Isernhagen
Sonnabend, 03.02.2024 - 15:47 Uhr

Pflicht und Kür erfüllt: Feuerwehr Altwarmbüchen besteht "Stresstest" mit Bestnote

Die Beförderten der Ortsfeuerwehr Altwarmbüchen mit Ortsbrandmeister Björn van Veen (links).Aufn.: Bastian Kroll

ALTWARMBüCHEN

Es war ein anstrengendes Jahr 2023 für die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr Altwarmbüchen. "Das ganze Jahr war sehr feuerwehrlastig", beschrieb der Ortsbrandmeister Björn van Veen in seinem Jahresbericht, den er während der Jahreshauptversammlung der Ortsfeuerwehr am gestrigen Freitag, 2. Februar 2024, im Hotel Hennies hielt. 

 

Rund 100 Gäste konnte der Ortsbrandmeister zur jährlichen Versammlung begrüßen. Darunter Isernhagens Gemeindebürgermeister Tim Mithöfer, Ortsbürgermeisterin Sabine Wirth, den Vorsitzenden des Ausschusses für Feuerwehr, Katastrophenschutz, öffentliche Sicherheit und Integration, Herbert Löffler, die 1. Gemeinderätin Nicole Jürgensen, den Leiter des Ordnungsamtes, Jörg Schuster, den stellvertretenden Brandschutzabschnittsleiter Dirk Thelow, Gemeindebrandmeister Marc Perl und seinen Stellvertreter Christian Reinhardt.

 

Zu 133 Einsätzen wurden die ehrenamtlichen Einsatzkräfte der Ortsfeuerwehr Altwarmbüchen im vergangenen Jahr gerufen. Das sind 20 Prozent mehr als im Jahr zuvor und 42 Einsätze mehr als im Jahr 2021. Hinzu kamen 38 Übungsdienste. Die Einsätze unterteilten sich in 74 Hilfeleistungen, 25 Brände und 34 Fehlalarme. 97 Einsatzstellen befanden sich in Altwarmbüchen und 36 im Gemeindegebiet. 79 Einsatzkräfte zählt die Ortsfeuerwehr, davon sind 48 Atemschutzgeräteträger. "Das ist eine riesengroße Zahl", so der Ortsbrandmeister.

 

Hinzu kommen 27 Mitglieder in der Jugendfeuerwehr 54 Mitglieder in der Kinderfeuerwehr 22 Mitglieder in der Einteilung und 226 Mitglieder. "Das sind insgesamt 408 Mitglieder. Ich denke, das kann sich sehen lassen", so Björn van Veen. Dank sprach er hierbei an die Einheitsführer aus, die jeden Dienstag einen Ausbildungsdienst anbieten, wodurch alle Einsatzlagen professionell abgearbeitet werden konnten.

 

Hinsichtlich der Jugendfeuerwehr und Kinderfeuerwehr betonte er: "Das ist ein Erfolgskonzept. 81 Mitglieder sind in den beiden Nachwuchsabteilungen. "Eine unheimlich große Zahl", so der Ortsbrandmeister. Er dankte in diesem Zuge auch den Förderern der Ortsfeuerwehr, die insbesondere den Nachwuchs unterstützen. Mittlerweile komme rund die Hälfte der Aktiven aus den beiden Nachwuchsabteilungen. Es sei wichtig, dass "wir eine Jugendarbeit haben, um auch in Zukunft Einsatzkräfte zu haben".

 

Neben dem Einsatzgeschehen und der Ausbildung, dem Pflichtprogramm der Aufgaben "retten - bergen - löschen - schützen", hatte die Feuerwehr allerhand andere Aktivitäten im vergangenen Jahr. So wurde der 125. Geburtstag gefeiert: einerseits mit einem Tag am Feuerwehrhaus am Gründungstag, dem Jubiläumsball, dem Tag der offenen Tür und der Blaulichtfeier. Die Jugendfeuerwehr feierte ihren 50. Geburtstag. Die Ortsfeuerwehr nahm an Aktionen wie ein Moorfest, Altwarmbüchen putzt sich raus, Laternenumzug und Weihnachtsmarkt teil. "Das ist die Kür", so der Ortsbrandmeister. Es war ein sehr anstrengendes Jahr, erklärte er. Der Einsatz der Mitglieder sei nicht selbstverständlich. Bei einem Stresstest hätte die Ortsfeuerwehr mit einer "Eins mit Sternchen" bestanden.

