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Heimatbund Uetze besichtigt Kloster Ebstorf

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Der Uetzer Heimatbund ist zu seiner ersten Tagesfahrt in diesem Jahr gestartet. Auf dem Programm standen Besichtigungen des Klosters Ebstorf, des Museumsdorfs Hösseringen und der Christophorus-Kirche in Sprakensehl. „Es war ein schöner Tag. Wir haben viel gesehen“, so fasste der Vereinsvorsitzende Peter Doms gegen Abend seine Eindrücke auf der Heimfahrt zusammen.

Als erstes Ziel hatte der Reisebus das Kloster Ebstorf angesteuert, das seit Ende des 12. Jahrhunderts ein Benediktinerinnenkloster war und heute ein evangelisches Damenstift ist. Alle Klostergebäude im Stile der norddeutschen Backsteingotik einschließlich der Hallenkirche mit Nonnenempore sind noch erhalten.

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Die 32-köpfige Besuchergruppe konnte sich bei einer Führung selbstverständlich auch die berühmte Ebstorfer Weltkarte anschauen. Sie ist um 1300 im Kloster auf 30 Ziegenhäuten entstanden. „Sie zeigt, wie man sich damals die Welt vorstellte“, erläuterte ein Fremdenführer den Uetzern. Damals waren nur die drei Kontinente Europa, Asien und Afrika bekannt. „Es ist nicht alles maßstabsgetreu“, sagte der Gästeführer. Auf der Karte sind nicht nur geografische Gesichtspunkte verewigt. Sie spiegelt auch Geschichten aus der Bibel und aus der griechischen Mythologie wider. Als Mittelpunkt der Welt ist Jerusalem dargestellt.

Zweite Station war das Museumsdorf Hösseringen, das die Gäste nach dem Mittagessen auf eigene Faust erkundeten. In dem Freilichtmuseum sind mehr als 30 historische Bauwerke zusammengetragen worden, die die Landwirtschaft, das Handwerk, die Wirtschaft und die Kultur der Lüneburger Heide veranschaulichen. Zum Beispiel stehen dort ein Imkerhaus aus Eschede, eine Schmiede aus Bodenteich, ein Kötnerhaus aus Bahnsen, eine Stellmacherwerkstatt aus Westendorf und ein Spritzenhaus aus Horburg.

Auf der Heimfahrt legte der Bus einen Stopp in Sprakensehl ein. Dort besichtigten die Heimatbund-Mitglieder nach einem gemeinsamen Kaffeetrinken die evangelische Christophorus-Kirche. Sie stammt aus dem 14. Jahrhundert. Sehenswert ist der barocke Orgelprospekt. Eine Besonderheit sind auch die gotischen Wandmalereien, die 1968 wieder freigelegt worden sind.

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