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Dienstag, 21.12.2021 - 16:51 Uhr

Die Generationen Y und Z und die Finanzen

Aufn.: Lars Peter Ehrich

REGION

Sie sind mit Internet und Handy aufgewachsen, teilweise schon fast verwachsen. Die Dinge des täglichen Lebens erledigen junge Menschen der Generationen Y und Z meist online. Das gilt auch für die normalen Bankgeschäfte – doch wenn es um die eigene finanzielle Vorsorge geht, hat der persönliche Kontakt weiter eine hohe Bedeutung.

 

Generation Y und Z, was bedeutet das eigentlich? Die Grenzen sind nicht ganz eindeutig. Grundsätzlich gehören Sie zur Generation Y, wenn Sie in den 80er und 90er Jahren geboren wurden. Dann waren Sie schon im jugendlichen Alter angekommen, als Internet und Handys aufkamen. Die Nachfolge-Generation Z umfasst die Geburtsjahre kurz vor dem Jahrtausendwechsel und dessen erstes Jahrzehnt. Menschen dieser Gruppe haben schon wieder völlig andere Bedingungen erlebt: Der unbeschränkte Zugang zu den Möglichkeiten der digitalen Welt ist Normalität, damit wächst die Generation Z auf. Wie Studien zeigen, haben diese jungen Menschen auch ganz eigene Schwerpunkte bei den Anforderungen an ihre künftigen Jobs.

 

Zu wenig Finanzwissen

Ein Problem allerdings ist geblieben: Mit den Themen Geld und Finanzen tun sich sowohl die Generation Y als auch die Generation Z schwer. Das unterstreichen die Erkenntnisse des Meinungsforschungsinstituts Forsa im Jugend-Finanzmonitor 2021: Befragt wurden Jugendliche im Alter von 16 bis 25 Jahren; nicht einmal ein Viertel von ihnen fühlte sich über Finanzthemen gut oder sehr gut informiert. Und 92 Prozent der Befragten stimmten diesem Satz zu: „Ich würde mir wünschen, dass alles, was mit den Themen Geld und Finanzen zu tun hat, bereits in der Schule ausführlich vermittelt würde.“

 

Die Rente ist sicher? Wohl kaum

Das ist dringend nötig. Denn besonders in den Bereichen Versicherungen, Geldanlage und Kredite fehlt Wissen – dabei sind sie so wichtig für die persönliche Zukunft. Gerade in der Altersvorsorge lauern große Gefahren: Wenn Sie als junger Mensch heute darauf setzen, dass die gesetzliche Rente später reichen wird, um den Lebensstandard zu halten, werden Sie irgendwann böse erwachen. Die Rechnung ist einfach: Immer mehr Rentnern stehen immer weniger Beitragszahler gegenüber, das kann ohne Einschnitte nicht funktionieren. Von einer dringend nötigen Reform ist schon lange die Rede, passiert ist wenig. Vielleicht ja mit der neuen Regierung? In jedem Fall ist dringend zu privater Vorsorge zu raten. 

 

Generationen Y und Z denken um

Das klassische Sparen ist dabei schon lange nicht mehr der richtige Weg und wird es auch auf absehbare Zeit nicht mehr werden – die niedrigen Zinsen lassen grüßen. Eine gute Nachricht ist da das Ergebnis einer YouGov-Umfrage für den Finanzdienstleister tecis unter jungen Menschen der Generationen Y und Z. Sie wissen, dass Vorsorge wichtig ist, und setzen dabei auch auf Aktien und Fonds – mit steigender Tendenz. Das ist genau der richtige Weg, denn je früher Sie einsteigen, desto mehr Zeit hat das Investment, sich zu entwickeln. Die unvermeidbaren Rückschläge in der Wirtschaft und damit an der Börse sind dann gut zu ertragen: Als Anleger können Sie nach den Erfahrungen der vergangenen Jahrzehnte darauf vertrauen, dass die Kurse auf lange Sicht steigen. 

 

Internet allein reicht nicht

Aber welche Anlage und welche Absicherung sind passend für Sie? Es liegt nahe, sich im Internet umzusehen – schließlich sind die Informationen dort mit wenigen Berührungen des Smartphone-Displays verfügbar. Allerdings ist zu befürchten, dass die Vielzahl der Angebote für Sie kaum zu überblicken sein wird. Keine Sorge, damit sind Sie nicht allein: Wie die tecis-Umfrage gezeigt hat, wünschen sich mehr als 80 Prozent eine umfassende Beratung zu ihrer finanziellen Situation. Und die klare Mehrheit davon nicht etwa digital, sondern persönlich.