Die Uetzer Luftpistolenschützin Marit Klanz hat nach 100 Ligaeinsätzen seit dem Aufstieg der Mannschaft in die Bundesliga aus persönlichen Gründen ihren Rücktritt aus dem Team erklärt. Sie will sich in Zukunft im Schießsport nur noch auf das Meisterschaftsprogramm konzentrieren.
Die 35-Jährige war das Urgestein des Uetzer Teams. Die Umwelt-Ingenieurin hat für den Verein seit ihrem Einstieg in die Kreisklasse in 2006 insgesamt 134 Ligaeinsätze absolviert, davon genau 100 seit dem Aufstieg in die 2. Bundesliga in 2011. Zudem hat sie erfolgreich an allen Aufstiegsschießen teilgenommen. Unter anderem war sie zweimal beim Aufstieg in die 1. Bundesliga dabei, in der der Verein vier Jahre vertreten war.
Die Sportlerin hat in ihrer letzten Saison ungeschlagen alle Punkte für das Uetzer Team geholt und war mit einem Schnitt von 372 Ringen eine der stärksten Schützen der 2. Bundesliga Nord. Ein Höhepunkt ihrer Ligakarriere war sicherlich der Einsatz auf Position 1 gegen Olympiasieger Christian Reitz beim Heimwettkampf 2017 in der 1. Bundesliga in Uetze.
„Marit ist leistungsstark und war immer eine absolut zuverlässige und sichere Bank im Team. Aber wir alle können ihren Schritt nach so vielen Jahren nachvollziehen, auch wenn es schwerfällt“, stellt Trainer Donald Albrecht fest.
Neben dem Ligaschießen ist die Sportlerin auch erfolgreich im Meisterschaftsprogramm unterwegs. Sie war in der Jugend Mitglied im Nationalkader und mehrfache deutsche Meisterin und hat zudem zahlreiche Platzierungen auf deutschen und internationalen Meisterschaften errungen.
„Der Schritt ist mir sehr schwergefallen, da wir ein wirklich tolles Team waren“, erklärt die Sportlerin. „Auch wenn es meine stärkste Saison war, habe ich aber in letzter Zeit gemerkt, dass mir in den Wettkämpfen der innere Antrieb fehlte. Ich war oft unzufrieden, dass ich nicht das abrufen konnte, was ich leistungsmäßig kann. Ich denke, dass ich nach 20 Jahren und 134 Wettkämpfen einfach eine Pause brauche. Hinzu kommen Veränderungen im persönlichen Umfeld, die mich nun mehr beanspruchen. Deshalb werde ich mich zukünftig auf das Meisterschaftsprogramm beschränken und freue mich schon auf meine Damenmannschaft und mein Mixed-Team mit Christian.“