Fördermittel für private Maßnahmen und Kleinstprojekte in der Dorfregion „Lebensort ISA“
Foto: Karin Bukies
Die Stadt Lehrte weist auf Fördermöglichkeiten für private Vorhaben, Vereine und kleinere gemeinschaftliche Projekte in der Dorfregion „Lebensort ISA“ hin. Zu der Dorfregion gehören Immensen, Sievershausen und Arpke. Sie ist seit 2022 Teil des niedersächsischen Förderprogramms Dorfentwicklung.
Wie Fördermittel eingesetzt werden können, zeigte sich zuletzt bei der Einweihung der sanierten und aufgewerteten Straße „Vor dem Heeßel“ in Sievershausen. Bei einem anschließenden Dorfspaziergang wurden auch mehrere private Vorhaben vorgestellt. Dazu gehörten die Umnutzung einer ehemaligen Sattelkammer zu Wohnraum, die Sanierung eines alten Hühnerstalls als Abstellfläche, die Umnutzung einer Scheune zu einer barrierefreien Wohnung sowie die Sanierung denkmalgeschützter Gebäude.
Anträge für private Vorhaben
Private Eigentümer und Vereine können Förderanträge für Maßnahmen innerhalb der Dorfregion stellen. Förderfähig sind unter anderem Arbeiten an Gebäuden, die bis 1945 errichtet wurden, sowie an landwirtschaftlich oder ehemals landwirtschaftlich genutzten Gebäuden und den dazugehörigen Freiflächen. Auch die Revitalisierung oder Umnutzung leerstehender Gebäude kann unterstützt werden.
Anträge können bis zum 30. September 2026 direkt beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser eingereicht werden. Wer den Antrag über die Stadt Lehrte einreichen möchte, muss die Unterlagen bis spätestens 15. August 2026 beim Fachdienst Stadtplanung vorlegen. Dadurch bleibt der Stadt ausreichend Zeit, den Antrag zu prüfen und mit einer Stellungnahme an das Amt für regionale Landesentwicklung weiterzuleiten.
Alternativ ist eine digitale Antragstellung bis zum 30. September 2026 über das Online-Antragsmanagement des Landes möglich. Dem Antrag müssen unter anderem Kostenangebote, Fotos und ein Lageplan beigefügt werden.
Der reguläre Fördersatz beträgt für private Vorhaben bis zu 35 Prozent der förderfähigen Nettokosten. Da die Stadt Lehrte zur LEADER-Region Aue-Wulbeck gehört, erhöht sich der Fördersatz um fünf Prozentpunkte. Für natürliche Personen und Personengesellschaften sind damit bis zu 40 Prozent der förderfähigen Nettokosten möglich.
Gemeinnützige Organisationen können einschließlich des LEADER-Zuschlags eine Förderung von bis zu 75 Prozent der förderfähigen Nettokosten erhalten.
Weitere Informationen zur Dorfentwicklung und zu privaten Fördermaßnahmen gibt es unter diesem Link.
Förderung für Kleinstprojekte
Daneben können kleine, schnell umsetzbare Projekte innerhalb der Dorfregion gefördert werden. Unter Kleinstprojekte fallen Anschaffungen oder Dienstleistungen, die überwiegend der Gemeinschaft dienen und einen Gesamtinvestitionsaufwand von höchstens 12.500 Euro haben.
Hierfür ist ein Zuschuss von bis zu 2.500 Euro möglich. Die Stadt Lehrte unterstützt die Vorhaben zusätzlich mit zehn Prozent der Fördersumme, sodass insgesamt bis zu 2.750 Euro gewährt werden können.
Für Kleinstprojekte genügt ein formloser Antrag mit einer Beschreibung und einer Kostenschätzung. Die Stichtage sind jeweils der 30. Juni und der 1. Dezember eines Jahres. Die Unterlagen können per Mail an DorfregionLISA@lehrte.de gesendet werden.
Nach der Prüfung werden die Anträge der Lenkungsgruppe der Dorfregion „Lebensort ISA“ vorgelegt. Bei Zustimmung stellt die Stadt den Förderantrag beim Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser.
Weitere Informationen zu Kleinstprojekten sind unter diesem Link zu finden.
Eine kostenlose Beratung und Unterstützung bei der Antragstellung bieten die mit der Umsetzungsbegleitung beauftragten Büros „mensch und region“ und „Stadtlandschaft“ sowie die Stadt Lehrte und das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser.