 

Isernhagens Bürgermeister Tim Mithöfer fasste es kurz zusammen: "Gott sei Dank gibt es diese Truppe." Und bezog sich darauf nicht nur auf die Einsätze im laufenden Jahr, sondern auch bei größeren Ereignissen wie dem Hochwasser Ende vergangenen Jahres. Er verurteilte die Gewalt gegen Einsatzkräfte wie zu Silvester in Laatzen. Dass während der Hochwasserlage in Isernhagen die Einwohner Hilfsbereitschaft zeigten und Kaffee, Kuchen wie auch Schnittchen verteilten, stimmte ihn jedoch positiv, dass so etwas in Isernhagen in Zukunft nicht vorkommen werde.

 

Der Vorsitzende des FKSI, Herbert Löffler, dankte den Einsatzkräften. "Euer Einsatz verdient höchste Anerkennung", unterstrich er. "Was ihr leistet, ist sensationell", lobte auch Ortsbürgermeisterin und Sabine Wirth die Mitglieder der Ortsfeuerwehr und bedankte sich im gleichen Zuge auch für die Zusammenarbeit mit dem Ortsrat und die Hilfsbereitschaft durch die Feuerwehrmitglieder. "Ihr lasst uns nicht im Stich", freute sie sich.

 

Den ersten Dienstgrad in ihrer Laufbahn erhielten Andre Mai, Jason Glade und Florian Karlstetter, die zum Feuerwehrmann sowie Alina Charlotte Berkelmann und Marie van Veen, die zur Feuerwehrfrau ernannt wurden.

 

Annelie Bähre-Voltmer wurde zur Oberfeuerwehrfrau und Jonas Oehlmann, Jason Barteck, Luis Korte, Micha Haeger und Marco Krafft zum Oberfeuerwehrmann ernannt. Leonie van Veen erhielt den Dienstgrad Hauptfeuerwehrfrau.

 

Durch Gemeindebrandmeister Marc Perl wurden Chris Stolorz zum Löschmeister sowie Dennis Hinze und Steffen Ehling zum Oberlöschmeister ernannt.

 

Besondere Ehrungen wurden fünf Kameraden zuteil, die für langjährige Verdienste ausgezeichnet wurden. Der ehemalige Ortsbrandmeister Walter Rinne wurde mit dem Feuerwehr-Ehrenzeichen des Landes Niedersachsen für 50-jährige aktive Mitgliedschaft in der Feuerwehr ausgezeichnet.

 

Weiter wurden durch den Landesfeuerwehrverband Ehrenzeichen für langjährige Mitgliedschaft verliehen. Geehrt wurden Jürgen Heger (50 Jahre), Friedhelm Wittbold  (60 Jahre) sowie für 70-jährige Mitgliedschaft der ehemalige Ortsbrandmeister Ludwig Henke sowie Heinrich Bähre-Voltmer und Gunter Plate.

 

Für 15-jährige Kommandotätigkeit wurde Björn van Veen mit der Silbernen Ehrennadel der Gemeinde Isernhagen ausgezeichnet.

 

Traditionell hatte Bernhard Schmidt wieder ein Geschenk für die Ortsfeuerwehr mitgebracht. Erstmals wurde die Helmsammlung der Ortsfeuerwehr gleich um zwei Exemplare erweitert: Bernhard Schmidt überreichte zwei Helme - wie auch zwei Embleme - der Feuerwehr Marienbad (Tschechien).

 

Lars-Eike Brandes von der DLRG-Ortsgruppe Isernhagen überreichte André Simon das Rettungsschwimmabzeichen in Silber.

 

Das Schlusswort, das in diesem Jahr der langjährige Kassenwart Jürgen Heger hielt, nutzte dieser, um auf die Unterstützung des Feuerwehrnachwuchses hinzuweisen. Er erklärte, dass für jedes Mitglied der beiden Nachwuchsabteilungen gerade einmal nicht ganz 20 Euro pro Jahr zur Verfügung stehen. Bei Sportvereinen, die im Gegensatz zur Feuerwehr zusätzlich noch Mitgliedsbeiträge erheben, liege die Sportförderung 34 Euro. "Wenn wir bestehen wollen, muss hier mehr getan werden", so Jürgen Heger und fügte hinzu: "Das sollte man mal angehen, denn gerecht ist es nicht." Er kann sich vorstellen, dass die für Einsätze von der Gemeinde berechneten Personalkosten, die die Mitglieder dagegen ehrenamtlich leisten, als Zuschuss für die Jugendfeuerwehr dienen könnten.

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