit Grünstrom betrieben und verfügt über eine Photovoltaikanlage sowie eine Fassadenbegrünung. Zudem sei die technische Voraussetzung geschaffen worden, künftig die entstehende Abwärme zu nutzen. Im Rahmen der kommunalen Wärmeplanung werde derzeit geprüft, ob diese gemeinsam mit weiteren Wärmequellen in ein Nahwärmenetz eingespeist werden könne. Nach den vorgestellten Planungen könnten bis zu 503 Gebäude angeschlossen werden. Eine Machbarkeitsstudie läuft nach Angaben der Beteiligten derzeit.

Im Mittelpunkt des Besuchs stand außerdem das Thema Cybersicherheit. Nach Angaben der CDU verdeutlichte der Austausch, welche Bedeutung professionelle Rechenzentren für den Schutz von Unternehmensdaten und eine zuverlässige digitale Infrastruktur haben.

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