Burgwedel

Jahreshauptversammlung der Feuerwehr Großburgwedel mit vielen Ehrungen

[GROSSBURGWEDEL]

Am vergangenen Freitag, 16. Januar 2026, hat die Freiwillige Feuerwehr Großburgwedel ihre Jahreshauptversammlung im Feuerwehrgerätehaus am Mühlenbruchdamm abgehalten. Ortsbrandmeister Tibor Biczók und sein Stellvertreter Carsten Moß begrüßten rund 150 Anwesende, darunter zahlreiche Vertreter aus Feuerwehrführung, Politik und befreundeten Organisationen. Im Mittelpunkt standen der Rückblick auf ein einsatzreiches Jahr mit 109 Alarmierungen, die große ehrenamtliche Leistung der Mitglieder sowie zahlreiche Ernennungen, Beförderungen und Ehrungen, während zwei besonders hohe Auszeichnungen am Ende den Abschluss der Versammlung bildeten.

Unter den Gästen waren unter anderem Brandschutzabschnittsleiter Volker Kluth, Stadtbrandmeister Carsten Rüdiger, der stellvertretende Stadtbrandmeister Florian Leisenberg, zugleich Ortsbrandmeister von Kleinburgwedel, sowie der stellvertretende Regionsbrandmeister Nils Wellmanns. Außerdem nahmen die Ehrenstadtbrandmeister Friedhelm Leisenberg und Heinz-Jürgen Krüger teil, ebenso die Ortsbrandmeister Uwe Borkowitz aus Engensen, Björn Schimkewitsch aus Thönse, Marc Otte aus Fuhrberg, Karsten Weigt aus Wettmar und Hartmut Lübbe aus Oldhorst. Burgwedels Bürgermeisterin Ortrud Wendt war ebenso dabei wie Feuerwehrausschussvorsitzende Susanne Dannhauer, Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller, der THW-Ortsbeauftragte Lukas Czeszak aus Burgdorf sowie Hannes Vokuhl. Für die musikalische Umrahmung sorgte der Feuerwehrmusikzug Großburgwedel mit Unterstützung des Regionsbrandmeisters a.D. Karl-Heinz Mensing, die Bewirtung übernahmen nach Angaben der Feuerwehr die Sauerkirschen und die Feuerwehr Kleinburgwedel.

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Rückblick auf Einsätze und ehrenamtliche Arbeit

Im Jahresbericht zeichnete Tibor Biczók ein Bild einer großen und breit aufgestellten Feuerwehr. Genannt wurden 81 aktive Mitglieder, darunter fünf mit Zweitmitgliedschaft, 26 Mitglieder in der Ehrenabteilung, 26 im Musikzug, 33 in der Jugendfeuerwehr, 10 in der Kinderfeuerwehr sowie 488 Freunde der Wehr. Insgesamt seien im vergangenen Jahr 13.962 Stunden ehrenamtlich geleistet worden, davon 3.030 Stunden in Einsätzen, 5.142 Stunden in der Ausbildung und 485 Stunden bei Lehrgängen. Biczók ordnete die Zahl ein und rechnete vor, dass diese Stunden etwa der Jahresarbeitszeit von knapp sieben Arbeitskräften entsprächen. Mehr als die Hälfte aller Einsätze im Stadtgebiet entfiel nach seinen Angaben auf die Schwerpunktfeuerwehr in Großburgwedel, die 2025 zu 109 Einsätzen ausrückte. Diese gliederten sich in 57 Hilfeleistungseinsätze, 46 Brände, drei Fehlalarme, zwei Brandsicherheitswachen und einen sonstigen Einsatz. Zudem wurden drei neue Kameraden in der Einsatzabteilung begrüßt, Yannik Till Ewe, Jamie Maik Sale und Uwe Witthus.

