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Wie Unternehmen in der Region Hannover ihre Werbegeschenke nachhaltiger gestalten

[REGION]

Plastikkugelschreiber und billige Schlüsselanhänger landen oft direkt im Müll. Immer mehr Betriebe in der Region Hannover setzen deshalb auf nachhaltige Alternativen, wenn sie Kunden oder Geschäftspartner beschenken. Der Wandel betrifft nicht nur große Konzerne, sondern auch mittelständische Firmen, Behörden und Vereine vor Ort.

Der Werbeartikelmonitor 2023 des Gesamtverbands der Werbeartikel-Wirtschaft (GWW) beziffert die Ausgaben deutscher Unternehmen für haptische Werbemittel auf rund 1,65 Milliarden Euro. Gleichzeitig steigt der Anteil ökologisch verantwortungsvoller Produkte in diesem Segment seit Jahren. Gerade in einer Region, die mit der Klimaschutzagentur Region Hannover bereits seit 2001 institutionelle Strukturen für Nachhaltigkeit geschaffen hat, kommt diese Entwicklung nicht überraschend.

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Anbieter wie Greengiving haben sich auf genau dieses Segment spezialisiert und beliefern Unternehmen, Behörden und Institutionen ausschließlich mit nachhaltigen Werbeartikeln. Die Produktpalette reicht von bedruckten Baumwolltaschen über Samenpapier bis hin zu Trinkflaschen aus recyceltem Material. Für Marketingverantwortliche, die ökologische Kriterien in der Beschaffung ernst nehmen, ist das Angebot in den vergangenen Jahren erheblich gewachsen.

Warum der klassische Werbekugelschreiber ausgedient hat

Werbegeschenke sollen im Gedächtnis bleiben. Ein Einwegkugelschreiber aus Plastik vermittelt im Jahr 2025 allerdings eher Gleichgültigkeit als Wertschätzung. Unternehmen in Burgdorf, Isernhagen oder Burgwedel, die auf regionale Messen oder Firmenevents setzen, stehen vor der gleichen Frage: Welches Geschenk passt tatsächlich zur eigenen Markenbotschaft?

Bambus-Stifte, Notizbücher aus Recyclingpapier oder Trinkflaschen aus Edelstahl sind längst keine Nischenprodukte mehr. Sie kosten oft nur unwesentlich mehr als konventionelle Alternativen, werden aber nachweislich länger genutzt. Das verlängert die Sichtbarkeit eines aufgedruckten Logos und reduziert gleichzeitig den Abfall.

Bei Greengiving.de etwa umfasst das Sortiment über 500 verschiedene Produkte, die alle mindestens ein Nachhaltigkeitskriterium erfüllen. Von Dopper-Trinkflaschen bis hin zu Rebottled-Gläsern aus upgecycelten Weinflaschen bieten solche Artikel einen konkreten Gesprächsanlass, den ein Standardkugelschreiber nie liefern könnte.

Regionale Initiativen setzen den Rahmen

Die Landeshauptstadt Hannover hat sich im Rahmen ihres Klimaschutzprogramms 2035 ambitionierte Ziele gesetzt. Auch umliegende Kommunen wie Lehrte und Sehnde integrieren zunehmend Nachhaltigkeitskriterien in ihre Beschaffungsrichtlinien. Wenn Behörden bei Veranstaltungen Werbemittel verteilen, greifen sie immer häufiger auf zertifizierte, ökologische Produkte zurück.

Für lokale Betriebe entsteht dadurch eine Art Sogwirkung. Wer bei einer Wirtschaftsmesse in der Region neben einem Stand einer Kommune steht, die Fair-Trade-Schokolade und Samenpakete verteilt, möchte mit Plastikfeuerzeugen nicht daneben wirken. Nachhaltige Werbeartikel werden so vom netten Extra zur Selbstverständlichkeit.

Spezialisierte Anbieter ökologischer Werbemittel erleichtern den Umstieg erheblich. Viele bieten kostenlose digitale Druckvorschauen an, sodass Marketing-Teams vor der Bestellung genau sehen, wie ihr Logo auf einer Baumwolltasche oder einem Korkprodukt aussieht. Die Lieferung erfolgt europaweit, häufig innerhalb von fünf bis sieben Werktagen.

Worauf Betriebe bei der Auswahl achten sollten

Nicht jedes Produkt, das sich grün nennt, ist es auch. Begriffe wie „umweltfreundlich“ oder „öko“ sind rechtlich kaum geschützt und lassen sich beliebig verwenden. Seriöse Anbieter nachhaltiger Werbegeschenke kennzeichnen ihre Produkte deshalb transparent nach konkreten Kategorien: recycelt, biologisch abbaubar, aus nachwachsenden Rohstoffen, Fair Trade oder upcycled.

Ein konkretes Beispiel verdeutlicht den Unterschied. Bambook-Notizbücher lassen sich abwischen und wiederverwenden, was den Papierverbrauch auf einen Bruchteil reduziert. Solche Produkte eignen sich besonders als Firmengeschenke, weil sie eine Geschichte mitbringen und zum Nachfragen einladen.

Wer für ein Unternehmen in der Region Hannover Werbemittel einkauft, sollte auch die Lieferkette beachten. Kurze Transportwege innerhalb Europas, gebündelter Versand und der Verzicht auf unnötige Verpackung trennen echtes Engagement von bloßem Greenwashing. Referenzkunden wie McKinsey oder Beiersdorf zeigen, dass auch große Unternehmen bei spezialisierten Anbietern für nachhaltige Werbeartikel bestellen.

Neue Berichtspflichten erhöhen den Druck

Die EU-Richtlinie zur Nachhaltigkeitsberichterstattung (CSRD), die seit Januar 2024 für große Unternehmen gilt, betrifft indirekt auch deren Zulieferer und Dienstleister. Wer heute in der Beschaffung auf ökologische Kriterien setzt, dokumentiert das in seiner Lieferkette und erfüllt damit künftige Anforderungen leichter.

Auch mittelgroße Unternehmen ab 250 Mitarbeitenden werden ab dem Geschäftsjahr 2025 berichtspflichtig. Für Marketing-Abteilungen bedeutet das: Jede Ausgabe für Werbemittel kann künftig Teil eines Nachhaltigkeitsberichts werden. Die Wahl eines Kugelschreibers aus Bambus statt aus Plastik wird damit auch eine dokumentierbare Entscheidung.

In der Region Hannover, wo rund 40.000 kleine und mittlere Unternehmen ansässig sind, betrifft diese Entwicklung einen erheblichen Teil der lokalen Wirtschaft. Vom Handwerksbetrieb in Burgdorf bis zum IT-Dienstleister in Isernhagen lohnt es sich, die eigenen Werbemittel auf den Prüfstand zu stellen, bevor es regulatorisch notwendig wird.

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