Region Hannover

Rot-Grün will Biotopverbund in Niedersachsen ausbauen

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Die Lebensräume vieler Tier- und Pflanzenarten in Niedersachsen sollen gestärkt und besser miteinander verbunden werden. Das haben SPD und Grüne mit ihrer Mehrheit im Landtag beschlossen. Ziel ist es nach Angaben der Grünen-Landtagsabgeordneten Djenabou Diallo Hartmann aus der Region Hannover, Biotope besser zu verknüpfen und damit dem anhaltenden Rückgang von Tier- und Pflanzenarten entgegenzuwirken.

„Der Verlust der biologischen Vielfalt ist eine der größten Herausforderungen unserer Zeit. Deshalb ist es richtig, dass wir den Biotopverbund jetzt konsequent voranbringen“, erklärt Diallo Hartmann.

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Viele Lebensräume seien heute voneinander abgeschnitten, etwa durch Straßen, Siedlungen oder intensive Nutzung von Flächen. Für zahlreiche Arten werde es dadurch immer schwieriger, sich auszubreiten und stabile Populationen zu bilden. „Wenn wir wollen, dass Arten langfristig überleben, müssen wir ihre Lebensräume wieder miteinander verbinden. Genau hier setzt der Biotopverbund an“, so die Grünen-Politikerin.

Konkret geht es darum, durch Hecken, Gewässerrandstreifen, Waldränder oder artenreiche Wiesen ein Netz aus verbundenen Lebensräumen zu schaffen. Auch sogenannte Trittsteinbiotope, also kleinere Rückzugsorte, sollen dabei helfen, Lücken zwischen größeren Flächen zu schließen.

Grundlage ist unter anderem die Vereinbarung des Niedersächsischen Weges. Danach sollen 15 Prozent der Landesfläche für den Biotopverbund gesichert werden. „Dieses Ziel haben wir noch nicht erreicht. Umso wichtiger ist es, dass wir jetzt Tempo machen“, betont Diallo Hartmann.

Der beschlossene Antrag sieht nach Angaben der Grünen vor, den Biotopverbund landesweit verbindlich zu stärken, Kommunen und Akteure vor Ort besser zu unterstützen und geeignete Flächen langfristig zu sichern.

Ein wichtiger Baustein ist aus Sicht der Grünen-Abgeordneten die praktische Umsetzung vor Ort. Mit einem Förderratgeber des Landes und zusätzlichen Beratungsangeboten sollen Kommunen, Landwirtschaft und Naturschutzverbände gezielt unterstützt werden.

„Der Schutz der Artenvielfalt gelingt nur gemeinsam. Deshalb setzen wir auf Kooperation und konkrete Hilfestellungen für Regionen wie unsere. Jede vernetzte Fläche zählt, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen zu bewahren – auch hier bei uns vor Ort“, erklärt Diallo Hartmann.

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