Grußworte und Ausblick

Stadtbrandmeister Carsten Rüdiger stellte in seinem Grußwort die Struktur der Stadtfeuerwehr in den Mittelpunkt und sagte, jede der sieben Ortsfeuerwehren habe eine Spezialaufgabe bekommen, heute zeige sich, „dass es die richtige Entscheidung war“. Jeder große Einsatz zeige zugleich Potenziale auf, „wo wir noch besser werden können“, und er sprach in diesem Zusammenhang auch über Verbesserungen bei der Hygiene sowie über Unterstützungsmöglichkeiten bei belastenden Einsätzen. „Ich bin stolz darauf, dass wir eine funktionierende Stadtfeuerwehr haben“, sagte Rüdiger. Bürgermeisterin Ortrud Wendt würdigte die Schlagkraft der Ortsfeuerwehr und betonte, Material und Geld seien „nicht wert“, wenn sie nicht auf „Menschen mit Herzblut und exzellenter Ausbildung“ treffen. Mit Blick auf Investitionen und die künftigen Anforderungen sagte sie: „Das ist kein Luxus, das ist wirklich wichtig, was wir hier machen.“ Feuerwehrausschussvorsitzende Susanne Dannhauer dankte für Einsatz, Zeit und Teamgeist, Ortsbürgermeister Rolf Fortmüller bezeichnete Traditionsveranstaltungen als „Kitt für unsere Dorfgemeinschaft“. Brandschutzabschnittsleiter Volker Kluth nannte für die Regionsfeuerwehr 8.750 Einsätze in 2025 und sprach über Veränderungen durch eine neue Feuerwehrverordnung. Der stellvertretende Regionsbrandmeister Nils Wellmanns hob die Nachwuchsarbeit hervor und nannte das Engagement „alles andere als selbstverständlich“, verbunden mit einem besonderen Dank an die Familien.

Ernennungen und Ehrungen

Zum Ende der Versammlung standen zahlreiche Personalentscheidungen und Auszeichnungen im Mittelpunkt. Zu Feuerwehrmännern beziehungsweise zur Feuerwehrfrau wurden Franziska Keil, Fabian Mann, Till Strohdach, Dmytro Tashkenov, Nick van de Loo und Manuel Ziarno ernannt. Beförderungen zum Oberfeuerwehrmann oder zur Oberfeuerwehrfrau erhielten Daniela Bähr, Bastian Kreipe, Rebecca Paulini, Kimberly Romanczyk, Leon Sander Köhler, Karolin Tesch und Marian Verspohl. Florian John, Alina Krause und Kristina Mann wurden zum Hauptfeuerwehrmann beziehungsweise zur Hauptfeuerwehrfrau befördert. Jacob Ester erhielt den Dienstgrad Löschmeister, Sebastian Uhlig wurde zum Oberlöschmeister befördert und Sebastian von Pawelsz zum Brandmeister.

Für langjährige Mitgliedschaft und Verdienste wurden weitere Ehrungen ausgesprochen. Robin Herbst und Sandra Scheffler erhielten das Niedersächsische Feuerwehrehrenzeichen für 25-jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr, Carsten Languth wurde für seine 40-jährige aktive Mitgliedschaft ausgezeichnet und Michael Mohrlüder für 50-jährige aktive Mitgliedschaft. Michael Busch erhielt das Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landesfeuerwehrverbandes Niedersachsen für 25 Jahre Mitgliedschaft, Hans-Rudolf Dangers wurde für 40 Jahre geehrt. Im Feuerwehrmusikwesen wurden Frederic Mohrlüder für 25 Jahre und Bernd Seiler für 40 Jahre ausgezeichnet. Ralf Rothausen erhielt für seine zehnjährige Tätigkeit als Dirigent die Dirigentenschnalle in Bronze. Bei den Freunden der Wehr wurden Karl-Andreas Frauenberger und Rüdiger Kausch für 40 Jahre geehrt. Zudem wechselten Frank Feyerabend nach 53 Jahren aktiver Mitgliedschaft und Michael Mohrlüder nach 50 Jahren aktiver Mitgliedschaft in die Ehrenabteilung. Dominik Kehr wurde ebenso aus der Einsatzabteilung entlassen, bleibt aber Fahnenträger.

Zwei besonders hohe Auszeichnungen bildeten den Abschluss. Carsten Moß erhielt das Silberne Feuerwehrehrenzeichen am Bande des Landes Niedersachsen, und Carsten Rüdiger wurde mit dem Deutschen Feuerwehrkreuz in Gold ausgezeichnet (wir berichteten).

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